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RegionalligaUmstrittener Elfmeter

25. September 2016
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Frust, Ärger, Wut, Enttäuschung. Die Gemütslage bei Spielern, Offiziellen und Fans des VfB Oldenburg war am Sonntagnachmittag nicht wirklich positiv. Bis zur 72. Minute durften die Gäste vor knapp 400 Zuschauer auf einen Auswärtssieg beim FC St. Pauli II hoffen, dann zeigte Schiedsrichter Mario Birnstiel auf den Elfmeterpunkt und das Spiel kippte. Am Ende stand eine 1:2-Niederlage der Oldenburger.

Im Vergleich zur Vorwoche hatte Dietmar Hirsch seine Mannschaft lediglich auf einer Position verändert. An Stelle des gesperrten Daniel Franziskus hatte der VfB-Trainer Marc Meunier nominiert. Während dieser im Zentrum agierte, rückte Conrad Azong aus der offensiven Zentrale nach rechts. Auf Seiten der Gastgeber kam aus dem Profi-Kader Torhüter Philipp Heerwagen zum Einsatz.

Das sollte sich auszahlen, denn Heerwagen stand bereits nach wenigen Minuten im Mittelpunkt. Ibrahim Temin hatte Meunier in Szene gesetzt, dessen Zuspiel wiederum nutzte Kramer zum Abschluss, doch der Pauli-Torhüter verhinderte mit einer Parade das 0:1 (3. Minute). Es war eine Szene mit Signalwirkung, denn die Blauen übten vom Anpfiff an viel Druck aus und dominierten das Geschehen. Drei Ecken in den ersten fünf Minuten waren die Folge.

Der Oldenburger Druck blieb bei sommerlichen Temperaturen hoch und als Folge dessen hatten die von gut 150 Fans lautstark angetriebenen Gäste auch die zweite gute Chance des Spiels. Nico Empen hatte Thorsten Tönnies von den Beinen geholt. Andreas Pollasch schnappte sich den Ball, doch sein wuchtiger Freistoss wurde noch abgefälscht, allerdings direkt vor die Füße von Kramer, der den Ball aber nicht an Heerwagen vorbeispitzeln konnte (18.).

In der Folge fanden dann die Paulianer besser ins Spiel und kamen ihrerseits zu Chancen. So war Jan-Marc Schneider in der 24. Minute schneller als Bastürk und passte zielgenau in die Mitte. Hier allerdings brachte Dennis Rosin das Kunststück fertig, den Ball über das leere Tor zu schießen. Kurz vor der Pause dribbelte sich Tim-Julian Pahl durch die Oldenburger Abwehr und hatte ebenfalls die Führung auf dem Fuß, doch Patrick Nettekoven im VfB-Tor demonstrierte seine Klasse und hielt die Null fest.

Nach dem Seitentausch waren es erneut die Oldenburger, die den Taktstock dieses Spiels in die Hand nahmen. Ein Freistoss von Christopher Kramer verfehlte das Tor allerdings noch deutlich (49.). Immerhin, die Gäste blieben jetzt dran, drückten auf die Führung und das nach 52 Minuten durch die Mithilfe von Moritz Waldow, der für Conrad Azong eingewechselt wurde.
Die Hamburger ihrerseits blieben mit schnellen Kontern über die Außen immer gefährlich. In der 57. Minute brachte Pahl den Ball auf Marcell Sobotta, der aus kurzer Distanz zwingend die Führung hätte erzielen müssen, aber verzog. Durchatmen beim VfB, der drei Minuten später dann die erste Duftmarke setzte.

Temin hatte sich im Kopfballduell gegen Michel Ambrosius durchgesetzt und eine Ecke herausgeholt. Da diese zu kurz abgewehrt wurde, konnte sich Andreas Pollasch aus etwas mehr als zwanzig Metern als Kunstschütze versuchen und wuchtete den Ball zur Führung ins Tor (60.).

