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RegionalligaVfB verliert Spitzenspiel 1:2

10. April 2016
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Es hätte ein Fußballfest werden sollen, doch nach dem Abpfiff des Spitzenspiels zwischen dem VfB Oldenburg und dem VfL Wolfsburg II geriet der Sport fast zur Nebensache. Vor der Saisonrekordkulisse von 4.352 Zuschauern unterlagen die Oldenburger mit 1:2. Schlimmer als die Niederlage las sich hinterher allerdings die Ausfallliste.

Kevin Samide musste mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel ausgewechselt werden. Franko Uzelac zog sich nach einer hässlichen Tätlichkeit von Hilal El-Helwe einen Jochbeinbruch zu. Der Wolfsburg sah dafür nur die gelbe Karte und wurde allein deshalb vom Feld gestellt, weil er zuvor bereits mit Gelb verwarnt worden war. Verzichten müssen die Blauen im nächsten Spiel sicher auch auf Torjäger Kifuta Kiala Makangu, der nach einer guten Stunden die rote Karte gesehen hatte. Dominik Volkmer wiederum kassierte die fünfte gelbe Karte und muss ebenfalls einmal zuschauen. Auf die Begleitumstände dieses Spiels, unter anderem auch die verbalen Ausfälle von Offiziellen des VfL Wolfsburg sowie die rassistischen Beleidigungen, denen Kifuta ausgesetzt war, geht der VfB Oldenburg in einem separaten Bericht ein.

Zum Sport. Trainer Dietmar Hirsch vertraute jener Mannschaft, die vor Wochenfrist den TSV Schilksee 7:0 geschlagen hatte. Dieses Vertrauen hätte sich durchaus früh auszahlen können. Bereits in der 8. Minuten kam Ivo Tomas bis zur Grundlinie durch, doch sein kluger Pass in die Mitte konnte von der Abwehr geklärt werden.

Auch die nächste Szene gehörte dem VfB, der in der Anfangsphase viel Tempo machte und so die Gäste durchaus unter Druck setzte. Nach einem langen Ball kam Kifuta frei zum Abschluss, doch Korzowski konnte vor der Linie klären (18. Minute). Wolfsburg spielte zwar mit, wurde offensiv aber lang nicht vorstellig. Das sollte sich ändern. In der 24. Minute kam Medjedovic zum Abschluss. Sein Schuss wurde abgefälscht und landete im Netz. Es war die höchst schmeichelhafte Führung für die Gäste.

In der Folge wurde es hektisch und immer mehr rückte Schiedsrichter Malte Göttsch in den Fokus. So auch in der 30. Minute. Ivo Tomas hatte Gegenspieler und den aus dem Tor gelaufenen Torhüter Brunst-Zöllner überwunden und wollte den Ball gerade ins leere Gehäuse schießen, als ein Pfiff ertönte. Göttsch hatte den Oldenburger im Abseits gesehen. Noch fragwürdiger war dann aber der nächste Aufreger. Thorsten Tönnies kam im Strafraum an den Ball, als der Wolfsburger Hermann ihn von den Beinen holte. Statt den glasklaren Elfmeter zu pfeifen, ließ der Unparteiische weiterspielen (32.).

Dietmar Hirsch reagierte auf dem Rückstand in der Halbzeitpause mit einem Wechsel. Ivo Tomas blieb in der Kabine, für ihn kam Alessandro Ficara. Tönnies zog sich in die Viererkette zurück, Ficara agierte rechts offensiv. Schnell stand der kleine Dribbler dann im Blickpunkt, denn erneut hätte der Schiedsrichter einen Elfmeter für die Oldenburger geben können, wenn nicht müssen. Ficara war nach einem Dribbling im Strafraum gefoult worden und ärgerte sich hinterher deutlich über den ausgebliebenen Pfiff, dass er vom Schiedsrichter dafür die gelbe Karte zu sehen bekam (50.).

Fünf Minuten später wechselte Dietmar Hirsch erneut. Für Ibo Temin brachte er Max Wilschrey und stellte somit auf zwei Stürmer um. Der VfB drängte jetzt und das Spiel wurde immer ruppiger. Vor allem im Luftkampf nahmen die Wolfsburger immer wieder den Ellenbogen zu Hilfe, ohne dass diese Foulspiele geahndet worden wären. Doch das war erst der Anfang. Nach einer guten Stunde hieß es plötzlich 0:2. Die Wolfsburger hatten nach einem Einwurf schnell gekontert, der VfB keinen Zugriff bekommen und Onel Hernandez zum zweiten Mal für die Gäste getroffen. Doch damit nicht genug, denn jetzt sollte das Spiel dem hoffnungslos überforderten Schiedsrichter vollends entgleiten.

