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RegionalligaSchock in der Nachspielzeit

3. September 2017
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Oldenburg. Eigentlich sollte ein Fußballspiel doch nur 90 Minuten dauern. Der sportliche Wettstreit zwischen dem VfB Oldenburg und Eintracht Norderstedt war allerdings 180 Sekunden länger und das nutzten die Gäste, um bei der Trainer-Premiere von Stephan Ehlers und Christian Thölking einen Punkt zu entführen.

Dass 1.372 Zuschauer die Protagonisten dennoch mit wohltuendem Applaus verabschiedeten, dokumentiert nicht nur einen Stimmungswandel, sondern taugt fraglos auch zum Beleg für den ordentlichen Auftritt der Blauen. Die hatten sich vorgenommen, von Beginn an mutig und forsch zu agieren. Doch kaum hatte Schiedsrichter Mario Birnstiel angepfiffen, lag der Ball auch schon im Netz. Nach einem Fernschuss hatte VfB-Torhüter Hrvoje den Ball mit einem tollen Reflex noch abgewehrt, dann allerdings schaltete Linus Meyer schneller als die Oldenburger Deckung und traf zum 0:1 (2. Minute).

Ein Schock für die Blauen, das zumindest hätte man meinen können. Doch die schüttelten sich kurz und schalteten dann umgehend in den Angriffsmodus. Immer wieder wurden die Norderstedter im Spielaufbau aggressiv gestört. Mit dem frühen Attackieren provozierten die Oldenburger so zahlreiche Fehler und Ballverluste beim Gegner. Mehr noch, die Oldenburger drängten auf den schnellen Ausgleich.

Einen Freistoß von Daniel Franzikus konnte Marin Mandic in höchster Not zur Ecke klären (3.), doch nach 13 Minuten wurde das Oldenburger Tun belohnt. Nach einer Ecke versuchten sich mehrere Oldenburger im Abschluss, ehe der aufgerückte Ahmet Saglam letztlich zum 1:1 traf.

In der Folge entwickelte sich ein überaus intensives Spiel, mit Chancen auf beiden Seiten. Hamajak Bojadgion etwa hätte mit dem Kopf das 1:2 erzielen müssen (28.) und auch Philipp-Christian Koch sowie Felix Drinkuth hatten gute Möglichkeiten, scheiterten aber am starken Bukovski im VfB-Tor. Die Oldenburger ihrerseits waren vor allem bei Standards immer wieder gefährlich, auch weil sich Saglam und Frederik Lach bei ruhenden Bällen stets einschalteten.

Nach dem Wechsel das gleiche Bild, ein Unentschieden stand bei beiden Mannschaften nicht auf der Wunschliste. Der VfB brauchte einige Minuten, um wieder in die Ordnung zu kommen, hatte dann jedoch mehr vom Spiel und das zahlte sich aus. Nach einer Stunde wusste sich Brown gegen Ibrahim Temin nur mit einem Foul zu helfen. Den fälligen Freistoß brachte Franziskus passgenau auf den Kopf von Saglam, der zum jetzt nicht unverdienten 1:2 traf.

Jetzt ging es richtig hin und her. Während Bukovski gegen Meyer aus kurzer Distanz den Ausgleich verhinderte (64.), ließ Temin nach einem feinen Zuspiel von Lüttmers das 3:1 aus (66.). Eine knappe Minute später hatten die Fans erneut den Torjubel auf den Lippen, doch Deran Toksöz konnte einen Kopfball von Henri Aalto auf der Linie klären. Der nächste Aufreger folgte sogleich, denn in der 67. Minute hätte Schiedsrichter Birnstiel zwingend auf Elfmeter für die Blauen entscheiden müssen. Steven Lindener hatte den Ball in Kopfhöhe sichtbar mit der Hand gespielt, doch die Pfeife des Unparteiischen wollte keinen Elfmeterpfiff absondern – zum Entsetzen der Oldenburger. Es sollte nicht die letzte Fehlentscheidung des Schiedsrichters gewesen sein.

Norderstedt setzt nun alles auf eine Karte. Trainer Dirk Heyne brachte mit Yayar Kunath und Jan Lüneburg nochmal zwei frische Offensivspieler. Zuvor hatte Stephan Ehlers bereits Lavdrim Ebipi für Alexander Lüttmers gebracht, später kamen auch Marc Meunier (für Okan Erdogan) und Björn Hakansson (für Ibrahim Temin) ins Spiel.

In der Schlussphase ging es hin und her, mit Vorteilen für den VfB, der die allerbeste Chance durch Pascal Richter allerdings ungenutzt ließ. Alleine vor Torhüter Höcker wollte er diesem den Ball durch die Beine schieben, doch Höcker hatte Glück und konnte parieren (86.). Es wäre fraglos die Entscheidung gewesen, doch so mussten die Blauen zittern. Norderstedt warf in der Schlussphase alles nach vorne und hatte erneut Glück mit einer Entscheidung von Schiedsrichter Birnstiel. Statt nach einem klaren Foul an Franzikus auf Freistoß für den VfB zu entscheiden, ließ er das Spiel weiterlaufen und Norderstedt kam zu einer letzten Ecke und die nutzten die Gäste. Sinisa Veselionovic konnte sich unbedrängt in die Höhe schrauben und traf mit dem Kopf zum 2:2.

Während die Spieler mit hängenden Köpfen auf den Rasen fielen, hatten die Zuschauer ein gutes Gespür für deren Leistung und verteilten wohltuenden Applaus.

VfB Oldenburg: Hrvoje Bukovski – Henri Aalto, Frederik Lach, Ahmet Saglam, Thorsten Tönnies – Laurel Aug, Okan Erdogan (81. Marc Meunier) – Pascal Richter, Alexander Lüttmers (70. Lavdrim Ebipi), Ibrahim Temin (89. Björn Hakansson) – Daniel Franziskus
Trainer: Stephan Ehlers

Eintracht Norderstedt: Johannes Höcker – Jordan Brown, Hamajak Bojadgian, Marin Mandic, Steven Lindener (72. Jan Lüneburg) – Felix Drinkuth, Philipp Koch (72. Yayar Kunath), Deran Toksöz, Dane Kummerfeldt (84. Marlon Stannis) – Sinisa Veselinovic, Linus Meyer
Trainer: Dirk Heyne

Tore: 0:1 Linus Meyer (2.); 1:1 Ahmet Saglam (13.); 2:1 Ahmet Saglam (60.); 2:2 Sinisa Veselinovic (90+2.)

Schiedsrichter/in: Mario Birnstiel – Assistenten: Julian Lüddecke, Dominic Schleicher

Zuschauer: 1372 im Marschweg-Stadion

Gelbe Karte: Okan Erdogan (2.) / Jordan Brown (2.)

 

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