Zwei Minuten später dann der nächste Wechsel beim VfB. Für Marc Meunier kam Nicolas Eiter ins Spiel, der kurz darauf mit ansehen konnte, wie Tönnies das 0:2 auf dem Fuß hatte. Temin hatte mit dem Kopf aufgelegt, und „Torte“ war schlicht zu schnell für seinen Gegenspieler, zielte allerdings aus spitzem Winkel am langen Eck vorbei (68.) und das sollte sich rächen.

Der unermüdlich rackernde Tönnies hatte bei dem Versuch eine Flanke zu verhindern seinen Gegenspieler Joel Keller berührt. Der Ball war zu diesem Zeitpunkt allerdings längst im Toraus und Schiedsrichter Birnstiel wollte folgerichtig auf Abstoß entscheiden. Doch sein Assistent hatte etwas dagegen, denn er hob die Fahne und sorgte so dafür, dass der Schiedsrichter zum Entsetzen der Oldenburger auf den Elfmeterpunkt zeigte.

„Achtet auf den zweiten Ball“, lautete die lautstark Richtung Spielfeld gerufene Ansage an die Oldenburger Kicker und das aus gutem Grund, denn Patrick Nettekoven tauchte reaktionsschnell ab und brachte eine Hand an den Ball. Selbst den Nachschuss konnte der starke VfB-Torhüter parieren, doch die Gastgeber waren jetzt gedankenschneller und Schneider erzielte das 1:1 (73.).

Die Fehlentscheidung sollte Folgen haben, denn jetzt bekamen die Gastgeber die „zweite Luft“. Nur drei Minuten nach dem Ausgleich zirkelte Yiyoung Park einen Freistoß an die Latte (76.). Dietmar Hirsch reagierte auf den zunehmenden Hamburger Druck mit einem weiteren Wechsel. Dallas Aminzadeh kam für den ausgepumpten Ibrahim Temin ins Spiel (80.), das sich zu einem offenen Schlagabtausch entwickelte und tatsächlich hätte es ein „happy end“ für die Blauen geben können, vielleicht sogar müssen, denn nach einem feinen Chip von Michael Denz kam Eiter frei zum Kopfball, doch der Ball landete in den Händen von Heerwagen (86.).

Der Ärger darüber war noch nicht vorbei, da gab es den nächsten Nackenschlag, denn nach einem langen Ball konnten die Oldenburger nicht klären. Zwar reagierte Nettekoven erneut zweimal überragend, doch am Ende konnte der eingewechselte Marian Andre Kunze zum 2:1 abstauben.

Stimmen zum Spiel

Joachim Philipkowski: Endlich haben wir den Bock umgestoßen. Wir haben richtig gut gegen den Ball gespielt. Es war ein verdienter Sieg, beim Elfmeter sage ich, dass es Körperkontakt gab und das ist im Strafraum dann Elfmeter. In 34 Spielen einer Saison gleicht sich das sicher aus.

Dietmar Hirsch: Wir sind gut ins Spiel gekommen, waren griffig und hatten in der ersten Halbzeit zwei hundertprozentige Chancen. Ab Mitte der Halbzeit waren wir dann nicht mehr so dicht dran, aber Patrick Nettekoven hat zweimal super reagiert. Mit der Führung wurden wir dann sicherer, bis der Schiedsrichter den Elfmeter pfeift. Dadurch kippt das Spiel. Aus meiner Sicht eine klare Fehlentscheidung, aber dann hält unser Torhüter überragend und wir sind nicht wach genug. Das gleiche passiert uns beim zweiten Tor. Die Niederlage war total unnötig.

Thorsten Tönnies: Davon abgesehen, dass wir dieses Spiel nie verlieren dürfen, war der Elfmeter eine klare Fehlentscheidung, das haben sogar die Hamburger gesagt. Ein Witz, den darf er nie geben. Der Ball war lang gespielt und ich habe meinen Gegenspieler nicht gefoult.

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