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RegionalligaAb in den hohen Norden

27. August 2016
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Den klassischen Flensburg-Kalauer von wegen Punkte und Autofahren sparen wir uns an dieser Stelle. Denn angesichts der Schwere der Aufgabe, die am fünften Spieltag auf unsere Blauen wartet, ist die volle Konzentration gefordert. Der VfB Oldenburg spielt am Sonntag, um 14 Uhr bei Weiche Flensburg. Ein Kick, der es in sich hat, wie wir in unserer Vorschau gerne aufzeigen.

Der Start: Da reibt man sich doch die müden Äuglein oder? Weiche Flensburg, vor Saisonbeginn unbedingt zurecht ganz hoch gehandelt, nur auf Platz 13. Was ist das los? Ganz einfach, die „Eisenbahner“ sind noch nicht in Fahrt gekommen. Das überrascht auf den ersten Blick, denn ganz sicher hat der erlesen besetzte Kader das Potenzial, um eine ähnliche gute Serie zu spielen, wie in der vergangenen Saison. Flensburg spielte lange um den Titel mit und wurde am Ende Dritter. Das uns noch mehr traut VfB-Trainer Dietmar Hirsch den Flensburgern auch in dieser Saison zu. Allerdings war der Start ein eher misslicher. Die erste Weichenstellung (was für ein sprachlicher Schabernack) erfolgte in Wolfsburg und endete mit einem 2:2 beim Titelverteidiger mal gar nicht so schlecht. Am zweiten Spieltag die zweite Reise. Flensburg musste nach Meppen und wurde mit 3:0 vom emsländischen Rasen abgeräumt. Im vorgezogenen Spiel in Norderstedt folgte dann endlich der erste Sieg. 2:1 für die Nordlichter, die durchaus gehofft haben, jetzt Schwung aufzunehmen. Doch dem war nicht so. Gegen den Lüneburger SK hieß es 0:1. Klingt fast so, als hätte Flensburg am fünften Spieltag schon ein wenig Druck, denn eine neuerliche Niederlage würden jeden Gedanken in Richtung Tabellenspitze fast schon zu einem schlechten Witz verkommen lassen.

Das Personal: Eigentlich hat sich gar nicht so viel getan, sieht man davon ab, dass die Flensburger mit Torge Paetow einen Kicker nach Aalen verabschiedet haben, den sie sicher gerne gehalten hätte. Der jungen Defensivspieler hat die rechte Seite beackert, wurde zeitweise auch als Innenverteidiger eingesetzt und muss jetzt ersetzt werden. Wie macht man sowas in Flensburg? Ganz einfach, man schaut, wer bei Holstein Kiel loszueisen sein könnte. Fünf neue Kicker wurde geholt, deren vier aus Kiel. Außerdem kam der vormalige Wolfsburger Jannis Pläschke. Er soll seinen Dienst defensiv verrichten, für den Angriff wurden René Guder und Fabian Arndt verpflichtet. Allen voran Guder, den Kristian Arambasic dereinst gerne nach Oldenburg geholt hätte, könnte ein richtig guter Griff sein. Der flinke Angreifer hat nämlich einen Torriecher und aktuell bereits die Hälfte aller Flensburger Tore erzielt. Damit wären wir dann auch beim Problem der Gastgeber.

Die Offensivschwäche: Wenn hier vollmundig von der „Hälfte der Flensburger Tore“ die Rede ist, ist damit die bescheidene Anzahl von zwei Treffern gemeint, denn Weiche hat in vier Spielen genau viermal getroffen. Auch im Pokal wollte es nicht so richtig klappen. Gegen Holstein Kiel hieß es nach 90 Minuten 0:2. Das erstaunt ungemein, denn mit Guder, Arndt, aber auch mit Timm Wulf und Fiete Sykora haben die finanzstarken Flensburger eigentlich ausgesprochen treffsichere Offensivvirtuosen am Start.

Die Stärken: Weiche spielt physisch Fußball, das heißt, die Schleswig-Holsteiner bringen unglaublich viel körperliche Präsenz aufs Grün. Damit hatte der VfB in der Vergangenheit durchaus das eine oder andere Problem, denn nicht selten waren die Blauen körperlich unterlegen. Defensiv steht Flensburg überaus sicher, nach vorne wird immer mal wieder der lange Ball bevorzugt. Ausgesprochen gefährlich sind die Weicher außerdem bei Standards. Merke: der „freie Drop“ rund um den eigenen Strafraum sollte tunlichst vermieden werden.

Die Einschätzung: Der VfB hat sich in den vergangenen Wochen von Spiel zu Spiel gesteigert. Die Blauen sind in Flensburg alles andere als chancenlos, denn in dieser Saison ist die Truppe von Cheftrainer Dietmar Hirsch körperlich mal richtig gut dabei. Beispiel gefällig? Im Training wurden am Freitag verschiedene offensive Spielzüge geübt. Dabei rauschte eine Flanke in den Strafraum und Torhüter Jannik Wetzel sah sich zur Faustabwehr genötigt. Dumm nur, dass Joshua Adomako zum Kopfball hochgestiegen war. Sekunden später landete der junge Torhüter, selbst keineswegs klein an Statur, unsanft auf dem Grün und wurde kurz darauf mit schmerzverzerrtem Gesicht ausgewechselt. „Ist schon mal jemand von euch gegen eine Wand gelaufen“, lautete hinterher seine Frage in Richtung der Zuschauer. Kurzum, der Blauen haben genug lange Kerls am Start, um auch in Flensburg chancenreich um die Lufthoheit zu ringen.

Überhaupt sollten die Oldenburger das Spiel mit viel Selbstvertrauen angehen. Fußballerisch wird es immer besser, Kampfgeist und Leidenschaft hat die Mannschaft ohnehin immer gezeigt. Ruft sie ihr Potenzial ab und geht konzentriert ins Spiel, ist der dritte Sieg in Folge möglich. Klar ist aber auch, dass man Flensburg nicht unterschätzen darf. „Die Mannschaft hat individuelle Klasse, ist sehr erfahren und deutlich eingespielter als wir“, urteilt Dietmar Hirsch.

Personell sieht es ebenfalls gut aus. Von den vier Langzeitverletzten einmal abgesehen, steht der komplette Kader zur Verfügung. Allein Dietmar Hirsch ist angeschlagen, muss weiterhin mit Unterarmhilfen gehen und kann längst nicht so aktiv ins Spiel und Training eingreifen, wie er gerne würde. „Die Situation ist ungewohnt, aber mein Co-Trainer Ronny Klause macht das super und die Jungs ziehen auch super mit, was einmal mehr ihren guten Charakter aufzeigt“, sagt der Trainer, der sich mit der Mannschaft bereits am Samstag auf den Weg Richtung Norden macht. Zu spät kommen wollen die Oldenburger schließlich auf keinen Fall.

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