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RegionalligaTraumtor von Azong

16. Oktober 2016
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Ein Schuss wie ein Blitz, Einschlag inklusive. Durch ein Traumtor von Conrad Azong hat der VfB Oldenburg gegen den VfL Wolfsburg II mit 1:0 gewonnen. Hochverdient, wie nach unterhaltsamen 90 Minuten festgehalten werden muss, auch wenn das nicht jeder so sehen wollte.

VfB-Trainer Dietmar Hirsch hatte seine Mannschaft auf zwei Postionen verändert. Für Andreas Pollasch, der nach einer Blinddarmoperation zuschauen musste, rückte Laurel Aug ins defensive Mittelfeld. Im Tor stand erstmalig in dieser Saison Jannik Wetzel. Leistungsgründe hätten den Ausschlag für die Veränderung zwischen den Pfosten gegeben, so Hirsch.

Die Blauen begannen von knapp 3.000 Zuschauern mit viel Schwung. Schnell wurde deutlich, dass die Blauen sich mit genau so viel Energie ins Spiel kämpfen wollten, wie vor 14 Tagen, beim 3:0-Sieg über den VfB Lübeck. Die Gäste wiederum standen sehr tief, waren vor allem darauf bedacht, das eigene Tor zu verteidigen und setzen keinerlei offensive Akzente. Auch in spielerischer Hinsicht blieb der Bundesliga-Nachwuchs vieles schuldig.

Der VfB dominierte, versuchte das Spiel immer wieder breit zu machen und dann über die Außenbahnen mit Tempo in den Rücken der Abwehr zu gelangen. Das klappte indes nur bedingt. Vor allem zu Beginn der Partie schlichen sich immer wieder Fehlpässe ein. Doch im zunehmenden Spielverlauf wurden die Oldenburger immer stärker. Klare Chancen blieben vor dem Seitenwechsel allerdings die Ausnahme, wenngleich die Gastgeber etwa bei Standards immer wieder gefährlich waren.

Die beste Chance zur Führung hatte vor der Pause Daniel Franziskus auf dem Fuß. Nach einem feinen Zuspiel von Dallas Aminzadeh zog der VfB-Torjäger allerdings aus vollem Lauf drüber (40.). Kurz zuvor hatten die Wolfsburger ihrerseits die Führung auf dem Fuß. Der aufgerückte Julian Klamt scheiterte mit einem Kopfball aus ganz kurzer Distanz allerdings am toll reagierenden Jannik Wetzel (34.).

Nach dem Seitenwechsel sollte der Kick noch intensiver und teils auch ruppiger werden, wenngleich der hervorragende Schiedsrichter Lars Thiemann das Geschehen jederzeit im Griff hatte und nie wirkliche Hektik aufkommen ließ. Am Spielverlauf selbst änderte sich nichts. Wolfsburg übte sich weiterhin im destruktiven Spiel, der VfB machte Druck, sichtlich bemüht, die entscheidende Lücke zu finden.

In der 58. Minute wurde es dann erstmals wirklich lauter. Laurel Aug hatte sich in den Strafraum gedribbelt und war hier zu Fall gekommen. Der mögliche Elfmeterpfiff blieb aber aus (58.) . Kurz darauf versuchte sich Franziskus erneut als Kunstschütze. Schon in der ersten Halbzeit hatte er das Tor zweimal nur knapp verpasst und auch jetzt zielte er bei einem Freistoss um Zentimeter vorbei (62.).

Vier Minuten darauf brannte es im Wolfsburger Strafraum dann lichterloh. Nach einer Ecke des VfB konnten die Gäste nicht klären und Aminzadeh kam aus kurzer Distanz zum Abschluss, zielte aber über den Winkel. Das hätte die Führung sein müssen! Die allerdings sollte noch einige Minuten auf sich warten lassen, wenngleich die Wartezeit sich letztlich gelohnt hat.

