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RegionalligaFranziskus ganz cool vom Punkt

30. Oktober 2016
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Mancher VfB-Freund mag am Sonntag mit einem flauen Gefühl im Magen den Weg ins Marschwegstadion angetreten haben. Bekanntlich hätten die Blauen vor dem Spiel gegen den Lüneburger SK eine lange Ausfallliste zu beklagen können. Doch statt zu jammern zauberten die Gastgeber vor 2.046 Zuschauern eine klasse Leistung auf den Rasen und siegten mit 1:0.

Es war ein hoch verdienter Erfolg des VfB, der damit das vierte Heimspiel in Folge ohne Gegentor gewonnen hat. Daniel Franziskus verwandelte in der 30. Minute einen Elfmeter zum Sieg. Die Oldenburger überzeugten diesmal nicht nur mit viel Kampfgeist, sondern in erster Linie auch mit viel spielerischer Finesse und, fast wird es zur Gewohnheit, der Erfolg war nicht etwa das Ergebnis individueller Klasse, sondern einer starken Mannschaftsleistung geschuldet.

Schon nach neun Minuten wurde es für die Gäste erstmals gefährlich. Daniel Franziskus war auf der rechten Seite durchgestartet. Ein Lüneburger Abwehrspieler konnte die scharfe Hereingabe aber in höchste Not klären und hätte den Ball beinahe ins eigene Tor gespielt.

Die folgende Ecke nutzte erneut Franziskus zu einer tollen Vorlage. Diesmal schraubte sich der aufgerückte Frederik Lach in die Luft, verfehlte das Tor der Gäste mit einem wuchtigen Kopfball aber knapp. Der VfB war klar am Drücker und zu keiner Minute wurde deutlich, dass Trainer Dietmar Hirsch mit dem gesperrten Muhittin Bastürk und dem noch nicht wieder ganz fitten Andreas Pollasch beide etatmäßigen Sechser ersetzen musste. Das fiel nicht weiter ins Gewicht, weil Moritz Waldow und Laurel Aug eine klasse Leistung ablieferten. Vor allem Aug begeisterte die Fans mit seiner Zweikampfstärke, gab praktisch keinen Ball verloren und fand zudem noch Zeit, das Offensivspiel seiner Mannschaft anzukurbeln. Dass er bereits nach 18 Minuten eine gelbe Karte kassiert hatte, blieb beim souveränen Auftritt des jungen Oldenburgers nebensächlich.

Die Lüneburger, immerhin Tabellenvierter, waren aber mehr als ein Sparringspartner und versteckten sich keineswegs. Nach einer guten Viertelstunde setzten die Gäste den ersten offensiven Akzent. Torjäger Gökan Isitan zog aus der Distanz ab, doch Jannik Wetzel, erneut ein sicherer Rückhalt, lenkte den Ball zur Ecke.

Die Mehrzahl der offensiven Aktionen wurde indes für die Blauen gezählt. So auch in der 23. Minute, als Waldow mit der Hacke für den unermüdlich rackernden Christopher Kramer auflegte und der gleich dreimal nacheinander zum Schuss kam. Doch erst wurde der Ball von einem Abwehrspieler geblockt, dann war der beste Lüneburger, Torhüter Ole Springer, mit einer tollen Parade zur Stelle (23. Minute).

Kurz darauf war dann aber auch Springer machtlos. Nach einem langen Pass von Franziskus stürmte Thorsten Tönnies in den Strafraum und wurde von Jannis Opalka ganz humorlos umgetreten. Der Lüneburger Abwehrspieler kam in dieser Szene einfach eine Sekunde zu spät und erwischte den Oldenburger am Schienbein. Der auffallend gute Schiedsrichter Patrick Mewes zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt und Franziskus verwandelte zur Führung (30.).

Selbige hätten die Oldenburger bis zur Pause eigentlich noch ausbauen müssen. Allen voran Conrad Azong, der sich einmal mehr für seinen Einsatz unzählige Fleißkärtchen verdiente, kam wiederholt zum Abschluss, traf aber nicht. So auch in der 37. Minute, als Joshua Adomako mustergültig aufgelegt hatte. Azong versuchte den Ball mit dem Kopf gegen die Laufrichtung des Torhüters zu spielen, zielte aber daneben.

