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Regionalliga„Es ist eine einmalige Chance“

30. März 2016
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Das Gefühl einer Niederlage hatte man beim VfB Oldenburg beinahe vergessen. 22 Spiele lang waren die Blauen ungeschlagen, ehe sie an Ostern gleich zweimal in Folge unterlagen. Trainer Dietmar Hirsch bleibt dennoch entspannt, nimmt seine Spieler allerdings in die Pflicht.

Herr Hirsch, worüber haben Sie sich mehr geärgert, das 1:2 gegen Drochtersen im Pokal oder das 0:1 in Rehden?
Mit solchen Vergleichen kann ich wenig anfangen und es macht auch keinen Sinn. Ich ärgere mich grundsätzlich, wenn wir ein Spiel verlieren. Angesichts der Vorgeschichte, dass der VfB zuvor schon zweimal im Halbfinale verloren hatte, mag die Niederlage im Pokalspiel eine andere Wahrnehmung erfahren haben, aber die Punkte in der Liga sind halt auch enorm wichtig. Wir sollten ja nicht unser großes Ziel aus den Augen verlieren.

Zwei Niederlagen, zuvor das 0:0 gegen Goslar. Ist die Mannschaft ein wenig aus dem Tritt geraten?
Rein ergebnis-orientiert betrachtet, hat es den Anschein. Allerdings bin ich schon der Meinung, dass wir angesichts der Umstände in Rehden ein ordentliches Spiel gemacht haben. Unser großes Manko war dort der Abschluss, aber wir haben deutlich besser Fußball gespielt als gegen Drochtersen, den Ball laufen lassen und Chancen herausgespielt.

Worauf führen Sie den Leistungsabfall zurück?
Ich will nicht von Leistungsabfall sprechen, aber es ist so, dass wir aktuell nicht die Intensität auf den Platz kriegen, die uns etwa beim klaren Sieg in Meppen noch ausgezeichnet hat.

Platz ist ein gutes Stichwort. Sie haben nach dem Pokalspiel sehr deutlich den schlechten Rasen im Marschwegstadion kritisiert.
Und mir ist auch klar, dass es nach einer Niederlage wie ein Alibi klingt, aber das ist es nicht. Mein Kollege aus Drochtersen hat das ja auch sehr klar formuliert. Der Platz kommt einer Mannschaft, die Fußball spielen will, nicht entgegen, sondern erschwert das noch.

Der Gegner muss aber auch auf diesem Platz klarkommen.
Das stimmt und wird dann ja auch gerne als Gegenargument gebracht, aber es ist ein Unterschied, ob ich in erster Linie hinten drin stehe und auf Konter setze, oder ob ich versuche, fußballerische Lösungen zu finden. Das meine ich nicht negativ, es ist legitim, so zu spielen, wie Drochtersen oder zuvor auch Goslar. Wir sind dann gefordert und müssen Lösungen finden. Das ist uns gegen Drochtersen anfangs gelungen, aber wir machen das Tor nicht, der Gegner schon. Anschließend haben wir die fußballerische Linie verloren. Dieser Kritik müssen wir uns stellen.

Wo werden Sie jetzt ansetzen?
Was heißt ansetzen? Eine Saison ist ein Marathonlauf und jetzt kommt es darauf an, dass wir die nötigen Kraftreserven aufbringen, um ins Ziel zu kommen und das als Erster. Dafür tun wir, Sportdirektor, Trainer, Physios, Betreuer, Vorstand, die beziehe ich ein, alles. Jetzt liegt es an den Jungs, die Chance zu ergreifen, die sich ihnen bietet. Jeder Spieler muss sich hinterfragen, ob er in dieser entscheidenden Phase alles dafür tut, um Erfolg zu haben.

Haben Sie einen anderen Eindruck?
So möchte ich das nicht verstanden wissen. Mir geht es darum, dass jeder, wirklich jeder versteht, welche einmalige Chance sich hier bietet. Wir haben die Möglichkeit, Meister zu werden und aufzusteigen und das nicht, weil wir individuell besser sind als die anderen, sondern weil wir es als starkes Kollektiv schaffen können. Dafür muss man aber professionell arbeiten. Man muss sich entsprechen ernähren, muss sich pflegen, muss akzeptieren, dass mal man weniger Zeit für die Freundin hat oder eben nicht ausgehen kann. Nochmal, das ist mir wichtig, wir helfen unseren Spielern in jeder Hinsicht, wichtig ist aber, dass die Jungs diese Hilfe auch annehmen. Dann und nur dann, können sie sich ihren großen Traum vom Profifußball erfüllen. Ich habe als Profi gespielt und weiß, was für ein toller Beruf das ist. Aus diesem Grund freue ich mich für jeden unserer Spieler, dem der Sprung nach oben gelingt, so wie jetzt Franko. Der Junge spielt eine tolle Saison, lebt total professionell und haut sich rein. Er hat das verdient. Alle anderen können sich diesen Traum auch noch erfüllen.

Zum Schluss noch ein anderes Thema. Waren sie von der großen Kulisse gegen Drochtersen eigentlich überrascht?
Positiv. Da hat man gesehen, was in Oldenburg möglich ist. Das war super und ich hoffe, dass die Leute trotz der Niederlage wiederkommen werden. Ich will aber auch nicht vergessen, mich bei den Fans zu bedanken, die in Rehden waren. Die Unterstützung war sensationell, nicht nur während der 90 Minuten, sondern gerade auch nach dem Spiel. Die Fans haben ein feines Gespür dafür, ob die Mannschaft alles gegeben hat und ich fand es überragend, wie sie die Spieler nach der Niederlage aufgemuntert haben. Das hat uns sehr geholfen.

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