Kifuta, der nach eigenen Aussagen und Bestätigungen durch VfB-Trainer Dietmar Hirsch während des gesamten Spiels verbal rassistisch beleidigt worden war, kassierte die rote Karte. Warum der Torjäger vom Platz gestellt wurde, ließ sich nicht ergründen. Der daraufhin protestierende VfB-Trainer, der von seinem Kollegen Valerien Ismael mit Schimpfworten bedacht worden sein soll, wurde ebenfalls vom Platz gestellt. Doch das Drama hatte erst begonnen, denn Kifuta war nun außer sich und forderte lautstark vom Schiedsrichter eine Erklärung ein. Malte Göttsch war dazu aber wohl nicht bereit, sondern beorderte seine Assistenten heran und unterbrach das Spiel für längere Zeit. Nach eigenen Worten wollte er erstmal „runterkommen“.

Tatsächlich wurde dann doch noch weitergespielt. Vom Publikum lautstark angetrieben, warfen die Oldenburger alles nach vorn. Wolfsburg wehrte sich mit Härte und Unfairness. Leidtragender war Franko Uzelac, der von El-Helwe mit einem ganz üblen Ellenbogenschlag niedergestreckt wurde und sich dabei einer ersten Diagnose zufolge einen Jochbeinbruch zuzog. Er konnte aber weiterspielen, Kevin Samide dagegen wurde durch Florian Stütz ersetz und der demonstrierte gleich mal Finesse.

Ficara war 17 Meter vor dem Tor gefoult worden und Stütz verwandelte den fälligen Freistoss zum 1:2 genau in den Winkel. Jetzt drängten die Blauen mit aller Macht auf den Ausgleich, doch der wollte einfach nicht fallen. In der Nachspielzeit rammte schließlich der Wolfsburger Kleihs seinen Ellenbogen ins Gesicht von Miguel Canizales, der ebenfalls eine Blessur davontrug. Immerhin zückte der Schiedsrichter diesmal die rote Karte.

Stimmen zum Spiel

Valerien Ismael: Bis zum 2:0 waren wir souverän. Nach den roten Karten wurde es hitzig. Kompliment an meine Mannschaft. Die Meisterschaft ist wieder spannend.

Dietmar Hirsch:

Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat alles rausgehauen. Leider haben wir, wie gegen Drochtersen, unsere Chancen nicht genutzt, aber wir haben alles selbst in der Hand, wenngleich es jetzt natürlich schwieriger geworden ist. Ich bin wirklich kein schlechter Verlierer. Ich habe auch als Spieler häufiger verloren, aber ich muss hier einige Dinge ansprechen, die einfach nicht unkommentiert bleiben dürfen. Unser Spieler Kifuta ist das ganze Spiel über beleidigt, zum Teil auch rassistisch beleidigt worden. Ich bin von einem Wolfsburger Offiziellen ebenfalls beleidigt worden, diese Art und Weise, das ist unterste Schublade und nicht korrekt. Dagegen wehren wir uns. Jetzt werden wir uns schütteln, aus dieser Niederlage Kraft tanken , denn wir wollen nicht, dass sowas am Ende auch noch belohnt wird.

Thorsten Tönnies: Wir müssen natürlich in Führung gehen, dann läuft es ganz anders. Ich werde ganz klar gefoult. Der Wolfsburger haut mit das Schussbein weg. Das war ein Elfmeter. Wir haben zwar verloren, aber wir stehen wieder auf und werden alles tun, um Meister zu werden.

Kifuta Kiala Makangu: So etwas habe ich noch nicht erlebt. Der Wolfsburger Kapitän hat mich in einer Tour beleidigt und nach dem Tor zum 2:0 wieder angemacht. Was soll sowas? Ich weiß nicht, warum der Schiedsrichter mir die rote Karte gegeben hat.

Franko Uzelac:
Ich will die Schuld für die Niederlage erstmal bei uns suchen. Wir müssen einfach in Führung gehen. Auch das zweite Tor darf nicht fallen, aber es war so, jetzt müssen wir aufstehen. Die Meisterschaft ist noch nicht entschieden.

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