Lüneburgs Trainer Elard Ostermann reagierte auf dem Rückstand mit einem ersten Wechsel. Zur Beginn der zweiten Halbzeit brachte er Nick Gutmann für George Kelbel, der von Frederik Lach und Joshua Adomako zur vollständigen Wirkungslosigkeit verurteilt worden war. Ein Schicksal, das auch seinem Nachfolger drohen sollte, denn die beiden Oldenburger Innenverteidiger räumten auch in den zweiten 45 Minuten beeindruckend ab.

Wie zuvor hatten die Blauen erneut mehr vom Spiel und abermals war es Azong, der den zweiten Treffer auf dem Fuß hatte, jedoch an Springer scheiterte (46.). Kurz darauf musste der Torhüter dann seine ganze Klasse aufbieten, um eine Entscheidung aufzuschieben. Daniel Franziskus hatte sich den Ball zum Freistoß zurechtgelegt und begleitet vom Beifall des Publikums ganz genau gezielt. Doch Springer gelang es, das Spielgerät aus dem Winkel zu fischen (51.).

Kurz darauf war der Kick für den Oldenburger Torschützen allerdings beendet. Nach einem Foul hatte sich Franziskus eine Verletzung an der Hüfte zugezogen und musste für Marc Meunier Platz machen. Dieser besetzte fortan das Zentrum, Waldow rückte nach rechts.

Im zunehmenden Spielverlauf entwickelte sich eine intensive Begegnung mit Chancen auf beiden Seiten. Azong, diesmal mit einem „Zuckerpass“ von Ibrahim Temin geschickt, zielte knapp am Tor vorbei (74.), auf der anderen Seite versuchte sich erneut Isitan, doch wie zuvor war der lange ungeprüfte Jannik Wetzel ganz humorlos zur Stelle (86.).

Die eingewechselten Björn Hakansson, der nach 78. Minuten für Waldow in Spiel kam, und Nikolas Eiter, der nach 84 Minuten den ausgepumpten Kramer ersetzte, fügten sich nahtlos ein und halfen mit, das 1:0 über die Bühne zu bringen. Ein großes Lob verdiente sich allerdings auch das Publikum. Als den Oldenburgern in der Schlussphase die Kräfte schwanden, wurden sie von den Fans auf beiden Tribünen immer wieder lautstark angetrieben.

STIMMEN ZUM SPIEL


Dietmar Hirsch: Ich bin natürlich sehr zufrieden und stolz auf die Leistung der Jungs, die sich heute mit dem Sieg belohnt haben. Ganz ehrlich muss ich sagen, dass ich gar keinen herausheben kann. Moritz Waldow hat das gut gemacht, Laurel Aug oder unsere Stürmer, die umheimlich nach hinten gearbeitet haben. Genauso könnte ich Dallas Aminzadeh loben, der gegen den starken Pascal Eggert immer wieder mutig gespielt hat. Es war ein Sieg der Mannschaft.

Daniel Franziskus: Super, wie die Truppe gekämpft hat. Das Publikum hat uns am Ende geholfen und das ist enorm wichtig. Wenn die Fans uns anfeuern, läuft man nochmal einen Meter mehr, egal wie weh es gerade tut. Ich bin sicher, dass wir noch stärker werden.

Thorsten Tönnies: Ein klarer Elfmeter, er hat mich da voll erwischt. Der Sieg ist verdient, wir haben alles rausgehauen.

ZAHLEN, DATEN & FAKTEN

VfB Oldenburg: Jannik Wetzel – Thorsten Tönnies, Frederik Lach, Joshua Adomako, Dallas Aminzadeh – Laurel Aug, Moritz Waldow (78. Björn Hakansson) – Daniel Franziskus (55. Marc Meunier), Conrad Azong, Ibrahim Temin – Christopher Kramer (79. Nicolas Eiter)
Trainer: Dietmar Hirsch

Lüneburger SK Hansa: Ole Springer – Linus Büchler, Niklas Hunold, Lukas Pägelow, Jannis Opalka, Meik Karwot – Pascal Eggert, Thure Ilgner (85. Henrik Steinke), Kevin Pino Tellez (68. Ebenezer Utz), Gökay Isitan – George Kelbel (46. Nick Gutmann)
Trainer: Elard Ostermann

Tore: 1:0 Daniel Franziskus (Foulelfmeter, 30.)

Schiedsrichter/in: Patrick Mewes (SpVg Laatzen) – Assistenten: Marco Scharf (TSV Altenwalde), Carsten Wessel (TSV Lamstedt)
Zuschauer: 2046 im Marschwegstadion

Gelbe Karte:
Laurel Aug / Jannis Opalka (2.), Pascal Eggert (2.), Nick Gutmann, Gökay Isitan (2.)

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