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RegionalligaVereinVfB setzt bei Informations-Abend auf große Transparenz

13. Mai 2016
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Erfolg ist planbar. Erfolg ist machbar. Aber Erfolg setzt auch entsprechende finanzielle Möglichkeiten voraus. Möglichkeiten, die der VfB Oldenburg sich in kleinen Schritten erarbeiten muss. Das war der Tenor einer ausgesprochen offenen, sehr transparenten Veranstaltung, zu der die Partner und Sponsoren durch den Fußball-Regionalligisten eingeladen worden waren.

Mehr als 50 Gäste konnte VfB-Präsident Wilfried Barysch zu dieser Informationsveranstaltung begrüßen und schnell wurde deutlich, dass Vorstand, Geschäftsführung und sportliche Leitung den Abend nutzen würden, um ihren Partnern einen fast schon gläsernen Blick auf den VfB Oldenburg und seine Möglichkeiten zu gewähren. „Wir wollen Ihnen einmal aufzeigen, wo wir stehen, was wir bereits erreicht haben, aber auch deutlich machen, was uns fehlt. Und darüber hinaus hoffen wir nicht nur auf eine konstruktive, offene Diskussion, sondern auch auf viele tolle Ideen ihrerseits“, so Barysch bei seiner Begrüßung.

Zuvor allerdings wurden den Gästen eine Fülle an Informationen präsentiert.

Ist-Situation:
Der VfB Oldenburg spielt die erfolgreichste Saison seit Jahren. 70 Punkte hat die Mannschaft mittlerweile gesammelt. Eine Zahl, die so weder zu erwarten, noch zu planen gewesen ist. So sehr die Verantwortlichen sich über die Siege auch freuen, so sehr bringen diese auch Herausforderungen mit.

Wirtschaftliche Situation: „Die wirtschaftliche Situation des VfB ist schwierig und das ist sie seit Jahren. Der Verein lebt praktisch von der Hand in den Mund, weil er Jahr für Jahr ein Delta vor sich herschiebt, das aus der Vergangenheit resultiert“, so Barysch. An dieser Problematik wird sich kurzfristig nichts ändern, was in erster Linie dem aktuellen Erfolg geschuldet ist.

Kostenfaktoren: „Wir haben mit 53 Punkten geplant. Jetzt können es 76 Punkte werden und da wir unsere Spieler auch erfolgsabhängig bezahlen, entstehen hier Mehrkosten von bis zu 50.000 Euro“, erklärt Finanzvorstand Uwe Kühne, der ausdrücklich betont, dass sämtliche Zahlen des VfB nachhaltig belastbar sind. “ Alles wird versteuert und ist mit Sozialabgaben versehen. Das ist aus unserer Sicht ohne Alternative, obwohl wir ganz genau wissen, dass viele andere Vereine hier eine deutlich andere Praxis anwenden. Das wirkt sich im Wettbewerb natürlich negativ für uns aus.“

Veränderungen im Kader, auch mit Blick auf die mögliche Aufstiegschance, haben letztlich dazu geführt, dass der VfB das Budget für die Mannschaft – zu Saisonbeginn mit 20.000 Euro geplant – auf knapp 25.000 Euro aufgestockt hat. „Das ist unglaublich wenig im Vergleich zu unseren Konkurrenten und unfassbar wenig, wenn man den Erfolg sieht, aber für den Verein ist es schwer, diesen Etat darzustellen“, sagt Geschäftsführer Philipp Herrnberger. Dass der VfB dennoch eine herausragend gute Saison spiele, sei allen voran ein Verdienst von Mannschaft und sportlicher Leitung. „Unsere Spieler, unsere Trainer und alle, die mit dem sportlichen Bereich zu tun haben, machen einen super Job“, so Herrnberger weiter.

