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RegionalligaVfB überzeugt auf ganzer Linie

2. Oktober 2016
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Oldenburg. Der VfB Oldenburg hat für ein echtes Ausrufezeichen gesorgt. Vor 1.908 Zuschauern besiegten die Blauen des VfB Lübeck mit 3:0. Der Sieg gegen keineswegs schlechte Gäste ging auch in dieser Höhe in Ordnung.

Dietmar Hirsch hatte seine Formation im Vergleich zum Spiel in der vergangenen Woche erneut geändert. Daniel Franzikus, der seine Sperre abgesessen hatte, kehrte in die Mannschaft zurück. Außerdem brachte der VfB-Trainer Dallas Aminzadeh als linken Verteidiger. Freddy Lach rückte zurück in die Innenverteidigung und Thorsten Tönnies agierte rechts. Michael Denz und Marc Meunier nahmen dafür auf der Bank Platz.

Schon die ersten Szenen machten deutlich, welche Taktik Hirsch seiner Mannschaft gegen den Tabellendritten mit auf den Weg gegeben hatte. Die Oldenburger zogen sich bei Ballbesitz der Gäste zurück, hatten praktisch immer elf Spieler hinter dem Ball. Darüber hinaus gingen die Blauen, von Dietmar Hirsch über 90 Minuten immer wieder lautstark angetrieben, sehr aggressiv und leidenschaftlich zuwerke. Der VfB habe seiner Mannschaft von Beginn an den Schneid abgekauft, sollte Gäste-Trainer Rolf Martin Landerl hinterher sagen.

Zu Beginn allerdings hatten die Gäste ein optisches Übergewicht, ohne dass sie sich nennenswerte Möglichkeiten erspielen konnten. Ein Schuss von Marvin Thiel, der das Ziel deutlich verfehlte, war noch die beste Chance (15. Minute). Die Oldenburger wiederum brauchten gute zwanzig Minuten, dann allerdings hatten sie sich ins Spiel gearbeitet und kamen ihrerseits gefährlich vor das Tor der Grün-Weißen.

In der 24. Minute wurde es erstmalig gefährlich. Andreas Pollasch hatte Franzikus geschickt, der sich wiederum rechts durchgesetzt und perfekt für Christopher Kramer aufgelegt, der in allerbester Torjägermanier zum 1:0 für seinen VfB traf.

Der Treffer war wie eine Befreiung für die Oldenburger, die von Minute zu Minute stärker wurden und auf den zweiten Treffer drängten. Nur drei Minuten nach der Führung wurde Franzikus erneut geschickt, diesmal durch den beeindruckend zweikampfstarken Muhittin Bastürk, und es darf spekuliert werden, dass Schiedsrichter Yannick Rath wohl auf den Elfmeterpunkt gezeigt hätte, wäre Franzikus nach einer Attacke von Torhüter Jonas Toboll zu Boden gegangen. Der Oldenburger ließ sich aber nicht fallen, passte vielmehr wieder in die Mitte, diesmal kam Kramer aber nicht mehr zum Abschluss.

Aber die Blauen hatten den Gegner jetzt im Griff und waren dem zweiten Treffer deutlich näher als die Gäste dem Ausgleich, die jetzt auch eine Partnerschaft mit dem Glück eingingen. Nach einem Foul am einsatzfreudigen Ibrahim Temin schnappte sich Franzikus den Ball. Der Kunstschütze vom Dienst schaute nur einmal kurz und setzte den Ball dann maßgenau über die Mauer an den Innenpfosten (35.).

Fünf Minuten später hatte Joshua Adomako Pech bei einem Kopfball, ehe Conrad Azong die Oldenburger Mühen schließlich belohnte. Von Pollasch großartig angespielt, belohntes ich der junge Stürmer endlich einmal für sein einsatzfreudiges Tun, blieb nervenstark und zielte flach zum 2:0 ins Tor (40.). Unmittelbar vor der Pause kamen dann die Gäste nochmal zu einer Möglichkeit, doch Maurice Maletzki zielte freistehend über das Tor (44.).

