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RegionalligaKeine Tore im Marschwegstadion

20. März 2016
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Der VfB Oldenburg hat erstmals in 2016 das Spielfeld nicht als Sieger verlassen. Vor 2.168 Zuschauern kamen die Blauen gegen den Goslarer SC nicht über ein 0:0 hinaus. Zwar hatten die Gastgeber deutlich mehr vom Spiel, nutzten ihre Chancen allerdings nicht und haderten zurecht mit Schiedsrichter Adrian Höhns, der dem VfB einen klaren Elfmeter verweigerte.

Trainer Dietmar Hirsch, der den gesperrten Miguel Canizales ersetzten musste, hatte erstmalig Lavdrim Ebipi für die Startformation nominiert. Er spielte im linken Mittelfeld, Thorsten Tönnies komplettierte die Vierer-Abwehrkette. Der VfB wollte das Spiel offensiv angehen, doch die erste Szene gehörte den Gästen. Das Spiel hatte kaum begonnen, da zeigte der Ex-Oldenburger Cetin Erbek nicht nur ein gutes Auge, sondern auch, dass er es versteht, satt gegen den Ball zu treten. Fast aus der eigenen Hälfte „nagelte“ er den Ball in Richtung Oldenburger Tor. Der sichtlich erschrockene Dominik Kisiel hastete zwar noch zurück, wäre aber nicht mehr an den Ball gekommen, der allerdings an den Pfosten klatschte.

Ähnliche Höhepunkte blieben in den nächsten Minuten aus. Der VfB dominierte das Spiel, versuchte über die Außenbahnen Druck aufzubauen, kam aber kaum einmal in den Strafraum. Goslar versuchte sich vor allem über körperbetontes Spiel Respekt zu verschaffen. Daraus resultierend hatten die Blauen zwar viele Standard-Situationen, nutzten selbige aber nicht effektiv.

Als Folge dessen schickte der sichtlich unzufriedene Dietmar Hirsch bereits nach etwas mehr als einer halben Stunde Ivo Tomas und Florian Stütz zum Warmlaufen. Der Wechsel wurde allerdings erst zu Beginn der zweiten Halbzeit vollzogen. Torchancen hatte es bis dahin auf beiden Seiten praktisch nicht gegeben, sieht man von einer Möglichkeit durch Marius Winkelmann ab, der allerdings gegen Torhüter Felix Junghan einen Schritt zu spät kam.

Nach dem Wechsel sollten die Zuschauer dann einen deutlich stärkeren VfB erleben. Hirsch hatte Ficara und Winkelmann aus dem Spiel genommen und durch Stütz und Tomas ersetzt. Beide brachten viel Schwung. Zudem waren die Oldenburger jetzt insgesamt griffiger und deutlich mehr bemüht, die spielerische Komponente in den Vordergrund ihres Tuns zu bringen. Mit Erfolg, denn die Gäste kamen jetzt kaum noch aus der eigenen Hälfte und die Oldenburger zu guten Möglichkeiten.

In der 57. Minute haderte die Blauen dann mit Schiedsrichter Höhns. Goslars Innenverteidiger Luhaka hatte Oldenburgs Torjäger Kifuta Kiala Makangu mit beiden Händen schlicht umgestoßen und auf den Rängen herrschte Einigkeit, das würde einen Elfmeterpfiff zur Folge haben. Doch der Unparteiische ließ weiterspielen – zum Entsetzen der Oldenburger. Die rannten jetzt weiter an und kamen durch Andreas Pollasch (58.) und Tomas (61.) zu weiteren Chancen.

Dietmar Hirsch war das aber noch nicht genug und er brachte mit Max Wilschrey für Lavdrim Ebipi einen weiteren Stürmer (70.). Wilschrey orientierte sich sofort in die Zentrale, Kifuta rückte nach links. Die nächste Chance ließ nur eine Minute auf sich warten. Nach einer feinen Flanke von Dennis Engel schraubte sich Kifuta in die Höhe, traf mit seinem wuchtigen Kopfball aber nur das Lattenkreuz.

