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RegionalligaDas ewig junge Nordwest-Derby

20. Mai 2016
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Die Saison endet mit einem echten Klassiker. Am Samstag, um 14 Uhr wird das ewig junge Nachbarschaftsduell zwischen dem VfB Oldenburg und dem SV Meppen angepfiffen und der eine oder andere Fußballfreund mag bedauern, dass die wesentlichen Entscheidungen in dieser Saison bereits gefallen sind. Trotzdem haben wir beim Gegner mal genauer hingeschaut.

Die Ausgangslage:
Tabellarisch sind die Fakten klar. Unsere Freunde aus dem Emsländischen werden die Spielzeit als Fünfter beenden. Die Blauen gehen nach einer sensationell anmutenden Saison als Vize-Meister in die Sommerpause. Wirkt sich das auf die Brisanz des Derbys aus? Sicher nicht! Weil der VfB den Gegner im Hinspiel mit 5:1 praktisch am Ring über dessen Grün geführt hat, werden die Gäste eine stattlich Portion Motivation mit nach Oldenburg bringen. Die Truppe von Dietmar Hirsch wiederum möchte sich natürlich mit einem Sieg von den Fans verabschieden.

Der Gegner: Sicherlich zählte der SV Meppen vor Saisonbeginn zu jenem erlesenen Kreis, dem ein gehöriges Mitspracherecht bei der Titelvergabe eingeräumt werden musste. Die Verantwortlichen hatten den Kader gezielt verstärkt, darüber hinaus wurden nahezu auf Vollprofitum gesetzt. Im Saisonverlauf zeigt sich dann aber schnell, dass es mit einem echten Kampf um die Spitze wohl nichts werden würde. Spätestens mit der desaströsen Hinspiel-Niederlage gegen den VfB waren alles Meisterschaftsträume Makulatur. Die Gründe dafür sind vielschichtig, allen voran darf Trainer Christian Neidhart allerdings einiges Verletzungspech anführen. Mit Max Kremer etwa ist ein Fixpunkt der Offensive über Wochen ausgefallen. „Uns haben zum Teil bis zu neun Stammspieler gleichzeitig gefehlt. Das konnten wir nicht kompensieren“, sagt der Fußballlehrer.

Die Leistungsträger: Ließe man in dieser Kategorie allein die Torschützenliste sprechen, an Muhamed „Hamudi“ Alawie würde kein Weg vorbeiführen. Der Ex-Oldenburger hat in 29 Spielen 17 Treffer erzielt. Im internen Wettstreit um die Torjägerkrone waren Erdogan Pini (8 Treffer) und Viktor Maier (7) chancenlos. Weil natürlich nicht allein die Tore zählen, muss man hier allerdings auch Martin Wagner, Janik Jesgarzewski, Sebastian Schepers oder Jens Robben nennen. Vor allem Routinier Robben hat nach wie vor großen Wert für die Mannschaft. „Er gibt immer alles, marschiert vorne weg“, lobt Neidhart den Ex-Profi, der gerne auch mal in die Rolle des Provokateurs schlüpft und im Derby regelmäßig heiß läuft.

Die Auswärtsbilanz: Durchwachsen bringt es wohl am besten auf den Punkt. Sechs Siege, zwei Unentschieden, acht Niederlagen und das bei 19:20 Toren. Die ganz große Gefahr haben die Emsländer in fremden Stadien jetzt nicht ausgestrahlt.

Der Trend: Seit dem 2:5 beim TSV Havelse Mitte April haben die Emsländer nicht mehr verloren, mehr noch, in den folgenden vier Spielen haben sie auch nur ein Gegentor kassiert. Klingt beeindruckend, kann aber schnell relativiert werden, bevor hier noch jemand zu viel Angst kriegt. Denn die Meppener haben lediglich zwei der vier Spiele auch gewonnen, 5:0 gegen den FC St. Pauli II und 2:1 gegen den SV Drochtersen/Assel. Dazwischen hieß es 0:0 gegen den BSV Rehden und den VfB Lübeck.

Das Hinspiel: Wir machen es uns einfach und lassen Fakten sprechen. Tore: 0:1 Kifuta Kiala Makangu (11.) traf aus kurzer Entfernung mit dem Kopf; 0:2 Alessandro Ficara (18.) mit Schmackes unter die Latte; 0:3 Kifuta Kiala Makangu (35.) steht, wo ein Torjäger stehen muss; 1:3 Johan Wigger (45.) sorgte kurzzeitig für Eintrübung der Oldenburger Feierlaund, 1:4 Marius Winkelmann (57.) hätte mit seinem feinen Schuss aus spitzem Winkel unbedingt für das „Tor des Monats“ nominiert werden müssen; 1:5 Dennis Engel (68.) trifft ins linke untere Eck und darf sich dann von den Fans feiern lassen.

Die Perspektive:
Das Vollprofitum ist im Emsland Geschichte. Der Verein muss den Etat deutlich reduzieren. Mindestens 160.000 Euro weniger stehen die Fußballern in der nächsten Saison zur Verfügung. Das entspricht einer Reduzierung um 15 Prozent. Insgesamt muss der SVM gut eine Viertelmillion einsparen, weil ein Hauptsponsor sich zurückzieht, ein weiterer wichtiger Sponsor sein Engagement reduziert. Das wird sich natürlich auch auf die Mannschaft auswirken. Fraglich ist, ob alle Leistungsträger bleiben. Vor allem Alawie wird kaum zu halten sein. „Der Junge wird mit Geld ja regelrecht bedroht“, sagt Christian Neidhart und denkt dabei an die Offerten, die seinem Torjäger vorliegen. Eigengewächs Lars Huxsohl bekommt keinen neuen Vertrag. Seinen Job zwischen den Pfosten soll Jeroen Gies einnehmen, der vom FC Groningen kommt und mit Benjamin Gommert um die Nummer eins kämpfen wird.

Die Blauen: Man darf gespannt sein, wen Trainer Dietmar Hirsch nominiert. Der Verein hat in dieser Woche seine Personalentscheidungen kommuniziert. Mindestens 13 Spieler werden den VfB verlassen. „Das darf für einen Spieler, der Ansprüche hat und das ist bei meiner Mannschaft so, kein Thema sein. Ich erwarte, dass alle in diesen 90 Minuten nochmal Gas geben. Der letzte Eindruck bleibt haften und egal, ob jemand geht, man muss alles tun, um erhobenen Hauptes nach Oldenburg zurückkommen zu dürfen“, sagt der Fußballlehrer.

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