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RegionalligaMeppen können wir einfach

23. April 2017
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Meppen können wir einfach! Der VfB Oldenburg hat auch das zweite Derby in dieser Saison gewonnen. Vor fast 5.000 Zuschauern, darunter sicherlich 1.639 Gästen aus dem Emsland, hieß es nach 90 Minuten 2:0 für die Blauen und das hoch verdient.

Der designierten Titelträger war mit dem Ziel an die Hunte gekommen, hier sein Meisterstück zu machen. Doch weil zuvor bereits Weiche Flensburg mit 4:2 gegen den VfV Hildesheim gewinnen konnte, war dieses Unterfangen früh ad acta zu legen. Dem VfB war das allerdings egal. Dietmar Hirsch hatte seine Mannschaft nicht nur perfekt eingestellt, sondern zudem auch die richtige Taktik ausgetüftelt, um den souveränen Tabellenführer zu entzaubern.

Obwohl die Blauen bereits das dritte Spiel innerhalb einer Woche zu bestreiten hatte, überzeugten sie auch läuferisch über 90 Minuten. Im Vergleich zum Spiel in Rehden hatte Hirsch erneut umgestellt. Zwar spielte der VfB abermals im 4-1-4-1-System, doch diesmal rückte Frederick Lach auf die Sechs vor, während Leon Lingerski links verteidigte. Fabian Klinkmann kehrte zwischen die Pfosten zurück und, um es vorweg zu nehmen, der 19-jährige machte ein bärenstarkes Spiel. Zudem durfte Dino Fazlic nach überstandener Verletzung im Mittelfeld beginnen.

Bei den Gäste pausierte der angeschlagene Max Kremer. Im Tor stand Jeroen Gies an Stelle von Benjamin Gommert. Ansonsten hatte Trainer Christian Neidhart seiner Mannschaft mit den auf den Weg gegeben, „volle Pulle“ zu spielen. Man wolle den Fans endlich einen Derbysieg schenken, so der Neidhart vor dem Spiel.

Das daraus nichts wurde, hatte mehrere Gründe. Die Oldenburger brachten eine hohen Intensität auf den Rasen, gaben keinen Ball verloren und entschieden vor allem nach der Pause die deutliche Mehrzahl der Zweikämpfe für sich. Zudem ließen die Emsländer in Halbzeit ein zwei gute Chancen ungenutzt, ein Makel, mit dem allerdings auch die Blauen zu hadern hatten.

Bereits nach wenigen Minuten wurde deutlich, dass es in diesem Derby auch rustikal zugehen würde. Thilo Leugers ging mit sehr hohem Bein in den Zweikampf mit Dino Fazlic, der sich zum Glück nicht verletzte. Der stets souveräne Schiedsrichter Axel Martin beließ es noch bei einer Ermahnung.

Kurz darauf wollten die SVM-Fans erstmals jubeln. Nach einer Flanke von der rechten Seite kam Benjamin Girth zum Abschluss, doch der Torjäger zielte über das VfB-Gehäuse (15. Minute). Kurz darauf war der Torjäger der Gäste erneut gefährlich. Nach einem Freistoß von der linken Seite kam er im Fallen an den Ball, doch Klinkmann zeigte einen tollen Reflex und stand dem 0:1 im Weg (24.).

Damit allerdings hatten die Emsländer ihr Pulver verschossen. Der VfB seinerseits legte jetzt zu, wurde offensiv stärker und hätte in der 26. Minute zwingend in Führung gehen müssen. Christopher Kramer stürmte auf und davon kam jedoch mit dem Spielgerät nicht an Torhüter Gies vorbei. Vier Minuten später schnappte sich der aufmerksame Schlussmann den Ball unmittelbar vor dem einschussbereiten Tönnies. Längst entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, wenngleich die ganz großen Szenen vor dem Tor erstmal ausblieben. Ruppig indes ging es auch weiterhin zu. Leugers etwa holte sich mit einem taktischen Foul an Tönnies die verdiente gelbe Karte (38.).

Nach dem Seitentausch wurde vollendet, was sich bereits angedeutet hatte. Die Oldenburger übernahmen das Kommando auf dem Grün. Angetrieben von den spürbar motivierten Zuschauern erhöhte der VfB den Druck und hatte bereits in der 48. Minute die nächste Chance zum 1:0, doch ein Kopfball von Kramer ging knapp daneben.

