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RegionalligaTorfestival am Marschweg

5. Februar 2017
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Es waren gerade 22 Minuten gespielt, da deutete sich bereits an, dass der Kick zwischen dem VfB Oldenburg und Lupo Martini Wolfsburg ein torreicher werden sollte. Daniel Franziskus hatte Sekunden zuvor seinen zweiten Elfmeter zum 2:0 verwandelt und es sah nach einem fulminanten Auftaktsieg der Blauen aus. Doch es kam anders. Am Ende einer turbulenten Begegnung kamen die Oldenburger vor 1.326 Zuschauern nicht über ein 3:3 hinaus.

Die Oldenburger begannen unheimlich forsch, hatten viel Tempo im Spiel. Die Idee, den Gegner nach Ballverlusten sofort zu attackieren, war genau die richtige. Bereits in der 7. Minute hatte der bärenstarke Thorsten Tönnies die Führung auf dem Fuß. Nach einer feinen Kombination über Ibo Temin und Daniel Franziskus kam Tönnies zum Abschluss, doch Torhüter Marius Sauss war auf dem Posten.

Die nächste Szene gehörte erneut diesen Protagonisten. Andi Pollasch, rechts in der Viererkette aufgeboten, brachte den Ball zu Tönnies, der im Strafraum nur noch durch ein Foul zu stoppen war. Harry Pufal und Sauss brachten den flinken Oldenburger zu Fall und Schiedsrichter André Schönheit zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Franziskus schnappte sich die Kugel und verwandelte sicher zum verdienten 1:0.

Der VfB gab sich damit aber nicht zufrieden, sondern machte weiter Druck und ließ die Gäste kaum einmal durchschnaufen. Folgerichtig hieß es nach 22 Minuten 2:0 und erneut konnte Franziskus vom Punkt verwandeln. Wieder war Tönnies gefährlich in den Strafraum gedribbelt und im Zweikampf mit Björn Masur zu Fall gekommen. Zwar protestierten die Gäste vehement, allen voran ihre Trainer, doch der Schiedsrichter lag auch mit dieser Entscheidung richtig. Masur hatte den Oldenburger erst im Gesicht und dann an der Schulter erwischt.

Die Wolfsburger zeigten allerdings Nehmerqualitäten und gaben sich keinesfalls vorzeitig geschlagen. Ganz im Gegenteil. Bereits in der 37. Minuten hätte Philipp Stucki zwingend das 1:2 erzielen müssen. Nach einem schnellen Konter wurde die aufgerückte Oldenburger Deckung überlaufen und Stucki tauchte alleine vor Fabian Klinkmann auf, traf aber nur den Pfosten.

Kurz darauf lag der Ball dann aber doch im Oldenburger Tor. Nach einem Freistoß von der rechten Seite konnte Klinkmann zwar noch parieren, doch anschließend gönnte sich die Oldenburger Deckung eine kurze Aufmerksamkeits-Auszeit, so dass David Chamorro einen Pass in die Mitte zum 1:2 abstauben konnten und damit den verdienten Anschluss herstellte (40.).

Das Gegentor war ein Wirkungstreffer, denn die bis dahin gezeigte Oldenburger Souveränität war plötzlich verschwunden. Immer wieder schlichen sich nach dem Wechsel zu einfache Fehler ins Spiel der Blauen ein, die zwar weiter versuchten den Druck hoch zu halten, aber dafür jetzt viel zu tief standen. Ein drittes Tor hätte dem Oldenburger Spiel sicher gut getan, doch dafür fehlten Zentimeter, etwa in der 51. Minute, als Leon Lingerski eine Flanke von Tönnies nur knapp verpaßte.

Dietmar Hirsch reagierte mit einem ersten Wechsel und brachte Neuzugang Pascal Richter für Ibo Temin ins Spiel (52.). Nach etwas mehr als einer Stunde kam zudem Conrad Azong für Leon Lingerski, dessen Part in der Viererkette jetzt durch Thorsten Tönnies übernommen wurde.

Längst hatte sich der Kick zu einem echten Kampfspiel entwickelt, das immer wieder durch Nickligkeiten unterbrochen wurde. Selbige führten durchaus zu verbalen Duellen an der Seitenlinie. Insbesondere Gäste-Trainer Francisco Coppi und sein Co-Trainer waren mit der Leistung von Schiedsrichter Schönheit nicht immer einverstanden und haderten lautstark.

Nach 75 Minuten allerdings wurde ihre Laune kurzzeitig besser. Einen dicken Patzer der Oldenburger Abwehr nutzte nämlich der eingewechselte Torjäger Andrea Rizzo zum 2:2. Die Freude darüber währte aber nur ganz kurz, denn der VfB antwortet perfekt. Einen langen Ball von Tönnies verlängerte Azong zu Kramer, der gönnte sich ein Tänzchen und wackelte seinen Gegenspieler aus, um den Ball zum 3:2 im langen Eck zu versenken (78.).

