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RegionalligaFranziskus trifft zum 0:1

23. Oktober 2016
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„Derbysieger“! Laut und ausgelassen feierten die Spieler des VfB Oldenburg mit ihren mitgereisten Fans den zweiten Auswärtssieg der Saison und was für einen. Mit einer leidenschaftlichen, kampfstarken Vorstellung siegte der VfB Oldenburg beim SV Meppen mit 1:0. Daniel Franziskus traf bereits nach sechs Minuten für die Blauen, die in der Folge als Mannschaft überzeugten und sich auf ihren starken Torhüter Jannik Wetzel verlassen konnten.

Offiziell verkündete der SV Meppen eine Zuschauerzahl von 5.822. Gefühlt waren sicherlich noch zwei- bis dreitausend Besucherinnen und Besucher mehr im Stadion und denen wurden ein tolles Spiel geboten. Bereits nach vier Minuten war klar, dass in diesem Derby keine Nettigkeiten ausgetauscht werden sollten. Meppens Jovan Vidovic gönnte sich ein erstes taktisches Foul gegen Conrad Azong. Die dafür zwingend fällige gelbe Karte gab es vom ansonsten guten Schiedsrichter Dennis Senning allerdings nicht.

Selbige kassierte keine sechzig Sekunden später allerdings Muhittin Bastürk, der seinen Gegenspieler erstmals zu Fall gebracht hatte. Dass der Oldenburger anschließend so unbeeindruckt weiterspielte als sei nichts passiert, zeigte fraglos seine große Klasse. Bitter ist indes, dass Bastürk nach dem fünften gelben Karton am kommenden Sonntag, beim Spiel gegen den Lüneburger SK fehlen wird.

Die nächste Szene gehörte wieder den Gastgebern, die sich auf der rechten Seite durchsetzen konnten. Die scharfe Flanke konnte Torjäger Benjamin Girth allerdings nicht nutzen. Während sich die Emsländer noch ärgerten, konterte der VfB und wie. Ein langer Pass erreichte Daniel Franziskus, der seinem Gegenspieler entwischte und den Ball über Torhüter Benjamin Gommert lupfte, allerdings den Pfosten traf. Die Gastgeber wollten schon aufatmen, die Oldenburger sich ärgern, da hatte Franziskus bereits reagiert und zum 0:1 getroffen (6. Minute).

spielbericht_meppen_away_1617_2Der Rückstand ließ erstmalig die Sicherungen von Zuschauern durchbrennen, die hinter der Oldenburger Bank saßen. Sie schleuderten mehrere volle Bierbecher auf die jubelnden Oldenburger und das nicht zum einzigen Mal während der 90 Minuten. Freigetränke dieser Art sollte es noch mehrmals geben.

Zurück auf den Platz. Wer gehofft hatte, der Rückstand könnte eine Schockwirkung auf die Gastgeber haben, lag daneben. Meppen war sichtlich bemüht, die Schlagzahl zu erhöhen und suchte mit schöner Regelmäßigkeit den Weg über Marius Kleinsorge, der sich mit Dallas Aminzadeh intensive Duelle lieferte. In der 12. Minute konnte sich Kleinsorge aber mal durchsetzen und passgenau auflegen, doch der Kopfball von Born klatschte an die Latte. Glück für den VfB.

Drei Minuten später war es kein Glück, sondern eine grandiose Reaktion von Jannik Wetzel, die die Blauen vor dem Ausgleich bewahrte, nachdem Kleinsorge abgezogen hatte. In der Folge allerdings bekamen die Gäste das Spiel immer besser in den Griff. Meppen kam aus dem Spiel heraus kaum noch zu zwingenden Aktionen, blieb aber bei Standard-Situationen gefährlich. So etwa in der 39. Minute, als sich Girth mit einem Kopfball versuchte, Wetzel allerdings erneut schnell reagierte. Überhaupt strahlte der junge Oldenburger Torhüter, der sein zweites Spiel für den VfB absolvierte, viel Ruhe aus. Wetzel war beeindruckend reaktionsschnell auf der Linie und mutig, wenn es darum ging, Flanken abzufangen.

Kurz vor der Pause waren es schließlich die Blauen, die nochmals für Gefahr sorgten. In der 41. Minuten gönnte sich Ibrahim Temin ein tolles Solo über den ganzen Platz und passte scharf nach Innen. Christopher Kramer kam allerdings einen Schritt zu spät (41.). Eine knappe Minute später kam Kramer dann zum Abschluss, hätte hier allerdings besser nach rechts gepasst, wo gleich zwei Mitspieler frei standen.

Nach dem Wechsel sollte das Spiel an Intensität noch zunehmen. Meppen wollte mit aller Macht auf den Ausgleich drängen und haderte schnell mit Schiedsrichter Senning. Gleich zweimal forderten die Emsländer einen Strafstoß, doch der Unparteiische hatte die Szenen anders gesehen.

