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RegionalligaVermeidbare Gegentore

19. Februar 2017
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Der VfB Oldenburg ist in den Startlöchern des Fußballjahres 2017 hängen geblieben. Vor 1.260 Zuschauern unterlagen die Blauen gegen Weiche Flensburg mit 1:2. Dabei offenbarten die Oldenburger einen deutlichen Mangel an Effektivität, ganz im Gegensatz zum „abgezockten“ Spitzenteam.

Dietmar Hirsch hatte sich erneut für jene Startelf entschieden, mit der er auch gegen Lupo Martini Wolfsburg begonnen hatte und die machte ihre Sache anfänglich gar nicht schlecht. Bereits nach vier Minuten zündete Ibrahim Temin den Turbo. Daniel Franziskus hatte den Ball in der eigenen Hälfte erkämpft, auf Temin gepasst und der entwischte mit einem beherzten Spurt seinen Gegenspielern. Torhüter Florian Kirschke konnte den Schuss des Oldenburgers allerdings zur Ecke klären.

Die nächste Szene gehörte den Flensburgern. Der in Halbzeit eins starke Fiete Sykora hatte Weiche-Torjäger Rene Guder ins Spiel gebracht, dessen Schuss VfB-Torhüter Fabian Klinkmann aber mit dem Fuß zur Ecke abwehren konnte (9. Minute).

In der Folge entwickelte sich eine umkämpfte Begegnung. Der VfB zeigte dabei durchaus gefällige spielerische Ansätze, allerdings oft nur bis zur Mittellinie. Anders Flensburg. Die physisch starke Mannschaft zeigte sich defensiv sehr sicher, machte die Räume durch kluges Verschieben eng und hatte bei Ballbesitz immer wieder Tempo im Spiel. Das zahlte sich aus. In der 15. Minute ließ Guder Oldenburgs Innenverteidiger Joshua Adomako ganz alt aussehen, passte den Ball in die Mitte zu Sykora, der in Torjägermanier zum 0:1 traf.

Ein Schock für die Blauen, die drei Minuten später fast das 0:2 kassiert hätten. Nach einer Flanke von der rechten Seite schraubte sich Sykora in die Luft, zielte beim Kopfball aber über das Tor.

„Wehrt euch mal“, zürnte kurz darauf Ibrahim Temin, dessen Worte durchaus ankamen, denn in der Folge schüttelten die Oldenburger ihre Verunsicherung, die aus dem Gegentor resultierte, ab und suchten wieder den Vorwärtsgang. Allen voran der starke Henri Aalto, aber auch Temin und Andreas Pollasch trieben ihre Mannschaft an. Im Sturmzentrum rackerte Christopher Kramer, der von den Flensburgern zumeist gedoppelt wurde.

Es dauerte etwas mehr als eine halbe Stunde, ehe sich der Kampfgeist bezahlt machte. Der agile Thorsten Tönnies konnte einmal mehr nur mit unfairen Mitteln gestoppt werden. Den fällige Freistoß brachte Daniel Franzikus auf den kurzen Pfosten und fand hier in Aalto einen dankbaren Abnehmer. Der finnische Innenverteidiger traf zum jetzt verdienten 1:1 (34.).
Kurz darauf nahm Dietmar Hirsch den ersten Wechsel vor. Für Adomako kam Pascal Richter ins Spiel. Der Rückkehrer orientierte sich gleich nach vorn. Andi Pollasch wiederum rückte in die Innenverteidigung und Thorsten Tönnies zog sich aus dem Mittelfeld in die Defensive zurück.

Das Spiel selbst spielte sich in großen Teilen im Mittelfeld ab und wurde immer wieder durch Fouls unterbrochen. So holte sich Erdem Bastürk eine gelbe Karte ab, wurde anschließend allerdings von Nedim Hasanbegovic angegangen, was Schiedsrichter Mario Birnstiel allerdings ungeahndet ließ.

