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Krombacher-PokalDer VfB scheitert am Abwehrbollwerk

26. März 2016
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Der Traum vom Erreichen des DFB-Pokal muss erst einmal verschoben werden. Vor der tollen Kulisse von mehr als 6.200 Zuschauern unterlag der VfB Oldenburg im Halbfinale des Krombacher-NFV-Pokal der SV Drochtersen/Assel mit 1:2. Am Ende war es ein verdienter Sieg der konterstarken Gäste, weil die Blauen kein Mittel fanden, um deren Abwehrbollwerk zu knacken.

Folgende Frage sei erlaubt. Welchen Verlauf hätte dieses Spiel genommen, hätte der VfB in den ersten Minuten seine Chancen genutzt? Deren gab es einige. Bereits nach drei Minuten brachte Florian Stütz einen Ball gefährlich in den Strafraum, doch kein Blauer kam ans Spielgerät. Zwei Minuten später sauste Thorsten Tönnies nach einem langen Pass im höchsten Tempo auf Torhüter Patrick Siefkes zu, wurde von diesem aber zu Fall gebracht. Elfmeter? Schiedsrichter Lars Thiemann war anderer Meinung und ließ weiterspielen.

Weitere sechzig Sekunden später zirkelte Stütz einen Eckball vor das Tor, Tönnies kam zum Kopfball, aber nicht an Siefkes vorbei. Schon jetzt deutete sich an, dass der Gäste-Torhüter einen guten Tag erwischt hatte. Einen weiteren Beweis dafür lieferte er nämlich in Minute neun. Soeren Behrmann hatte Kifuta Kiala Makangu ganz stumpf umgeschubst und Stütz sich den Ball zum fälligen Freistoß hingelegt. Mit viel Gefühl brachte er den Ball aufs Tor, doch erneut war Siefkes mit der Faust zur Stelle und konnte zur Ecke klären.

In den folgenden Minuten ließ der Druck des VfB zwar ein wenig nach, dennoch sollten die Blauen noch eine perfekte Möglichkeit erhalten, besser, sie sollten sich diese erspielen. Nach einem ganz feinen Spielzug über Stütz und Kifuta dribbelte Tönnies allein auf Siefkes zu, doch sein Ball ging knapp am Pfosten vorbei (19. Minute). Das hätte die Führung ebenso sein können, wie nach einem strammen Schuss von Stütz, der über die Latte zischte (29.).

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Weil bestraft wird, wer seine Chancen nicht nutzt, schlugen die Gäste in der 40. Minute gnadenlos zu. Nach einem Freistoss aus dem Halbfeld gönnte sich der VfB eine kollektive Auszeit und Stefan Wolk traf zum 0:1 (40.). Das war natürlich ein Stimmungskiller im weiten Rund und kurzzeitig war Ruhe, nachdem die Zuschauer den VfB zuvor klasse unterstützt hatten. Nur vier Minuten nach der Führung hätte Danny-Torben Kühn fast noch auf 0:2 erhöht, doch Jannik Wetzel, der den verletzten Dominik Kisiel ersetzte, konnte seinen Freistoß zur Ecke klären.

Der VfB kam natürlich hoch motiviert aus der Kabine und suchte sogleich wieder den Vorwärtsgang. Doch der nächste Dämpfer sollte nicht lange auf sich warten lassen. Dominik Volkmer konnte Oliver Ioannu in einem Laufduell nicht am Abschluss hindern und der hämmerte den Ball mit Wucht in den Knick. Nach 55 Minuten schien der Pokaltraum von einem Alptraum abgelöst zu werden.

Was sollte den Blauen jetzt noch Hoffnung machen? Dietmar Hirsch reagierte mit einem Doppelwechsel. Alessandro Ficara und Max Wilschrey kamen für Marius Winkelmann und Dennis Engel ins Spiel (56.), später brachte der Trainer außerdem Ivo Tomas für Andreas Pollasch (75.). Das neue Duo war kaum auf dem Platz, da gab es den nächsten Aufreger. Nach einem Foul an der Strafraumgrenze durfte Stütz erneut zum Freistoß antreten. Seinen Schuss konnte ein Abwehrspieler nur mit dem Arm abwehren und Schiedsrichter Thiemann entschied sofort auf Elfmeter. Stütz schnappte sich das Rund und versenkte es trocken zum 1:2 (58.). Noch blieb den Blauen mehr als eine halbe Stunde, um auszugleichen.