In der Folge übten sich die Gäste, die Trainer Sven Thoß zufolge mit einer Notelf angetreten waren, vor allem darin, Zeit von der Uhr zu nehmen. Torhüter Junghan, längst bester Spieler seiner Mannschaft, zelebrierte jeden Abstoß und wurde für sein offenkundiges Zeitspiel in der Nachspielzeit (!) mit der gelben Karte verwarnt.

Bis dahin hatte der VfB weitere Möglichkeiten, scheiterte aber, wie Tomas in der 75. Minute, aber immer wieder am Torhüter der Gäste, die nach einem weiteren Fouls an Tönnies erneut Glück hatte, dass der Schiedsrichter nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte. Am Ende blieb es beim 0:0, das beim VfB für lange Gesichte sorgte, während die aufopferungsvoll kämpfenden Goslarer den Punktgewinn ausgiebig feierten.

Stimmen zum Spiel

Sven Thoß: Wir haben alles rausgehauen und deshalb den Punkt verdient. In den ersten zwanzig Minuten hatte ich Angst, da hat der VfB viel Druck gemacht. Dass es am Ende schwer werden könnte, beim Spitzenreiter, war zu erwarten. Wir müssen hier das spielen, was wir können. Dem VfB wünsche ich, dass er aufsteigt, weil er die konstanteste Mannschaft ist.

Dietmar Hirsch: Trotz des 0:0 hat meine Mannschaft eine Siegermentalität gezeigt, das sieht man auch jetzt, denn die Jungs sind alle total unzufrieden. Der Gegner war sehr destruktiv, aber wir haben in der ersten Halbzeit auch einschläfernd gespielt. In der zweiten Halbzeit war es besser, auch wenn wir unsere Chancen nicht genutzt haben. Jetzt heißt es, den Punkt mitzunehmen, Mund abputzen und weiter geht es. Wir gewinnen nicht jedes Spiel automatisch und deshalb müssen wir gegen solche Gegner Lösungen finden.

Ralf Voigt: Mehr als über das Ergebnis bin ich heute über die Zuschauerzahl enttäuscht. Wenn Oldenburg Drittligafußball will, dann muss es das auch zeigen. Bei diesem tollen Wetter hätte ich mindestens 3.000 Zuschauer erwartet. Das hätten die Jungs auch verdient. Fußballerisch denke ich, dass es eine Warnung sein kann, die vor dem wichtigen Pokalspiel gar nicht so schlecht sein muss.

Franko Uzelac: Defensiv haben wir nichts zugelassen. In der zweiten Halbzeit haben wir besser Fußball gespielt. Der Trainer hat in der Halbzeit mehr Herz und Leidenschaft gefordert. Jetzt konzentrieren wir uns auf das Pokalspiel, das ist für den Verein enorm wichtig.

Zahlen, Daten & Fakten

VfB Oldenburg: Dominik Kisiel – Dominik Volkmer, Marius Winkelmann (46. Florian Stütz), Andreas Pollasch, Alessandro Ficara (46. Ivo-Valentino Tomas), Kiala Makangu Kifuta, Lavdrim Ebipi (72. Max Wilschrey), Franko Uzelac, Thorsten Tönnies, Dennis Engel, Kamen Hadzhiev
Trainer: Dietmar Hirsch

Goslarer SC: Felix Junghan – Marcel Ziemann, Paul Gehrmann, Agit-Cetin Erbek, Brian Behrens, Sebastian Schmidt, Christopher Luhaka, Papa Kojo Brown (61. Gabriel Bezak), Amed Altekin, Marcel Clavey (80. Emanuel Bento), Daniel Maresch
Trainer: Sven Thoß

Tore: Fehlanzeige

Schiedsrichter/in: Adrian Höhns (TuS Dassendorf) – Assistenten: Jorrit Friedrich Eckstein-Staben (SC Wentorf), Björn Krüger (SV Börnsen)
Zuschauer: 2168

Gelbe Karte: Alessandro Ficara (2.), Ivo-Valentino Tomas (7.) / Daniel Maresch, Felix Junghan (2.)

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