Nach einer Stunde durften die Gastgeber dann endlich jubeln. Obwohl in Unterzahl, weil Pascal Richter sich eine blutige Nase geholt hatte und außerhalb des Spielfelds behandelt wurde, drückte der VfB. Ein tolles Zuspiel des enorm zweikampfstarken Dino Fazlic veredelte Kramer mit einem satten Schuss zum 1:0 (58.).

Die Führung war verdient. Der Tabellenführer zeigte sich sichtlich beeindruckt und fand im Spiel nach vorn zudem wenig Mittel, um die sichere Oldenburger Deckung in Schwierigkeiten zu bringen. Der VfB störte die Meppener immer wieder früh und generierte daraus viele Ballgewinne. Am Spielverlauf änderte sich auch nicht, als die Blauen erstmals wechseln mussten. Für den erschöpften Fazlic kam Laurel Aug ins Spiel und fügte sich nahtlos ein.

Auch Christian Neidhart reagierte auf den Rückstand. Er brachte nach 67 Minuten Stürmer Francky Sembolo für Mittelfeldspieler Patrick Posipal. Die Maßnahme zeigte allerdings keine Wirkung, denn Sembolo blieb total blaß, kam nur einmal zum Abschluss, scheiterte allerdings an Klinkmann (82.).

Der VfB dagegen blieb gefährlich und drängte auf die Entscheidung. Selbige sollte allerdings bis zur 83. Minute auf sich warten lassen. Dann brachte Gies den heranstürmenden Kramer zu Fall und hatte Glück, dass er dafür nur mit der gelben Karte bestraft wurde. Den fälligen Elfmeter verwandelte Tönnies trocken zum 2:0 (84.). In der Schlussphase hatte Lach sogar noch das dritte Tor auf dem Fuß, doch diesmal war Gies auf dem Posten und stand einer noch höheren Niederlage im Weg.

Stimmen zum Spiel

Christian Neidhart: Das war heute eine schlechte Leistung.

Dietmar Hirsch: Der Sieg war mehr als verdient. Wir hatten die beste Offensive der Liga im Griff. Die Jungs haben einen hohen Aufwand betrieben und sich belohnt. Diese Leistung muss der Maßstab für uns sein und wir müssen darauf lernen.

Thorsten Tönnies (lachend):
Ich wurde gerade nach dem Rezept gefragt, wie man Meppen knackt. Ist ganz einfach. Gebt dem Kapitän den Ball und der haut ihn rein.

Frederik Lach: Die Position im Mittelfeld habe ich durchaus schon gespielt. Es hat sich schon beim Spiel gegen St. Pauli angedeutet. Mir kam das entgegen, da ich noch nicht bei 100 Prozent bin. Aber ich denke, es hat heute trotzdem ganz gut geklappt.

Daniel Franzikus: Geile Leistung der Jungs. Ich freue mich total über den Sieg.

Pascal Richter: Wir waren super eingestellt und haben verdient gewonnen.

Zahlen, Daten & Fakten

VfB Oldenburg: Fabian Klinkmann – Pascal Richter, Muhittin Bastürk, Henri Aalto, Leon Lingerski – Frederik Lach – Andreas Pollasch, Dino Fazlic (74. Laurel Aug), Thorsten Tönnies, Ibrahim Temin (88. Björn Hakansson) – Christopher Kramer (86. Conrad Azong)
Trainer: Dietmar Hirsch

SV Meppen: Jeroen Gies – Janik Jesgarzewski, Dennis Geiger, Jovan Vidovic, David Vrzogic – Patrick Posipal (67. Francky Sembolo), Thilo Leugers – Martin Wagner – Marius Kleinsorge (80. Marc Schnier), Mirco Born (77. Jens Robben) – Benjamin Girth
Trainer: Christian Neidhart

Tore: 1:0 Christopher Kramer (58.); 2:0 Thorsten Tönnies (Foulelfmeter, 81.)

Schiedsrichter/in: Axel Martin (TSG Nordholz) – Assistenten: Florian Cacalowski (TSV Semmenstedt), Bastian Mertel (SV Wittstedt)
Zuschauer: 4907 im Marschwegstadion

Gelbe Karte: Christopher Kramer (6.), Thorsten Tönnies (10., gesperrt) / Thilo Leugers (10., gesperrt), Marius Kleinsorge (8.), Jeroen Gies

 

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