Problem Stadion:
Zwar hat der VfB mit mehr als 2.000 Fans im Durchschnitt die höchsten Besucherzahlen der Liga, dennoch wirke sich das nur bedingt positiv auf die Einnahmeseite aus. Die Fixkosten für den Stadionbetrieb sind vergleichsweise hoch. Der VfB muss überproportional viele Ordnungskräfte stellen, die Stadionreinigung bezahlen und vieles mehr, so dass für einen „normalen“ Spieltag Kosten in Höhe von mindestens 7.000 Euro entstehen. “ Etwa 120.000 Euro müssen pro Saison für den Spielbetrieb im Stadion aufgebracht werden. Hinzu kommen sehr eingeschränkte Möglichkeiten in punkto Komfort für die Zuschauer, gerade aber auch für die Sponsoren. Der VIP-Bereich ist nicht mehr zeitgemäß, es mangelt an Parkplätzen und selbst Lagerungsmöglichkeiten.

Die Stadionthematik hat allerdings in den vergangenen Monaten eine positive Dynamik angenommen. „Wir sind der Stadt, allen voran Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, sehr dankbar, dass sie eine Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht hat“, sagt Wilfried Barysch. Während der Verein parallel die Politik informiert, wird gemeinsam auch an einer Verbesserung der Ist-Situation gearbeitet.

Wettbewerb und Erfolge: Stadtintern steht der VfB in Konkurrenz zu zwei Bundesligisten. „Wir freuen uns mit den EWE Baskets und dem VfL Oldenburg über ihre Erfolge, ohne wenn und aber. Allerdings ist es für uns schwierig, dass wir als Viertligist hier ständig mit Bundesligisten verglichen werden, die ganz andere Möglichkeiten haben, auch personell. Wir sind stolz und freuen uns, dass wir unser Team auf vier erhöhen konnten“, sagt der VfB-Vorsitzende. Gleichwohl habe man in dieser Saison einen deutlich Schritt nach vorne gemacht. Die Marke VfB werde positiver wahrgenommen. Das Vertrauen in die handelnden Personen ist spürbar gestiegen, die Mitgliederzahlen steigen deutlich an und mit dem Fanshop „Blaue Burg“ sei eine ganz wichtige Anlaufstelle in der Stadt entstanden.

Perspektiven: Stand jetzt, kann der VfB den Etat für die kommende Saison nicht signifikant erhöhen. Das erschwert die personellen Planungen. „Wir können einfach nicht bieten, was viele andere Vereine zahlen. Das ist zum Teil zwei- bis dreimal so viel wie bei uns und natürlich fragt man sich, wie die das machen“, sagt Sportdirektor Ralf Voigt. Mit mehr Arbeit, mehr Scouting, mehr Gesprächen und letztlich mit mehr Training wollen die sportlich Verantwortlichen dieses Nachteile ausgleichen.

Parallel dazu versuchen Vorstand und Marketing die wirtschaftlichen Möglichkeiten zu verbessern. Ein wirklich großer Schritt in der Weiterentwicklung sei allerdings nur mit Hilfe eines strategischen Partners möglich, betont Philipp Herrnberger. Erfolg ist planbar, wenn man das Geld hat. Ein Investment im mittleren sechsstelligen Bereich sei notwendig, um die Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass ein Angriff auf die Meisterschaft als belastbares Ziel formuliert werden könne. Dabei denken die Verantwortlichen deutlich über den grünen Rasen hinaus. „Uns wäre schon viel geholfen, wenn wir die Trainingsbedingungen verbessern und zum Beispiel ins Scouting investieren könnten“, so Herrnberger weiter. Aus eigener Kraft könne der Verein das zurzeit aber nicht leisten, werde aber weiter intensiv an einer Verbesserung der Situation arbeiten, etwa durch neue Angebote an seine Partner und Sponsoren.

Im Anschluss an diese Darstellung entwickelte sich noch eine interessanten Diskussion, geprägt von vielen konstruktiven Fragen und Anregungen, auch und gerade durch die Sponsoren. Nicht zuletzt auch deshalb sieht sich der Vorstand des VfB Oldenburg darin bestätigt, auch in Zukunft einen offenen Dialog mit seinen Partnern und Sponsoren zu führen.

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