Das hätte jetzt eigentlich zur Beruhigung des Oldenburger Spiels beitragen müssen, doch davon war nichts zu sehen. Zwar versuchte Dietmar Hirsch mit einem weiteren Wechsel für mehr Ruhe zu sorgen, doch auch Nicolas Eiter, der für Joshua Adomako kam, konnte sich von der grundsätzlichen Hektik nicht freimachen. Die Gäste blieben dran, drängten auf den Ausgleich und belohnten sich schließlich mit dem 3:3. Harry Pufal hatte sich in der Schlussphase immer wieder in die Wolfsburger Angriffe eingeschaltet und vier Minuten vor Schluss war der kantige Abwehrspieler mit dem Kopf zur Stelle.

In den letzten Minuten blieb es hektisch, doch nur der VfB sollte noch eine Chance bekommen. Sekunden vor dem Abpfiff kam Pascal Richter noch einmal zum Schuss, geriet dabei aber in Rücklage und zielte über das Tor.

STIMMEN ZUM SPIEL

Francisco Coppi:Der Punkt ist mehr als verdient. Wir hatten Pech mit einigen Entscheidungen des Schiedsrichters, aber haben gut reagiert. Zum Glück machen wir vor der Pause das Tor, da geht man mit einem guten Gefühl in die Kabine. Bei den Platzverhältnissen wurde es immer schwieriger, noch Fußball zu spielen. Insgesamt haben wir über 90 Minuten nicht viel zugelassen. Das 3:3 war für uns gefühlt wie ein Sieg und wichtig für die Moral.

Dietmar Hirsch: Weder mit dem Ergebnis, noch mit dem Spiel kann ich auch nur annähernd zufrieden sein, wenn ich von den ersten 30 Minuten absehe. Danach haben wir den Faden verloren. Das 3:2 darf man einfach nicht aus der Hand geben. Wolfsburg hat sich den Punkt verdient, aber wir müssen es hinbekommen, länger als nur diese 30 Minuten guten Fußball zu spielen. Trotzdem sage ich, dass solche Spiele uns weiterbringen, gerade mit Blick auf die nächste Saison. Die Mannschaft wird aus diesen Fehlern lernen.

Thorsten Tönnies: Wir waren am Ende einfach zu offen. Das ist mehr als ärgerlich, zumal wir mit dem 3:2 ja gut zurückgekommen sind. Ich denke, dass wir stark angefangen haben. Auf Strecke müssen wir dann noch cleverer werden und den Rhythmus verändern, wann wir draufgehen und wann wir den Gegner mal kommen lassen.

Ralf Voigt: Ich bin total unzufrieden. Wir haben nur eine halbe Stunde guten Fußball gespielt, dann hatten wir zu viele Ausfälle. Den Gegentoren sind individuelle Fehler vorausgegangen, die so einfach nicht passieren dürfen.

ZAHLEN,DATEN & FAKTEN

VfB Oldenburg: Fabian Klinkmann – Henri Aalto, Joshua Adomako (80. Nicolas Eiter), Leon Lingerski (67. Conrad Azong), Andreas Pollasch – Muhittin Bastürk, Dino Fazlic – Daniel Franziskus, Ibrahim Temin (54. Pascal Richter), Thorsten Tönnies – Christopher Kramer
Trainer: Dietmar Hirsch

Lupo Martini Wolfsburg: Marius Sauss – Dennis Jungk, Harry Pufal, Jan-Christian Meier, Lennart Wiswe – Rico Schlimpert, David Chamorro (74. Dennis Carusone) – Leon Henze, Björn Masur (63. Andrea Rizzo), Nils Bremer – Philipp Stucki (80. Elvir Zverotic)
Trainer: Francisco Coppi

Tore: 1:0 Daniel Franziskus (Foulelfmeter, 14.); 2:0 Daniel Franziskus (Foulelfmeter, 22.); 2:1 Björn Masur (41.); 2:2 Andrea Rizzo (76.); 3:2 Christopher Kramer (78.); 3:3 Harry Pufal (88.)

Schiedsrichter/in: André Schönheit (Treubund Lüneburg) – Assistenten: Mario Bernhardt (TS Wienhausen), Kai Lüning (FC Walsede)
Zuschauer: 1326 im Marschwegstadion

Gelbe Karte: Ibrahim Temin (2.), Christopher Kramer (4.), Dino Fazlic / Leon Henze (5., gesperrt), Harry Pufal (4.), Lennart Wiswe, David Chamorro, Rico Schlimpert (7.)

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