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RegionalligaVfB verliert in Hildesheim 1:2

10. September 2016
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Hildesheim. Die Oldenburger Erfolgsserie in Hildesheim ist gerissen. Jahrelang hatten die Blauen in Südniedersachsen mit schöner Regelmäßigkeit die Punkte entführt, doch diesmal reichte es nicht. Nach 90 umkämpften Minuten hieß es 2:1 für die Gastgeber. Der eingewechselte Tim Franke drehte das Spiel in der zweiten Halbzeit.

Hochsommerliche Temperaturen um die 30 Grad ließen schon vor dem Anpfiff erahnen, dass der Siegeswille in diesem Spiel nachhaltigen Einfluss auf den Ausgang nehmen würde. Dietmar Hirsch hatte sich für die Elf der Vorwoche entschieden, sprich auch Daniel Franziskus konnte Dienst tun. Der Mittelfeldspieler hatte die Folgen seiner Verletzung vom vergangenen Sonntag überstanden.

Das Spiel selbst begann mit 15-minütiger Verspätung. Einige VfB-Fans, die mit dem Zug unterwegs waren, hatten Hildesheim nicht rechtzeitig erreicht und Schiedsrichter Kevin Rosin stimmt zu, den Anpfiff zu verschieben. Als der Ball dann endlich getreten wurde, entwickelte sich ein chancenarmes Spiel, das von vielen Fehlern geprägt war. Es dauerte bis zur 11. Minute, ehe Andreas Pollasch aus der Distanz zum Schuss ansetzte und Nils Zumbeel im Hildesheimer Tor erstmals geprüft wurde.

Nach einer halben Stunde, mittlerweile waren auch die Oldenburger Zugfahrer lautstark aufgelaufen und die Spieler hatten sich während einer Trinkpause stärken können, kamen die Gastgeber zu ihrer ersten Chance. Einen Schuss von Benedict Plaschke konnte die VfB-Abwehr aber zur Ecke klären. Wirklich viele Höhepunkte hatte das Spiel allerdings nicht zu bieten. Beide Mannschaften neutralisierten die Offensivbemühungen des Gegners bereits im Mittelfeld, entsprechend zäh war die Darbietung.

Die Oldenburger ihrerseits versuchten es schließlich mit einer Umstellung. Thorsten Tönnies und Daniel Franziskus tauschten die Seiten und diesen beiden war schließlich auch der Höhepunkt in Halbzeit eins vorbehalten. Thomas Ströhl hatte Tönnies rüde von den Beinen geholt, den fällig Freistoss zirkelte Franziskus an den Pfosten. Zumbeel glaubte sich noch im Glück, das war Tönnies schon zur Stelle und staubte zum 0:1 ab (38.).

Angesichts der Temperaturen sollte die Führung den Blauen eigentlich entgegen kommen, zumal sie bis dahin defensiv nicht wirklich etwas zugelassen hatten. Das wiederum war in erster Linie Joshua Adomako geschuldet, der praktisch jede Lücke stopfte und brenzlige Situationen oft schon im Ansatz verhinderte. Hildesheim wirkte geschockt und das Spiel wäre bereits nach der ersten Halbzeit entschieden gewesen, hätten die Gäste in der finalen Szene nicht noch einmal unentschuldbar geschludert. Nach einem Konter brachte Franziskus den Ball von der rechten Seite in die Mitte, Moritz Waldow ließ das Spielgerät passieren und der aufgerückte Leon Lingerski hätte Zumbeel eigentlich fragen können, wohin er das Rund denn gerne hätte. Am Ende allerdings traf der Oldenburger den Torhüter. Statt des möglichen 0:2 bliebt es beim 0:1. Das sollte sich noch rächen.

Für Lingerski kam nach der Pause Nikolas Eiter ins Spiel und er stand kaum auf dem Platz, als er direkt schon mal Torhüter Patrick Nettekoven auf die Schulter klopfen konnte. Der hatte nach einem Schuss von Benedict Plascke toll reagierte und den durchaus möglichen Ausgleich verhindert (48.).

Das war allerdings ein Startsignal für die Hildesheimer, die das Spiel jetzt immer besser in den Griff bekamen. Die Oldenburger machten viel zu wenig, ließen sich in die eigene Hälfte drängen und bekamen kaum noch Gelegenheit, konstruktive Entlastungsangriffe zu starten. Allein der omnipräsente Adomako hatte sichtlich etwas gegen den aus Gäste-Sicht höchst unangenehmen Spielerlauf und stopfte weiterhin die sich vermehrt auftuenden Löcher.

Dietmar Hirsch reagierte mit dem zweiten Wechsel und brachte Leon Neldner für Moritz Waldow ins Spiel (56.). Zuvor hatten auch die Hildesheimer reagiert und Thomas Sonntag an Stelle von Marvin Ibekwe zum sportlichen Tuns auf den sattgrünen Rasen beordert (51.).

Das Spiel kannte jetzt allerdings nur noch eine Richtung, auf das VfB-Tor. Zwar waren die Hildesheimer noch nicht zwingend, doch Abdülbaki Hot setzte mit einem Kopfball, der das Tor nur knapp verfehlte, die nächste Duftmarke (61). Es dauerte bis zur 67. Minute, ehe endlich die Oldenburger mal wieder gefährlich wurden. Einen Konter über Conrad Azong und Thorsten Tönnies vollendete Andreas Pollasch, verfehlte mit einem strammen Schuss das Tor aber knapp (67.).

Jetzt war es an Mario Block, den Joker zu ziehen. Er brachte Tim Franke für Dominic Hartmann ins Spiel und konnte nach 94 Minuten für sich reklamieren, damit alles richtig gemacht zu haben. Zuvor allerdings waren die Blauen nochmal dran. Der angeschlagene Thorsten Tönnies hatte just für Christopher Kramer Platz gemacht, da sah sich Zumbeel zu einer Glanztat genötigt. Die entsprang allerdings mehr dem Zufall. Conrad Azong hatte auf Laurel Aug gepaßt, der von einem Gegenspieler derart attackiert wurde, dass der daraus resultierende Pressschlag zum gefährlichen Schuss aufs Tor mutierte. Der Torhüter konnte ihn allerdings noch zur Ecke lenken.

Zwei Minuten später war das auf der anderen Seite nicht der Fall. Nach einer Flanke von der rechten Seiten war Tim Franke zur Stelle und traf zum 1:1 ins kurze Eck. Frust auf Seiten des VfB, ein Energieschub dagegen für die Hildesheimer, die jetzt mehr wollten und bekamen. In der Nachspielzeit legte Christoph Lange für Tim Franke auf, der nicht richtig angegangen wurde und zum verdienten 2:1 traf.

Mario Block, Trainer Hildesheim: Wir wollten unbedingt gewinnen und das war entscheidend. Nach dem Rückstand haben wir alles versucht. Kompliment an die Mannschaft. Bei den Temperaturen hat sie das gut gemacht.

Dietmar Hirsch: Der Sieg ist verdient, wir hätten gewinnen können, haben aber leichtfertig drei Punkte verschenkt. Wir müssen zwingend vor der Pause das 2:0 machen, aber diese Szene war sinnbildlich. Es fehlte einfach die Überzeugung. Mit der zweiten Halbzeit bin ich total unzufrieden. Es hat heute die Mannschaft gewonnen, die den Sieg mehr wollte. Wir haben katastrophale Gegentore bekommen. Es kann nicht sein, dass der Gegner in der Nachspielzeit so frei zum Kopfball kommt. Ich hoffe, dass jetzt jedem klar ist, dass es nur mit nett nicht geht.

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