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RegionalligaUndav schockt die Blauen

13. November 2016
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Ungläubiges Staunen auf der einen, lautstarker Jubel auf der anderen Seite. Die Szenerie nach dem Schlusspfiff spiegelte die gesamte Emotionspalette wider. Mit 1:2 hatte der VfB Oldenburg soeben beim TSV Havelse verloren und konnte es kaum glauben.

Zwar hatten die Gäste vor 503 Zuschauern die erste Halbzeit regelrecht verschenkt und lagen zur Pause mit 0:1 zurück, doch die zweiten 45 Minuten gehörten fast ausnahmslos den Blauen, die durch Christopher Kramer zum Ausgleich gekommen waren und sich im Anschluss zahlreiche beste Möglichkeiten erspielt. Doch den entscheidenden Treffer erzielte Deniz Undav für Havelse und das unter tätiger Mithilfe der Oldenburger Abwehr.

Auf drei Positionen hatte Dietmar Hirsch seine Mannschaften im Vergleich zur Vorwoche verändert. Für den gesperrten Mannschaftskapitän Thorsten Tönnies, der sich unter die Zuschauer gemischt hatte, verteidigte Laurel Aug auf der rechten Seite, Andreas Pollasch rückte in die Anfangsformation. Links durfte erstmals Bjön Hakansson beginnen, der Dallas Aminzadeh ersetzte. Im Zentrum sollte diesmal Marc Meunier Akzente setzten, Conrad Azong wiederum nahm anfangs auf der Bank Platz.

Die erste Szene des Spiels gehörte den Oldenburgern. Nach einer Ecke kam Frederik Lach zwar an den Ball, brachte aber nicht genug Druck hinter seinen Kopfball (4. Minute). In der Folge allerdings waren es die Havelser, die klar den Ton angaben. Auf schwer zu bespielendem Rasen entschieden die Gastgeber deutlich mehr Zweikämpfe für sich und sie waren nicht nur körperlich präsenter, sondern auch gedanklich schneller, so wie in der 7. Minute. Nach einer Flanke von der rechten Seite war Josh Adomako zu dicht dran an Deniz Undav. Der kleine, aber wuchtige Stürmer wickelte sich regelrecht um den großen Oldenburger Innenverteidiger und traf zum 1:0.

Ein Schock, von dem sich die Gäste lange nicht erholten. Havelse versuchte den Druck hoch zu halten, hatte auch deutlich mehr vom Spiel, ohne sich noch weitere große Möglichkeiten zu erspielen. Chancen für den VfB waren indes Mangelware. Ein Schuss von Marc Meunier nach einer guten halben Stunde und ein Abschluss von Christopher Kramer, kurz vor der Pause, konnte mit viel Wohlwollen noch dieser Kategorie zugerechnet werden. Entsprechend missmutig stapften die Oldenburger in die Kabine.

Dort dürfte Dietmar Hirsch die passenden Worte gefunden haben, denn mit Beginn der zweiten Halbzeit übernahmen die Gäste das Kommando. Selbiges hatte aber auch mit dem einzigen Wechsel der Oldenburger zu tun. An Stelle von Meunier hatte Hirsch jetzt Conrad Azong gebracht und der sorgte für viel Schwung, war immer wieder Anspielstation und von der Havelser Abwehr nie in den Griff zu bekommen.

Als logische Konsequenz kamen die Gäste zu ihren ersten Möglichkeiten, die aus Freistößen von Daniel Franziskus resultierten. Gleich zweimal durfte der Oldenburger Torschütze sich versuchen, zielte allerdings erst knapp daneben (54.) und anschließend in die Mauer (58.). Dennoch, der VfB war jetzt dran und erhöhte die Schlagzahl deutlich. Die Havelser liefen jetzt nur noch hinterher und kamen lange Zeit auch zu keinerlei Entlastung.

Das rächte sich. Nach einer Kopfballstafette war letztlich Kramer zur Stelle und traf zum jetzt verdienten Ausgleich (65.).

In der Folge erspielten sich die Oldenburger weitere Möglichkeiten nahezu im Minutentakt. Doch Temin zielte am langen Pfosten vorbei (69.) und ein Kopfball von Azong wurde zur Beute von Torhüter Morten Jensen (70.).