Die Oldenburger rannten fortan unermüdlich an, versuchten es konsequent mit langen Bällen. Der nachhaltig ramponierte Rasen ließ allerdings auch kaum ein anders Mittel zu. Das jedoch machte es den kampfstarken Gästen, die mit Kontern immer gefährlich blieben, aber leicht. Die beste Chance der Oldenburger blieb nach 66 Minuten ungenutzt. Nach einem Freistoß von Stütz kam Kamen Hadzhiev frei zum Kopfball, zielte allerdings vorbei.

Die Oldenburger mühten sich nach Kräften, doch der Ausgleich wollte einfach nicht mehr fallen. Während die Gäste den Einzug in den DFB-Pokal mit ihren Fans feierten, diktierte beim VfB der Frust. Leider auch auf den Rängen. Nachdem in der Schlussphase bereits ein Zuschauer den Platz gestürmt hatte, mussten sich die VfB-Spieler zum Teil üble Beleidigungen anhören. Als wäre die Niederlage nicht schmerzlich genug, wobei an dieser Stelle und aus genau diesem Grund, auch festzuhalten ist, dass der VfB in dieser Saison die zweite Saisonniederlage hat hinnehmen müssen.

Diese ist ärgerlich, aber die Chance auf den Pokal-Einzug ist noch immer da. Sollte der VfL Osnabrück in der 3. Liga unter die ersten vier Mannschaften kommen und sich zudem für das Pokalfinale qualifizieren, würden die Verlierer der Halbfinal-Spiele einen weiteren Teilnehmer ausspielen.

Schon am Montag geht es für die Blauen weiter. Dann kämpft der VfB in Rehden um die nächsten Liga-Punkte und das hoffentlich mit zahlreicher, lautstarker Unterstützung.

Stimmen zum Spiel

Enrico Maaßen, Trainer SV Drochtersen/Assel: Am Anfang hatten wir Glück, aber letztlich haben wir nicht unverdient gewonnen. Unsere Taktik ist aufgegangen. Für die Mannschaft, die hier das Spiel machen muss, ist es einfacher, wenn man defensiv diszipliniert spielt. Das war heute für die Entwicklung unseres Vereins die Krönung. In Drochtersen gibt es jetzt ein Dorffest. Zum Platz noch ein Wort, das ist ein Kartoffelacker und ich kann schon verstehen, dass mein Kollege sich darüber aufregt.

Dietmar Hirsch, Trainer VfB Oldenburg:Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, haben aggressiv gegen den Ball gearbeitet, aber und da setzt die Kritik an, wir müssen einfach aus unseren Chancen ein Tor machen. Wenn man gegen einen so defensivstarken Gegner hinten liegt, wird es einfach sehr schwer. Kritik muss sich die Mannschaft gefallen lassen, weil wir einfach aufgehört haben, Fußball zu spielen. Wir haben es mit der Brechstange versucht, aber so ist Drochtersen nicht zu schlagen.

Zwei Dinge möchte ich aber noch ansprechen, wobei ersteres keine Ausrede sein soll, aber dieser Platz ist katastrophal. Schlimm finde ich aber, dass es hier Zuschauer gibt, die nach der zweiten Saisonniederlage meine Spieler beleidigen. Das ist nicht zu akzeptieren, das lasse ich auch nicht zu. In der Liga geht es am Montag weiter. Heute sind wir traurig, aber schon morgen werden wir uns neu konzentrieren, denn wir haben das große Ziel, aufzusteigen. Man darf verlieren, aber nicht liegenbleiben und ich bin sicher, dass uns diese Niederlage nicht umwirft.

Ralf Voigt, VfB-Sportdirektor:
Natürlich ist die Niederlage enorm bitter, aber wir werden das wegstecken. Am Ende standen wir uns selbst im Weg, weil wir unsere Chancen nicht nutzen und weil wir einfach Fußball spielen müssen. Dass wir es besser können, haben wir schon oft genug gezeigt und wir werden das auch wieder zeigen.

Wilfried Barysch, VfB-Präsident: Zum dritten Mal in Folge verlieren wir in einem Halbfinale, das ist schon bitter, zumal vor dieser Kulisse und klar fragt man sich, warum das immer so ist. Ich bin aber sicher, dass die Mannschaft das verdauen und wieder neu angreifen wird.

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