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RegionalligaVfB muss Punkte teilen

4. September 2016
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Der VfB Oldenburg kann in dieser Saison gegen den BSV Rehden offenbar nicht gewinnen. Vor 1.443 Zuschauern kamen die Blauen nicht über ein 2:2 gegen die Kicker aus dem Landkreis Diepholz hinaus. Der Fußball war nach dem Schlusspfiff allerdings Nebensache, denn das Spiel wurde durch eine schwere Verletzung von Daniel Franziskus überschattet.

Knappe zehn Minuten vor Schluss hatte der bis dahin einmal mehr bärenstark aufspielende Franziskus einen Ball mit einem Fallrückzieher geklärt, war dabei aber von einem Gegenspieler angegangen worden. Der Oldenburger landete dann derart unglücklich auf dem Rücken, dass er vom Platz getragen und bis weit nach Spielschluss behandelt werden musste. Um kein Risiko einzugehen, wurde sogar ein Notarzt geholt. Noch liegt keine Diagnose vor, vermutet wird allerdings eine Brustwirbelfraktur. „Mir fällt es gerade schwer, die richtigen Worte zum Spiel zu finden. Jetzt ist erstmal wichtig, wie es Daniel geht“, erklärte VfB-Trainer Dietmar Hirsch unmittelbar nach Spielschluss.

Die Zuschauer hatten zuvor ein spannendes, sehr kampfbetontes Spiel gesehen, das durchaus von Nickligkeiten geprägt war. Dietmar Hirsch hatte seine Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche auf zwei Positionen verändert. Laurel Aug verteidigte in der Viererkette rechts, Leon Lingerski links. Damit einher gingen auch taktische Veränderungen. Daniel Franziskus, diesmal links offensiv am Ball, hatte mit Thorsten Tönnies die Seite getauscht.

Die damit einhergehende Oldenburger Spielidee drohte allerdings nach wenigen Minuten schon über den Haufen geworfen zu werden. Nach einem Pass in die Schnittstelle war Moses Lamidi zur Stelle, umkurvte VfB-Torhüter Patrick Nettekoven und traf zum 0:1 (4. Minute). Ein Schock für die Blauen, dessen Wirkung durchaus einige Minuten spürbar war. Doch die Gastgeber kämpften sich ins Spiel und das mit Erfolg.

Nach einem kurzen Schütteln war es Laurel Aug, der den ersten schönen Angriff der Blauen einleitete. Seinen Pass nutzte Conrad Azong, um Thorsten Tönnies in Szene zu setzen und der wurde direkt von zwei Gegenspielern derart ungeschickt angegangen, dass Schiedsrichter Tim Skorczyk sofort auf den Elfmeterpunkt zeigte (11. Minute). Daniel Franziskus schnappte sich den Ball und traf sicher zum 1:1.

Auch diesmal war es ein Wirkungstreffer, denn die Oldenburger fanden jetzt immer besser ins Spiel und erhöhten die Schlagzahl spürbar. Immer wieder sahen sich die Gäste deshalb genötigt, den Spielfluss durch taktische Fouls zu unterbrechen. Ein folgenloser Ellenbogenstoss von Corvin Behrens ins Gesicht von Franziskus zählte leider auch dazu. Die Blauen ließen sich davon aber nicht beeindrucken, sondern versuchten die Rehdener fußballerisch unter Druck zu setzen. Das gelang im zunehmenden Spielverlauf immer besser und sollte sich auch auszahlen.

In der 37. Minute wurde der agile Azong angespielt, der den Ball mit der Brust stoppte und direkt auf Moritz Waldow weiterleitete. Dessen scharfe Flanke wiederum nutzte Thorsten Tönnies zum jetzt unbedingt verdienten Führungstreffer. Kurz darauf mussten die Gäste zudem wechseln. Yanni Nuxoll kam für den angeschlagenen Marcel Polomka ins Spiel (42.).
Der VfB seinerseits wollte am liebsten noch vor der Pause für klare Verhältnisse sorgen und hätten selbiges in Person von Conrad Azong auch beinahe geschafft. Der Angreifer konnte nach einem Konter in der letzten Minute allerdings durch ein Rehdener Duo gerade noch gestoppt werden.

Die nächste Chance zum dritten Treffer hatten die Gastgeber kurz nach dem Wiederanpfiff, doch nach einer Ecke rauschten Frederik Lach und Leon Lingerski nahezu im Duett am Ball vorbei. Statt des möglichen 3:1 lag der Ball dann plötzlich auf der anderen Seite im Tor. Einen Pass von der rechten Seite nutzte der eingewechselte Maciej Zieba, um abzuziehen. Lach fälschte den Ball dann derart unglücklich ab, dass Nettekoven keine Chance mehr hatte.

Ein Punkt war Dietmar Hirsch in diesem Spiel sichtlich zu wenig und deshalb nahm der VfB-Trainer nach einer guten Stunde einen Doppelwechsel vor. Für Conrad Azong und Moritz Waldow kamen Ibrahim Temin und Christopher Kramer ins Spiel und mit beiden nochmal neuer Schwung. Vor allem Temin spielte mit seinem Gegenspieler auf der linken Seite Katz und Maus und ließ den Rehdener immer wieder ganz alt aussehen.

Zuvor allerdings war Milos Mandic gefordert. Jeff Gyasi hatte Franziskus von den Beinen geholt. Den fälligen Freistoss trat der Oldenburger dann selbst mit viel Gefühl derart gekonnt, dass Mandic katzengleich abheben musste, um den Ball noch zur Ecke lenken zu können (65.).

Kurz darauf war es Temin, der für Kramer auflegte, doch erneut war Mandic zur Stelle (71.). Die Oldenburger, bei denen in der 78. Minute noch Max Wilschrey für den verletzten Leon Lingerski ins Spiel kam, blieben druckvoll, Rehden hingegen zog sich zurück, um über Konter für Gefahr zu sorgen.

In der 82. Minute allerdings sollte Oldenburger Spielfluss sein Ende finden. Die Verletzung von Franziskus hatte schließlich zur Folge, dass der VfB die Schlussphase in Unterzahl über die Bühne bringen musste, was letztlich auch gelang.

Stimmen zum Spiel

Stephan Ehlers, Trainer BSV Rehden: Wir sind ganz gut rein gekommen und auch in Führung gegangen. Beim Ausgleich macht Thorsten das dann schon sehr clever und nach dem 2:1 war der VfB dann am Drücker. Wir haben uns in der Pause geschüttelt und wollten rausgehen und nochmal was versuchen. Ich denke, das 2:2 war verdient. Für uns war es sicher ein Punktgewinn.

Dietmar Hirsch, Trainer VfB Oldenburg: Wir drücken jetzt erstmal Daniel die Daumen, jeder versteht sicher, dass Fußball jetzt nebensächlich ist. Zum Spiel ganz kurz. Ich bin natürlich nicht zufrieden. Wir wollten keine langen Bälle spielen, die braucht man nicht. Das haben wir lange gut gemacht, aber ausgerechnet vor dem 2:2 spielen wir so ein Ding auf unseren kleinsten Spieler. Damit haben wir Rehden eingeladen. Trotzdem war es nach dem 1:1 richtiger Fußball, wir hatten da eine klar erkennbare Idee. Kritisch muss man sagen, dass wir zu wenig aus unseren Chancen machen. In der Regionalliga kann man sich das einfach nicht leisten.

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