Conrad Azong war es vorbehalten, die Blauen mit einem Treffer der Marke „Traumtor“ in Führung zu bringen. Erneut konnten die Wolfsburger eine Situation nicht klären und der junge Offensivspieler nahm den zu kurz abgewehrten Ball direkt, um ihn per Dropkick in die Maschen zu hämmern (74.).

Es war die längst verdiente Führung für die deutlich stärkere Mannschaft. Wolfsburg reagierte auf den Rückstand im weiteren Verlauf mit drei Wechseln, die jedoch allesamt verpufften. Zwar erhöhten die Gäste in der Schlussphase den Takt, wirklichen Druck konnten sie aber nicht ausüben, was auch der sehr aufmerksamen Oldenburger Deckung geschuldet war. Überhaupt überzeugte der VfB im Spiel gegen den Ball, sowohl durch konsequentes Zweikampfverhalten als auch durch hohe Laufarbeit. Schon die Spitzen, Christopher Kramer und Conrad Azong, attackierten den ballführenden Wolfsburger bereits in deren Hälfte, woraus viele Ballgewinne resultierten.

Am Ende hatten die Oldenburger dann das nötige Glück. In der Nachspielzeit kamen die Wolfsburger zentral vor dem Tor noch zu einem Freistoß, der sein Ziel allerdings knapp verfehlte. Während die Gäste frustriert in die Kabinen gingen, wurden die Oldenburger von ihren Zuschauern gefeiert. Ein ähnlich unterschiedliches Bild stellte sich dann auch bei der Pressekonferenz dar, in der vor allem der Gäste-Trainer eine höchst exklusive Sicht der vorangegangenen Spielminuten hatte.

Stimmen zum Spiel

Valerien Ismael: Wir haben ein gutes Spiel gemacht, waren sehr geduldig. Das wollten wir auch sein. Durch die Mehrfachbelastung hat uns die letzte Woche viel Kraft gekostet, deshalb haben wir diese Taktik gewählt. Der Plan ist auch gut aufgegangen. Wir hatten die Chance zur Führung. Der Sonntagsschuss hat uns dann aber gut getroffen. Durch die Niederlage treten wir auf der Stelle. Wir müssen bis zum Winter noch Punkte sammeln. Noch ist alles möglich.

Dietmar Hirsch: Ich habe, von unserem Sieg in Meppen einmal abgesehen, lange keinen verdienteren Sieg mehr gesehen. So destruktiv und passiv hat hier zuletzt nur Eichede gespielt. Da haben wir keinen Dosenöffner gefunden, heute schon. Wir hatten den Gegner anders erwartet, deutlich offensiver. Wir hatten ja fast achtzig Prozent Ballbesitz. Conrad hat uns dann mit seinem Traumtor belohnt. Ich bin mächtig stolz auf die Jungs und kann versprechen, dass wir uns in Meppen zerreissen werden.

Statistik

VfB Oldenburg: Jannik Wetzel – Thorsten Tönnies, Frederik Lach, Joshua Adomako, Dallas Aminzadeh – Muhittin Bastürk, Laurel Aug – Daniel Franziskus, Conrad Azong (83. Moritz Waldow), Ibrahim Temin (90+2. Marc Meunier) – Christopher Kramer (90+1. Nicolas Eiter)
Trainer: Dietmar Hirsch

VfL Wolfsburg II: Alexander Brunst-Zöllner – Marvin Kleihs, Julian Klamt, Sebastian Wimmer, Hendrik Hansen, Nicolas Abdat (76. Oskar Zawada) – Marcel Stutter – Sebastian Stolze, Justin Möbius, Robert Herrmann – Marcel Reichwein (68. Anton Donkor)
Trainer: Valérien Ismaël

Tore: 1:0 Conrad Azong (71.)

Schiedsrichter/in:
Lars Thiemann (TuS Wagenfeld) – Assistenten: Christian Hoyer (SV Dreye), Sebastian Otto (HSC Hannover)
Zuschauer: 2841

Gelbe Karte: Daniel Franziskus (4.), Muhittin Bastürk (4.), Conrad Azong / Julian Klamt (5., gesperrt), Hendrik Hansen

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