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RegionalligaHavelse 2.0 – VfB unterliegt HSV 1:2

20. November 2016
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Die Nennung von Törles Knöll dürfte bei den Fußballern des VfB Oldenburg noch einige Tage lang für ein höchst unangenehmes Gefühl sorgen. Vor 1.600 Zuschauern unterlagen die Blauen im letzten Heimspiel des Jahres gegen den Hamburger SV II und deren Torjäger langte dabei gleich doppelt hin.

Der Spielverlauf ist schnell erzählt. Erneut haben die Oldenburger sich den Luxus gegönnt, die erste Halbzeit mehr oder weniger zu verschlafen und waren mit dem Pausenstand von 0:1 noch gut bedient. Nach dem Wechsel zeigte der VfB dann sein zweites Gesicht, kämpfte sich ins Spiel, traf nicht nur zum Ausgleich, sondern erspielte sich jede Menge Chancen. Doch statt die drei Punkte auf der Habenseite zu verbuchen, kassierten die Gastgeber kurz vor Schluss das zweite Tor. Kommt Ihnen das bekannt vor? Klar, denn das Spiel gegen den HSV entsprach exakt dem der Vorwoche, „Havelse 2.0“ sozusagen.

Joshua Adomako stand den Blauen an diesem nasskalten Novembersonntag nicht zur Verfügung. Der Schwede hatte sich im Training verletzt und wurde in der Innenverteidigung von Muhittin Bastürk ersetzt. Conrad Azong wiederum durfte im Sturmzentrum beginnen, während der unter Woche leicht erkrankte Christopher Kramer anfangs auf der Bank Platz nahm. Zudem kehrte Thorsten Tönnies nach überstandener Gelb-Sperre in die Mannschaft zurück.

Die personelle Ausrichtung der Oldenburger wurde allerdings früh über den Haufen geworfen. Bei einer Abwehraktion am eigenen Strafraum (!) zog sich Azong eine Oberschenkelverletzung zu und konnte nicht mehr weiterspielen. Er wurde durch Kramer ersetzt.

Der nächste Nackenschlag sollte nicht lange auf sich warten lassen. In der 18. Minute konnten die Oldenburger Deckung nicht klären und Törles Knöll nutzte die Chance, um aus der Distanz einfach mal abzuziehen. Der HSV-Vorjäger versenkte das Spielgerät gekonnt im langen Eck. VfB-Torhüter Jannik Wetzel war ohne Chance.

Der Rückstand entpuppte sich als echter Wirkungstreffer. Die Oldenburger fanden vor dem Wechsel so gut wie gar nicht ins Spiel. Chancen bleiben demzufolge Mangelware, sieht man von einem Distanzschuss durch Bastürk ab. In der 37. Minute traf er wuchtig gegen den Ball, verfehlte das Tor allerdings um wenige Zentimeter.

Dietmar Hirsch reagierte auf den Rückstand mit einer personellen Veränderung. An Stelle von Marc Meunier kam in der zweiten Halbzeit Nicolas Eiter ins Spiel und rückte in die Innenverteidigung. Bastürk wiederum spielte fortan im Mittelfeld. Im weiteren Spielverlauf brachte der VfB-Trainer zudem noch Moritz Waldow für Ibrahim Temin (61.). All diese Maßnahmen zeigten Wirkung, denn als hätte jemand einen Schalter umgelegt, übernahmen die Blauen das Kommando auf dem tiefen Boden.

Die Hamburger, die kaum eine Gelegenheit ausließen, um auf Zeit zu spielen, wurden jetzt unter Druck gesetzt und konnten sich oft nur noch durch regelwidriges Tun helfen. So auch in der 62. Minute. Tönnies war zu Fall gebracht worden und sofort schnappte sich Daniel Franziskus den Ball. Der Kunstschütze des VfB hatte jetzt auch das Glück des Tüchtigen, denn HSV-Kapitän Sebastian Hauck fälschte den Ball unhaltbar für Morten Jens Behrens noch ab. Der Ausgleich sorgte für noch mehr Schwung beim VfB, der sich jetzt eine Chance nach der anderen erspielte.

