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Regionalliga3:0-Sieg gegen Egestorf

18. September 2016
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Der VfB Oldenburg ist in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Vor 1.545 Zuschauern besiegten die Blauen den 1. FC Germania Egestorf/Langreder auch in der Höhe verdient mit 3:0. Getrübt wurde die Stimmung der Gastgeber allerdings durch einen Platzverweis von Daniel Franziskus.

An einem unterhaltsamen Spätsommerabend störten sich die Protagonisten auf beiden Seiten einzig an Schiedsrichter Philip Roedig und seinen Assistenten, die fraglos nicht unbedingt einen „Sahnetag“ erwischt hatten und acht gelbe Karten verteilten. Außerdem wurde VfB-Trainer Dietmar Hirsch auf die Tribüne geschickt, nachdem er ein Markierungshütchen zur Seite geworfen hatte, weil er sich über eine Entscheidung der Unparteiischen geärgert hatte.

Dabei hatte der Oldenburger Trainer zuvor durchaus Grund zur guten Laune. Hirsch hatte seine Mannschaft auf mehreren Postionen umgebaut. Rechts verteidigte erstmals Frederik Lach und, das sei vorweggenommen, er machte es gut. Michael Denz rückte neben Joshua Adomako in die Innenverteidigung, Thorsten Tönnies nach links. Im zentralen Mittelfeld kam Muhittin „Erdem“ Bastürk zu seiner Premiere und bildete mit Andreas Pollasch die Doppelsechs. Komplettiert wurde das Mittelfeld durch Ibrahim Temin und Daniel Franziskus, die mehrfach die Seiten wechselte. Conrad Azong spielte eine hängende Spitze, vorne drin durfte Christopher Kramer erstmals anfangen.

Die Gäste, die nach einem längeren Aufenthalt im Stau sehr spät in Oldenburg angekommen waren, gingen von Beginn an durchaus physisch zur Sache. Als Konsequenz daraus resultierte nach fünf Minuten der erste Freistoß. Kramer war gelegt worden und umgehend schnappte sich Franziskus den Ball, um ihn zum Schrecken von Torhüter Markus Straten-Wolf direkt zu verwandeln.

Ein perfekter Auftakt für die Blauen, die ein sehr hohes Tempo vorgaben und die Egestorfer unter Druck setzten. Damit konnte allen voran Mirko Dismer nicht umgehen, denn der Mannschaftskapitän der Gäste ließ sich sogar zu einer verbalen Entgleisung hinreißen, die allerdings folgenlos blieb. Wirklich besser sollte seine Laune aber auch in den folgenden Minuten nicht werden, denn der VfB blieb druckvoll und war sichtlich bemüht, das zweite Tor zu erzielen. Mit Erfolg.

Der bärenstarke Temin schnappte sich in der 19. Minute die Kugel, nachdem Azong seinen Gegenspieler erfolgreich attackiert hatte, zog ab und traf zum 2:0. Vier Minuten später, diesmal von Franziskus in Szene gesetzt, scheiterte Temin nur knapp.

Der VfB war in dieser Phase klar Herr im Ring und hätte bis zur Pause sogar höher führen können. Egestorf kam offensiv praktisch zu keinen Möglichkeiten und wehrte sich allenfalls durch teils überhartes Einsteigen. So hätte Marvin Stieler zwingend die gelbe Karten erhalten müssen, nachdem er in der 45. Minute mit gestrecktem Bein gegen Azong eingestiegen war. Die Pfeife von Schiedsrichter Roedig gab aber keinen Ton von sich. Dafür zückte der Unparteiische Sekunden später den gelten Karton gegen Pollasch, der klar den Ball gespielt hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Egestorf übrigens schon den ersten Wechsel vornehmen müssen. Sebastian Bönig hatte sich bei einem Pressschlag mit Pollasch derart weh getan, dass er nicht weiterspielen konnte (43.).