Die Blauen ließen sich davon aber nicht entmutigen, sondern wollten mehr und drängten auf den Sieg. Nach einem ganz feinen Spielzug über Lach und Franziskus ließ jedoch Temin das 1:2 ebenso aus (72.), wie kurz darauf Franziskus, der über das Tor zielte.

Pech hatte zuvor Kramer dann in der 76. Minute. Obwohl sein Gegenspieler im Strafraum handgreiflich wurde und am Trikot des Oldenburger zerrte, konnte der den Ball über Jensen lupfen. Ein aufmerksamer Abwehrspieler konnte das Spielgerät jedoch unmittelbar vor der Torlinie kläre (76.).

Mitten hinein die Oldenburger Drangphase setzten die Havelser dann ihren einzigen, letztlich aber entscheidenden Konter. Nach einem langen Ball wurde Adomako viel zu einfach überspielt und Undav traf mit seinem zweiten Treffer zum jetzt doch schmeichelhaften 2:1 (86.), das der VfB in den letzten Minuten nicht mehr ausgleichen konnte.

STIMMEN ZUM SPIEL

Ralf Voigt: Wir sind in der ersten Halbzeit nicht richtig ins Spiel gekommen und haben dann unfassbare individuelle Fehler gemacht. Das darf einfach nicht passieren. In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft dann sehr gut gespielt, aber statt sich zu belohnen, kassieren wir wieder so ein Gurkentor.

Björn Hakansson: Ich war natürlich angespannt, aber das hat sich schnell gelegt. Letztlich spielt meine Leistung keine Rolle, entscheidend ist, dass wir verloren haben.

Thorsten Tönnies: Das ist schon bitter, wenn man draußen sitzt und nicht helfen kann. Hier in Havelse ist es immer schwer, trotzdem war heute auch ein Sieg drin. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit ja genug Möglichkeiten erspielt.

Jonas Sonnenberg, TSV Havelse: In der zweiten Halbzeit haben wir den Zugriff verloren. Oldenburg wurde immer besser und da war es nicht mehr so einfach, aber was zählt ist der Sieg.

Alexander Keine, TSV Havelse: Ich bin zufrieden und stolz. Nach der Niederlage in Hildesheim mussten wir eine Reaktion zeigen. Wir haben eine überragende erste Halbzeit gespielt und den VfB zu Fehlern gezwungen.

Dietmar Hirsch:
Es ist gerade sehr schwer, emotional runterzukommen. In der zweiten Halbzeit waren wir besser, fitter, spritziger. Das 0:1 zur Halbzeit war natürlich total gerechtfertigt, aber nach dem Wechsel hatten wir ausreichend viele gute Chancen, um hier zu gewinnen. Wenn man allerdings dermaßen grobe Fehler macht, muss man sich nicht wundern, wenn man nichts mitnimmt.

 

ZAHLEN, DATEN & FAKTEN

TSV Havelse: Morten Jensen – Denis Kina, Noah Plume, Tobias Holm, Andrej Startsev – Jonas Sonnenberg, Deniz Cicek (90. Tobias Fölster) – Tom Merkens (8. Agit-Cetin Erbek), Daniel Degner, Fabian Wenzel (61. Marcel Kunstmann) – Deniz Undav
Trainer: Alexander Kiene

VfB Oldenburg:
Jannik Wetzel – Laurel Aug, Frederik Lach, Joshua Adomako, Björn Hakansson – Marc Meunier (46. Conrad Azong), Muhittin Bastürk – Andreas Pollasch, Daniel Franziskus, Ibrahim Temin – Christopher Kramer
Trainer: Dietmar Hirsch

Tore: 1:0 Deniz Undav (7.); 1:1 Christopher Kramer (65.); 2:1 Deniz Undav (86.)

Schiedsrichter/in: Axel Martin (TSG Nordholz) – Assistenten: Florian Cacalowski (TSV Semmenstedt), Bastian Mertel (SV Wittstedt)
Zuschauer: 503 im Wilhelm-Langrehr-Stadion

Gelbe Karte: Tobias Holm (4.), Andrej Startsev (4.), Noah Plume (4.) / Björn Hakansson (2.)

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