Nach dem Wechsel ging es genauso weiter. Patrick Thomsen rauschte mit beiden Füßen voran in die Beine von Daniel Franziskus und kassierte dafür die zwingend notwendige gelbe Karte. Den ruhenden Ball wiederum schnappte sich Franziskus und zielte aus fast 30 Metern direkt aufs Tor, welches er nur knapp verfehlte (55.).

Spielerisch war das Oldenburger Tun durchaus gefällig, allerdings gelang es den Gastgebern nicht, zwingende Situationen zu gestalten. Weil sie aber defensiv durchaus sicher standen, zeichnete sich ab, dass eine gute Szene das Spiel würde entscheiden können und so kam es auch. Nach einem Foul von Leon Lingerski bekam Weiche auf der rechten Seite einen Freistoß zugesprochen. Jonas Walter drapierte das Spielgerät und gab ihm dann einen wuchtigen Tritt. Derart angetrieben, rauschte der Ball einmal durch den Strafraum und gönnte sich anschließend eine Landung im Oldenburger Tor. Entsetzen beim VfB, Jubel auf Seiten des ETSV Weiche, der mit diesem Schuss das Spiel für sich entschieden hatte (65.).

Zwar versuchten die Oldenburger den Ausgleich zu erspielen, brachten noch Conrad Azong für Temin ins Spiel, doch zu echten Torchancen kamen sie bis in die Nachspielzeit hinein nicht mehr.
Daniel Jurgeleit: Das war heute eine Arbeitsgeschichte. Es war unser erstes Spiel nach der Pause, dann kommen in dieser Jahreszeit die Plätze dazu, da darf man keinen schönen Fußball erwarten, muss aber kompakt stehen, Zweikämpfe gewinnen, sich behaupten. Das haben wir gemacht. Die Führung spielt uns in die Karten, danach hatten wir zwei Möglichkeiten, ein weiteres Tor zu machen. Der Standard zum Sieg war dann sicher glücklich. Wir können mit dem Ergebnis gut leben.

STIMMEN ZUM SPIEL

Dietmar Hirsch: Wir wollten Fußball spielen und haben das gut gemacht, aber leider nur in der eigenen Hälfte. Noch vorne war es nicht zielstrebig. Wir waren nicht überzeugt. Alleine mit Kontrolle und Ballbesitz gewinnt man keine Spiele. Beim 0:1 lassen wir uns ausspielen wie Schuljungen. Beim 1:2 verteidigen wir auch ganz schlecht und wenn man sich keine Chancen herausarbeitet, kann man nicht gewinnen. Wir müssen uns in Rehden anders präsentieren.

Christopher Kramer: Wir kriegen ganz dumme Gegentore und vorne kommt der letzte Ball nicht an. Es ist uns einfach nicht gelungen, zwingende Chancen zu erspielen.

ZAHLEN, DATEN & FAKTEN

VfB Oldenburg: Fabian Klinkmann – Henri Aalto, Joshua Adomako (37. Pascal Richter), Muhittin Bastürk, Leon Lingerski – Dino Fazlic, Ibrahim Temin (72. Conrad Azong) – Andreas Pollasch, Daniel Franziskus, Thorsten Tönnies – Christopher Kramer
Trainer: Dietmar Hirsch

ETSV Weiche Flensburg: Florian Kirschke – Kevin Schulz (83. Tim Wulff), Angelos Argyris, Jonas Walter, Nedim Hasanbegovic – Patrick Thomsen, Jannis Pläschke – Fiete Sykora (74. Benjamin Safo-Mensah) – Ilidio Pastor Santos, Fabian Arndt (60. Jannik Drews) – René Guder
Trainer: Daniel Jurgeleit

Tore: 0:1 Fiete Sykora (15.); 1:1 Henri Aalto (34.); 1:2 Jonas Walter (64.)

Schiedsrichter/in: Mario Birnstiel (TuSpo Petershütte) – Assistenten: Julian Lüddecke (SF Ahlum), Dominic Schleicher (VfL Badenhausen)
Zuschauer: 1260 im Marschweg-Stadion

Gelbe Karte: Muhittin Bastürk (8.), Leon Lingerski / Fiete Sykora (2.), Patrick Thomsen (3.)

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