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RegionalligaVfB siegt auch in Lüneburg

13. März 2016
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Fertigmachen zum Zungeschnalzen! Denn genau dazu verleitet der Blick auf die Regionalliga-Tabelle nach dem 25. Spieltag. Während Weiche Flensburg gegen Hannover 96 II nicht über ein torloses Unentschieden hinaus kam, erkämpfte sich der VfB Oldenburg einen 1:0-Sieg beim Lüneburger SK. Vor 777 Zuschauern erzielte Alessandro Ficara mit einem Volleyschuss der Extraklasse den Siegtreffer für die Blauen, die ihren Vorsprung auf Flensburg damit auch acht Punkte ausbauen konnten.

Bevor die Oldenburger ihren Mannschaftskapitän Thorsten Tönnies, der seinen 25. Geburtstag feierte, hochleben lassen und mit ihren gut 200 Fans den Sieg feiern konnten, hatten sie allerdings eine knüppelharte Aufgabe zu lösen. Das war durchaus wörtlich zu nehmen, denn die abstiegsbedrohten Gastgeber versuchten über weite Strecken des Spiels, dem VfB mit Härte den Schneid abzukaufen. Dass paradoxerweise die Blauen mehr als eine Halbzeit lang in Unterzahl spielen mussten, entsprach keinesfalls dem Tun auf dem holprigen Rasen.

Gerade sechs Minuten waren gespielt, als Miguel Canizales für ein vergleichsweise harmloses Foul von Yannick Rath die gelbe Karte kassierte. Wenn der Schiedsrichter damit von Anfang an klar machen wollte, dass er dem rustikalen Ballsport nicht sonderlich zugeneigt ist, so ging das daneben. Allerdings sollte das erst später deutlich werden. Lange Zeit neutralisierten sich beide Mannschaften bei dem Versuch, in der Abwehr des jeweils anderen eine Lücke zu finden.

Dietmar Hirsch hatte seine Mannschaft in der vergangenen Woche nachhaltig darauf eingestellt, dass die Lüneburger sich defensiv tief zurückziehen würden, um mit einer Fünfer-Abwehrkette zu agieren. Doch den richtigen „Dosenöffner“, um diese Defensivtaktik zu knacken, hatten die Blauen lange nicht parat. Erstmals gefährlich wurde es nach 21 Minuten, allerdings scheiterte Thorsten Tönnies in Höhe des Strafraums, als er sich durch drei Gegenspieler hindurchdribbeln wollte.

Auf der anderen Seite packte der Lüneburger Torjäger Kwasi Okyere Wriedt den Hammer aus. Deutlich mehr als zwanzig Meter vom Oldenburger Tor entfernt, zog er einfach mal ab und nötigte VfB-Torhüter Dominik Kisiel zu einer ersten Flugeinlage. Sein Schuss verfehlte das Ziel nur ganz knapp (25. Minute).

Zwei Minuten später wurde es erstmals hässlich. Tomek Pauer rauschte mit gestrecktem Bein gleich zwei Oldenburger um. Erst fällte er Kifuta, dann auch noch Tönnies. Dennoch gab es dafür nur die gelbe Karte. Der Kick blieb mau. Lüneburg sicherte vor allem das eigene Tor ab und wollte mit Kontern für Gefahr sorgen. Der VfB dagegen rannte sich immer wieder fest. So dauerte es bis zur 35. Minute, ehe es erneut gefährlich wurde. Nach einer Ecke kam Franko Uzelac aus spitzem Winkel zum Schuss, streichelte derart aber nur den Pfosten.

Den finalen Aufreger für den VfB gab es drei Minuten vor der Pause. Ein Pass von Dennis Engel in die Mitte wurde zur Beute des LSK, der schnell konterte und am Ende eines Laufduells wollte Canizales seinen Gegenspieler mit einem Tackling stoppen. Dumm nur, dass er dabei erst den Gegner und dann den Ball erwischte. Schiedsrichter Rath zückte erneut die gelbe Karte, so dass der Oldenburger vorzeitig duschen musste.

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Dietmar Hirsch reagierte in der Pause mit einem Wechsel und einer taktischen Umstellung auf die Unterzahl. Für Marius Winkelmann kam Moritz Steidten ins Spiel. Außerdem spielten die Blauen fortan in einer Dreierkette. Maßnahmen, die Wirkung zeigten, denn allen voran Steidten avancierte auf dem längst komplett zerfurchten Boden zu einem Vorbild in punkto Einsatz und Leidenschaft. Immer wieder suchte der Blondschopf den Zweikampf, gewann fast jedes Kopfballduell und warf sich schmerzfrei auch in strammste Schüsse.