Doch Franziskus scheiterte mit einem feinen Schuss ebenso an Behrens, wie Kramer aus kurzer Distanz beim Nachschuss (70.). Kurz darauf zielte Tönnies neben den Pfosten, hatte erneut Franziskus Pech und erneut Tönnies die Führung auf dem Fuß. Die Oldenburger, jetzt von den Fans lautstark angetrieben, drängten auf den Sieg und standen am Ende doch mit leeren Händen da. Ein Befreiungsschlag geriet zum Pass auf Knöll, der die Abwehr narrte und zum 1:2 traf (87.). Der VfB versuchte in der Nachspielzeit alles, doch der Ausgleich fiel nicht mehr.

STIMMEN ZUM SPIEL


Dirk Kunert, Trainer HSV: Wir sind froh, dass wir hier gewonnen haben. Die Führung war nicht unverdient. Das 1:1 war ein Witz, wir hätten vorher einen Freistoss haben müssen. Am Ende war der Sieg sicher glücklich, weil der VfB in der zweiten Halbzeit sehr stark gespielt hat.

Dietmar Hirsch: Wir haben die erste Halbzeit völlig verpennt und den Kampf nicht angenommen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns reingekämpft und hatten nach dem 1:1 riesige Chancen. Nach einem individuellen Fehler kriegen wir dann das 1:2, genau wie letzte Woche. Wir haben jetzt sieben Spiele gewonnen, sieben verloren und dreimal unentschieden gespielt. Das ist Durchschnitt und das will keiner. Uns fehlt die Konstanz. Daran müssen wir in der Rückrunde arbeiten. Das Spiel gegen Lübeck war der Gratmesser. Da waren wir von Anfang an in den Zweikämpfen und Fußball beginnt nun mal mit erfolgreichen Zweikämpfen.

Daniel Franziskus: Es ist uns unerklärlich, warum wir wieder so schwer ins Spiel gekommen sind. Wir dürfen das heute niemals verlieren.

Thorsten Tönnies: Unfassbar, das Spiel ist genauso gelaufen, wie in der Vorwoche beim TSV Havelse.

ZAHLEN, DATEN & FAKTEN

VfB Oldenburg: Jannik Wetzel – Laurel Aug, Muhittin Bastürk, Frederik Lach, Björn Hakansson – Marc Meunier (46. Nicolas Eiter), Andreas Pollasch – Ibrahim Temin (61. Moritz Waldow), Daniel Franziskus, Thorsten Tönnies – Conrad Azong (13. Christopher Kramer)
Trainer: Dietmar Hirsch

Hamburger SV II: Morten Jens Behrens – Leon Mundhenk, Kerim Carolus, Oliver Oschkenat, Rafael Brand – Sebastian Haut (72. Gillian Jurcher), Vasilije Janjicic – Adel Daouri (83. Vesel Limaj), Dren Feka, Frank Ronstadt (90+2. Dennis Strompen) – Törles Knöll
Trainer: Dirk Kunert

Tore: 0:1 Törles Knöll (18.); 1:1 Daniel Franziskus (63.); 1:2 Törles Knöll (88.)

Schiedsrichter/in: Timo Hippel (DJK Germania Blumenthal) – Assistenten: Sebastian Berger (SV Lemwerder), Maximilian Mierzwa (Geestemünder TV)
Zuschauer: 1600 im Marschwegstadion

Gelbe Karte: Frederik Lach (3.), Thorsten Tönnies (6.), Muhittin Bastürk (6.) / Morten Jens Behrens, Oliver Oschkenat (5., gesperrt), Kerim Carolus (6.), Dennis Strompen (2.)

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