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RegionalligaVfB ohne Punkte in Flensburg

29. August 2016
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Flensburg. Ohne Punkte musste der VfB Oldenburg am Sonntag die Rückfahrt aus dem hohen Norden antreten. Die Blauen unterlagen in einem hochklassigen, weil sehr intensiven und kampfbetonten Spiel mit 1:3 bei Weiche Flensburg. Während die Gastgeber ausgelassen ihren glücklichen Sieg feierten, konnten die Oldenburger nicht begreifen, warum sie dieses Spiel verloren hatten.

Bereits vor dem Anpfiff waren dunkle Wolken aufgezogen, der Himmel hatte gezürnt, es donnerte und blitzte einige Male. Doch pünktlich zum Spielbeginn war es dann ruhig, einzig der eine oder andere Tropfen vom Himmel. Die Erfrischung von oben tat dem Spiel allerdings gut, denn es ging direkt schwungvoll los. Dabei waren es die ganz in Weiß aufdribbelnden Oldenburger, die anfänglich den Takt vorgaben.

Bereits nach drei Minuten tauchten die Oldenburger erstmalig gefährlich vor dem Tor der Flensburger auf. Nach einer feinen Kombination über die sehr agilen Moritz Waldow und Daniel Franziskus kam Andreas Pollasch zum Abschluss, konnte Torhüter Florian Kirschke aber nicht überwinden.

Dass in Flensburg selten Schönheitspreise vergeben werden, sehrwohl aber der rustikale Fußball sein Zuhause hat, musste Pollasch eine knappe Minute später erfahren. Nedim Hasinbegovic schickten den Oldenburger mit einem Ellenbogenstoss Richtung Kopf mal direkt unsanft aufs Grün. Die zwingend fällige gelbe Karte ließ der insgesamt sehr sichere und gute Schiedsrichter André Schönheit hier allerdings stecken.

Warum er allerdings in der elften Minute ebenfalls darauf verzichtete, war nicht mehr nachvollziehbar. Diesmal hatte René Guder die Sense ausgepackt und Michael Denz von den Beinen geholt. Eines allerdings konnten dieser Szene entnommen werden. Flensburg war jedes Mittel recht, um sich ins Spiel zu kämpfen und das klappte auch immer besser. Nach zwanzig Minuten hatten die „Eisenbahner“ ihre erste Chance. Nach einer Flanke von der rechten Seite zielte Tim Wulff mit einem Kopfball allerdings am Tor vorbei.
Die Oldenburger zeigten sich noch unbeeindruckt, mehr noch, Pollasch setzte mit einem Foul an Guder ebenfalls ein rustikales Zeichen (22. Minute). Der „rächte“ sich fünf Minuten später. Dallas Sikes hatte einen Pass direkt in die Füße eines Gegenspielers geschoben, dessen Zuspiel Guder nutzte und den Ball unter Patrick Nettekoven hindurch zum 1:0 ins Tor bugsierte (27.). Das war ein Schock für den VfB, der sicht- und spürbar einige Minuten benötigte, um wieder ins Spiel zu finden.

Das stockte jetzt jedoch. Vor allem über die linke Seite ging wenig bis gar nichts. Thorsten Tönnies konnte zwar noch den einen oder anderen Zweikampf für sich entscheiden, Ibrahim Temin indes kam kaum dazu, Akzente zu setzen. Dennoch hätte der Ausgleich durchaus fallen können. Drei Minuten vor dem Pausenpfiff schnappte sich Andi Pollasch die Kugel und startete einen fulminanten Sololauf, denn er mit einem Flachschuss vollendete, doch Florian Kirschke tauchte ab und lenkte den Ball zur Ecke.

Dietmar Hirsch reagierte auf das Spiel seiner Mannschaft mit einer personellen Veränderung. Für Dallas Sikes kam mit Beginn der zweiten Halbzeit Leon Lingerski ins Spiel. Während der ehemalige Bremer sich auf die linke Seite der Viererkette orientierte, wechselte Thorsten Tönnies nach rechts. Ehe die Umstellung allerdings Wirkung zeigen konnte, kassierten die Oldenburger den zweiten Nackenschlag. Nach einem Zuspiel in den Rückraum konnte Guder frei abziehen und traf durch die Beine von Freund und Feind hindurch zum 2:0 (46.).

Drei Minuten später hätte Jannick Ostermann den Sack zumachen könnten, doch er verfehlte das Oldenburger Tor mit seinem Kopfball knapp. Das allerdings war für lange Zeit die letzte gute Offensivaktion der Flensburger, denn als hätte jemand einen Schalter umgelegt, spielten fortan nur noch die Gäste. In der 55. Minute hatte Temin allerdings noch Pech. Er traf mit seinem Kopfball nur das Außennetz.

Dietmar Hirsch reagierte erneut. Für Temin kam in der 57. Minute Christopher Kramer ins Spiel, Azong wechselte auf die linke Außenbahn, Kramer orientierte sich ins Angriffszentrum. Die Veränderungen zeigten Wirkung. Kramer wuselte im Strafraum und sorgte für Gefahr, links hatte Lingerski gute Szenen und das zahlte sich aus. Nach einer Flanke des Außenverteidigers brachte ein Abwehrspieler seinen Torhüter in höchste Not. Kirschke lenkte den Ball zwar an die Latte, doch dann war Daniel Franziskus zur Stelle und krönte seine abermals starke Leistung mit dem 1:2 (58.).

Das war ein Wirkungstreffer. Weiche wackelte jetzt bedenklich und der Ausgleich lag in der Luft. Azong jedoch fehlten mit einem feinen Schuss Zentimeter (60.). Die Oldenburger drängten und drückten, allein der Ball wollte einfach nicht über die Linie. Längst hatte Flensburgs Trainer Daniel Jurgeleit die Not seiner Mannschaft erkannt und mit einem Wechsel reagiert. Stürmer Tim Wulff musste für den defensiveren Patrick Thomsen Platz machen (68.). Zwei weitere Wechsel sollten noch folgen, allein schon, um Zeit von der Uhr zu nehmen. Überhaupt hatten die Gastgeber es jetzt nicht mehr eilig. Wann immer sich ihnen die Chance bot, das Spiel langsam zu gestalten, wurde selbige genutzt.

In der Schlussphase reagierte Dietmar Hirsch nochmals. Für Moritz Waldow kam der lange Nikolas Eiter ins Spiel. Allein es sollte nichts mehr nutzen. Im Gegenteil. In der Nachspielzeit erhöhte Thomsen sogar noch auf 3:1 und sorgte für grenzenlosen Jubel bei jenen Zuschauern unter den offiziell 320 Besuchern, die der Heimmannschaft die Daumen drückten. Die wenigen, aber sehr lautstarken Oldenburger indes verabschiedeten sich abklatschenderweise von der Mannschaft.

Dietmar Hirsch: Es ist schon sehr, sehr ärgerlich, dass wir hier nichts mitnehmen. Flensburg wird gar nicht erklären können, warum sie gewonnen haben. Wir müssen aber so selbstkritisch sein und zugeben, dass bei den ersten beiden Toren individuelle Fehler von uns vorausgegangenen sind. Außerdem müssen wir aus der Vielzahl unserer Chancen einfach mehr machen. In dieser Liga bekommt man nicht so viele Chancen und es hat sich erneut gezeigt, dass jeder kleine Fehler bestraft wird.

Thorsten Tönnies: Wir haben sicher nicht unser bestes Spiel gemacht. Trotzdem war hier mehr drin. Wir machen entscheidende Fehler vor dem Tore, hauen danach aber alles raus und hätten mindestens den Ausgleich machen müssen.

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