Selbiges tat er natürlich aus gutem Grund, denn es galt bereits nach der 47. Minute die Führung zu verteidigen. Eben die hatte Alessandro Ficara erzielte. Der flinke Dribbler hatte volley abgezogen und zum 0:1 getroffen. Als Reaktion darauf forcierten die Lüneburger den physischen Anteil des Fußballspiels und das nachhaltig. „Über den Kampf ins Spiel finden“, das wurde jetzt wörtlich genommen.

Chancen blieben aber Mangelware, sieht man davon ab, dass der eingewechselte Leon Heine in der 53. Minute zum Abschluss kam, aber Kisiel nicht überwinden konnte. Den Spruch des Tages brachte indes Dietmar Hirsch nach knapp siebzig Minuten. Das intensive Zurren und Zerren eines Lüneburgers am Oldenburger Gegenspieler kommentierte der VfB-Trainer so: „Er kann das Trikot nachher haben, aber jetzt noch nicht.“

Die verbalen Scharmützel an der Seitenlinie nahmen ebenso zu, wie die Beleidigungen durch einige Zuschauer und die Foulspiele auf dem Platz. In der Summe brachte das aber ebenso wenig, wie ein Lüneburger Doppelwechsel. Hedon Selishta und Gökay Isitan waren nach etwas mehr als einer Stunde für Bastian Ungureanu und Alexandros Tanidis ins Spiel gekommen. Beim VfB löste nach 68 Minuten Florian Stütz den Torschützen Alessandro Ficara ab. Später kam auch noch Max Wilschrey für Kifuta und beide Wechsel sollten sich auszahlen. Stütz hatte einige gefährliche Pässe auf Lager und Wilschrey begeisterte seinen Trainer durch unermüdliche Läufe in vorderster Spitze.

Wirklich eng wurde es für die Oldenburger nur noch einmal, denn erneut gönnte sich der sonst unauffällige Wriedt einen satten Distanzschuss, doch Kisiel brachte noch eine Hand an den Ball (75.). Am Ende hätte Andreas Pollasch noch auf 0:2 erhöhen können, doch er blieb bei einem Konter am Gegenspieler hängen. Der Oldenburger Sieg geriet auch in der Nachspielzeit nicht mehr in Gefahr und es war ein verdienter Erfolg, weil die Mannschaft sich defensiv einmal mehr sehr stabil zeigte und im Kollektiv ein Lob für aufopferungsvollen Einsatz verdiente.

Zahlen, Daten & Fakten

Lüneburger SK Hansa: Maximilian Wulf – Leon Packheiser, Lukas Pägelow, Alexandros Tanidis (62. Hedon Selishta), Linus Büchler – Jannis Opalka, Bastian Ungureanu (62. Gökay Isitan) – Henrik Steinke – Tomek Pauer (42. Leon Heine), Pascal Eggert – Kwasi Okyere Wriedt
Trainer: Elard Ostermann

VfB Oldenburg: Dominik Kisiel – Dennis Engel, Franko Uzelac, Dominik Volkmer, Maycoll Canizales-Smith – Kamen Hadzhiev, Marius Winkelmann (46. Moritz Steidten) – Andreas Pollasch, Alessandro Ficara (68. Florian Stütz), Thorsten Tönnies – Kiala Makangu Kifuta (80. Max Wilschrey)
Trainer: Dietmar Hirsch

Tore: 0:1 Alessandro Ficara (47.)

Schiedsrichter/in:
Yannick Rath (OT Bremen) – Assistenten: Tijan Njie (FC Union 60), Sebastian Berger (SV Lemwerder)
Zuschauer: 777

Gelbe Karte: Tomek Pauer (7.), Alexandros Tanidis (7.), Henrik Steinke (3.) / Dominik Volkmer (4.)
Gelb/Rote Karte: – / Maycoll Canizales-Smith (41.)

Stimmen zum Spiel

Alessandro Ficara: Ich wollte das Tor schon machen, aber dass ich den Ball so treffen würde, klar da war auch etwas Glück dabei. Der Sieg war sehr wichtig für uns. Jetzt haben wir noch elf Endspiele.

Dietmar Hirsch: Ich bin natürlich froh über diesen Erfolg. Wir haben taktisch etwas anders gespielt und dann auch noch im Spielverlauf umgestellt. Das war schon richtig gut. Aus meiner Sicht war es kein glücklicher Sieg, denn wir haben das in Unterzahl sehr gut gemacht. Wenn ich außerdem sehe, wie sich auch die Spieler einfügen, die nicht von Anfang an dabei waren, bin ich sehr zufrieden. Eine Entscheidung ist sicher noch nicht gefallen, aber es bleibt dabei. Wenn wir unsere Spiele gewinnen, können die anderen machen was sie wollen, uns aber nicht von Platz eins verdrängen.

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