Während die Gastgeber den Druck erhöhten, zog sich der VfB weit zurück und machte die Räume klug zu. Die Emsländer kamen nur noch selten in den Rücken der Abwehr, zudem entschieden die Oldenburger die Mehrzahl der Zweikämpfe für sich. Allein ein entscheidender Konter sollte dem VfB nicht gelingen. Nach einer knappen Stunde hätte es so weit sein können. Der unermüdlich rackernde Laurel Aug hatte den Ball erkämpft und Conrad Azong in Szene gesetzt, der allerdings an Gommert scheiterte.

Auf der anderen Seite kam Girth gefährlich zum Abschluss, zielte allerdings freistehend daneben (67.). Meppens Trainer Christian Neidhart war fraglos der Verzweiflung nah, während Dietmar Hirsch die verbalen Ausrutscher der Zuschauer mit einem charmanten Lächeln zur Kenntnis nahm.

Als schließlich Vidovic in der 78. Minute einen Kopfball neben den Oldenburger Kasten platzierte, deutete sich der Spiel-Ausgang an. Die Emsländer hatten einfach zu viele Möglichkeiten ausgelassen, zudem hatte der VfB das Spiel längst im Griff und musste allein noch bei Standards etwas zittern.

Dietmar Hirsch reagierte in der Schlussphase noch mit drei Wechseln. Für die abgekämpften Franziskus, Temin und Azong brachte er Michael Denz, Björn Hakansson und Nicolas Eiter, die sich sofort gut einfügten und ebenfalls mit viel Leidenschaft agierten. Am Ende hatte schließlich Joshua Adomako noch die Ruhe, einen Ball vor der Torlinie zu klären (87.), dann durften sich die Oldenburger für die Feier bereit machen.

Stimmen zum Spiel

Christian Neidhart: Es gab zwei Entscheidende Situationen. Benjamin Girth hat vor dem Oldenburger Tor das 1:0 auf dem Fuß, Born trifft die Latte. Wir haben uns für den Aufwand nicht belohnt. Ich weiß auch nicht, ob der Schiedsrichter nicht nach dem Foul an Kleinsorge Elfmeter geben muss. Gegen einen sehr defensiven VfB war es nicht so einfach. Ich habe trotzdem acht Chancen auf dem Zettel. Aus meiner Sicht hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen, das ist ärgerlich. Wir haben aber alles probiert.

Dietmar Hirsch: Ich bin hochzufrieden mit dem Ergebnis, vor allem aber mit der Art und Weise, wie wir aufgetreten sind. Unser Kader ist zurzeit sehr klein, wir hatten nur noch 16 Spieler und auch deshalb bin ich sehr stolz auf die Mannschaft und darauf, wie wir aufgetreten sind. Der Druck wurde von Minute zu Minute größer, aber wir haben defensiv gut gestanden. Gefährlich wurde es natürlich bei Standards. Es war von Anfang an hektisch und eines Derbies würdig. Jetzt werden wir uns erholen und in der nächsten Woche versuchen, gegen Lüneburg zu gewinnen. Ich will eigentlich niemand herausheben, weil wir als Mannschaft überzeugt haben, aber Jannik Wetzel hat heute ein sehr gutes Spiel gemacht, das war fehlerfrei, er hat sich ein Extralob verdient.

Daniel Franziskus: Einfach geil, aber mit tut alles weh. Ich habe schon einige Tritte einstecken müssen. Es war eine tolle Mannschaftsleistung. Ich bin froh, dass wir jetzt zwei Tage frei haben und uns erholen können.

Thorsten Tönnies: Großartig, ich kann gar nicht sagen, warum es hier immer klappt, aber umso schöner ist ja, dass wir gewonnen haben. Das war eine starke Leistung der ganzen Mannschaft. Unser Dank gilt den Fans, die uns super unterstützt haben.

Zahlen, Daten & Fakten

SV Meppen: Benjamin Gommert – Janik Jesgarzewski, David Vrzogic, Jovan Vidovic, Sebastian Schepers – Menno Heerkes (70. Thorben-Johannes Deters), Thilo Leugers – Martin Wagner – Marius Kleinsorge, Benjamin Girth, Mirco Born
Trainer: Christian Neidhart

VfB Oldenburg: Jannik Wetzel – Thorsten Tönnies, Frederik Lach, Joshua Adomako, Dallas Aminzadeh – Muhittin Bastürk, Laurel Aug – Daniel Franziskus (84. Björn Hakansson), Conrad Azong (80. Michael Denz), Ibrahim Temin (88. Nicolas Eiter) – Christopher Kramer
Trainer: Dietmar Hirsch

Tore: 0:1 Daniel Franziskus (6.)

Schiedsrichter/in:
Dennis Senning (SC Marklohe) – Assistenten: Nils-René Voigt (Hannoverscher SV), Daniel Harting (Eintracht Afferde)
Zuschauer: 5822 in der Hänsch-Arena

Gelbe Karte: Janik Jesgarzewski, Martin Wagner (4.) / Muhittin Bastürk (5., gesperrt), Nicolas Eiter, Jannik Wetzel

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