Nach dem Wechsel blieben die Oldenburger spielbestimmend und waren erneut einem Tor näher als die Gäste. Im Mittelfeld gewannen Pollasch und Bastürk fast jeden Zweikampf und im defensiven Zentrum gab es für die Lübecker gegen Lach und Adomako ohnehin kein Durchkommen. Überhaupt verdiente sich die Oldenburger Abwehr heute ein Sonderlob. Aminzadeh etwa, der erstmals links verteidigte, machte ein ganz starkes und fehlerloses Spiel. Der US-Amerikaner überzeugte aber nicht nur defensiv, indem er Junior Eboth-Etchi zur Wirkungslosigkeit verurteilte, sondern fand immer wieder Zeit, die Offensive anzukurbeln.

Vorne wiederum entwickelten Kramer, Franzikus und Temin wieder und wieder Gefahr, die sich schließlich mit dem 3:0 auszahlen sollte. Diesmal war Temin gelegt worden und wieder setzte Franziskus zum Schuss an. Diesmal allerdings machte er es noch etwas genauer und traf von der Seite in den Knick (70.).
Nur eine knappe Minute später tanzte sich Temin durch die komplette Lübecker Abwehr, allein die Krönung seines tollen Solos war ihm nicht vergönnt, denn sein feiner Schuss ging knapp am langen Pfosten vorbei.

Die Lübecker wehrten sich, doch gegen die leidenschaftlich kämpfenden Oldenburger fanden sie in den neunzig Minuten kein Mittel. Kamen sie doch mal durch, stand ihnen in Torhüter Patrick Nettekoven ein aufmerksamer Schlussmann gegenüber, der in der Nachspielzeit mit einer tollen Parade das 1:3 verhinderte und so dafür sorgte, dass die Oldenburger zum zweiten Mal ein Heimspiel mit 3:0 für sich entscheiden konnten.

Rolf Martin Landerl, Trainer VfB Lübeck: Der Sieg geht völlig in Ordnung. Oldenburg war so aggressiv wie erwartet und hat uns den Schneid abgekauft. Wir haben gut angefangen, aber mit dem 0:1 war es schon gelaufen. Uns hat einfach die Griffigkeit gefehlt, die den Gegner heute ausgezeichnet hat.

Dietmar Hirsch: Ich bin natürlich hochzufrieden. Fußball ist ein Zweikampfsport und die Jungs haben sich heute reingearbeitet und die Tore verdient. So stelle ich mir Fußball vor, wir müssen so eklig spielen, mit allen was wir haben arbeiten. Die Jungs sind natürlich jetzt platt, aber total euphorisch. Atletico Madrid spielt jede Woche diesen aggressiven Fußball und da müssen wir auch hinkommen, diese Leistung kontinuierlich abrufen. Das ist jetzt die Meßlatte.

VfB Oldenburg: Patrick Nettekoven – Joshua Adomako, Frederik Lach, Andreas Pollasch, Daniel Franziskus (83. Björn Hakansson), Conrad Azong, Ibrahim Temin, Thorsten Tönnies, Christopher Kramer (65. Marc Meunier), Dallas Aminzadeh, Muhittin Bastürk (81. Laurel Aug)

VfB Lübeck: Jonas Toboll – Gary Noel, Sven Mende, Henrik Sirmais, Marcello Meyer (65. Joshua Gebissa), Marvin Thiel (75. Stefan Richter), Junior Ebot-Etchi (75. Kubilay Büyükdemir), Maurice Maletzki, Patrick Bohnsack, Moritz Marheineke, Kevin Weggen

Tore: 1:0 Christopher Kramer (24.); 2:0 Conrad Azong (40.); 3:0 Daniel Franziskus (70.)
Schiedsrichter: Yannick Rath (OT Bremen) – Assistenten: Allen Chen (TuS Komet-Arsten), Ralf Iwanowski (SC Borgfeld)
Gelbe Karte: Muhittin Bastürk (2.), Christopher Kramer (2.), Marc Meunier, Daniel Franziskus (2.), Björn Hakansson / Junior Ebot-Etchi, Henrik Sirmais (2.), Kubilay Büyükdemir (2.), Moritz Marheineke (3.)

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