Nach dem Wechsel gehörte die ersten gefährliche Szene aber dann doch mal den Gästen. Joshua Siegert hatte abgezogen und das Oldenburger Tor nur knapp verfehlt (48.). Es sollte der Auftakt für zahlreiche Aufgeregtheiten sein, denn immer wieder ging es jetzt ruppig zu, ohne dass diese Fouls wirklich geahndet wurden. Dafür setzte es aber Verwarnungen bei vergleichsweise harmlosen Zweikämpfen, was beide Trainer nachhaltig ärgerte.

Dietmar Hirsch war schließlich derart sauer, dass er sich erdreistete, ein Hütchen wegzuwerfen, mit dem die Coachingzone markiert war. Animiert durch seinen Assistenten sah sich der Schiedsrichter daraufhin genötigt, den VfB-Trainer auf die Tribüne zu schicken (51.).

Vier Minuten später war das Spiel dann für Daniel Franziskus vorbei. Der Oldenburger Angreifer hatte eine gelbe Karte kassiert, ohne das ersichtlich gewesen wäre, wofür. Darüber noch sauer, sprang der Oldenburger dann bei einem Egestorfer Einwurf mit hochgerissenen Armen in die Luft und berührte den Ball mit der Hand – gelb-rot (55.).

In Unterzahl zogen sich die Oldenburger etwas zurück und überließen den Gästen deutlich mehr Ballbesitz, blieben bei Kontern aber durchaus gefährlich. Das konnte man vom Spiel der Egestorfer letztlich nicht sagen. „Schießt doch mal aufs Tor“, forderte deren Trainer Jan Zimmermann ohne Erfolg.

Auf der anderen Seite hätten die Blauen durchaus früher einen dritten Treffer markieren können, doch sowohl Lach als auch Azong fehlten nach Kontern die Kraft im Abschluss. Die Oldenburger, die im Spielverlauf noch Dallas Aminzadeh (für Kramer) sowie Moritz Waldow (für Azong) und später auch Nicolas Eiter (für Temin) brachten, erhöhten schließlich vom Punkt auf 3:0.

Temin war im Strafraum gelegt worden und Schiedsrichter Roedig entschied ohne zu zögern auf Elfmeter. Thorsten Tönnies verwandelte sicher und setzte damit ein Ausrufezeichen hinter eine gute Leistung.

Jan Zimmermann, Trainer Egestorf: Glückwunsch an den VfB. Ich denke, wir haben gar kein schlechtes Spiel gemacht. Es sind Kleinigkeiten, die uns fehlen. Wir haben vorne einfach keine Durchschlagskraft. Der VfB hat es uns dann vorgemacht. Ich nehme aber viel Positives mit.

Dietmar Hirsch: Wichtig war heute, dass wir die Grundtugenden wieder auf den Platz gebracht haben. Kämpfen, Laufen, arbeiten und mit Leidenschaft Fußball spielen. Wir haben in Unterzahl nichts zugelassen und den Elfmeter erzwungen. Auch die Umstellungen haben Wirkung gezeigt.

Muhittin Bastürk: Es hat heute echt Spaß gemacht, aber ich bin jetzt wirklich kaputt.

Conrad Azong: Ich bin total glücklich, aber jetzt müssen wir nächste Woche in St. Pauli nachlegen. Nach dem Spiel bin ich zu Erdem gelaufen, um ihm zu seiner Leistung zu gratulieren. Er hat noch keine Luft für 90 Minuten, aber gezeigt, dass es auf den Willen ankommt. Das war echt klasse.

Daniel Franziskus: Mein Handspiel war natürlich eine dumme Aktion. Ich bin stocksauer, weil ich jetzt natürlich nächste Woche fehle. Das darf mir nicht passieren, aber ich war nach der vollkommen unberechtigten ersten gelben Karte dermaßen sauer und voller Emotion. Klar, dass ich dafür in die Mannschaftskasse zahle.

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