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RegionalligaKifuta spielt und trifft!

2. April 2018
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Oldenburg. Wer hat gesagt, der VfB Oldenburg könne zuhause nicht mehr gewinnen? Kampf, Leidenschaft, eine starke Mannschaftsleistung und ein tolles Comeback von Kifuta Kiala Makangu haben am Sonntag endlich wieder für gute Laune im Marschwegstadion gesorgt. Vor 1.048 Zuschauern besiegten die Blauen den Altona FC 93 mit 1:0 – dank eines Treffers von „Kifu“.

Im Vergleich zum 0:2 gegen den TSV Havelse hatte Stephan Ehlers seine Mannschaft gleich auch mehreren Postionen umgekrempelt und ihr eine andere, deutlich offensivere Ausrichtung gegeben. Fabian Klinkmann, der ein ganz starkes Spiel machte, rückte für den verletzten Hrvoje Bukowski zwischen die Pfosten. Die Viererkette bildeten Laurel Aug, Freddy Lach, Ahmet Saglam und Thorsten Tönnies. Im Mittelfeld dribbelten Pascal Richter, Süleyman Celikyurt, Gazi Siala und Ibrahim Temin auf und hinter Kifuta sollte Daniel Franzikus die zweite offensive Anspielstation geben.

Es dauerte eine gute Viertelstunde, ehe sich die Oldenburger regelrecht ins Spiel hinein gekämpft hatten. Die Gäste, die am Samstag noch 0:3 gegen den BSV Rehden verloren hatten, machten vom Anpfiff an klar, dass auch sie vor allem über die Physis den Weg zum Erfolg suchen würden. Das tat manches Mal weh, denn Altona teilte durchaus kräftig aus, so dass Schiedsrichter Lars Heitmann einiges zu tun hatte. Der Unparteiische zeigte aber von der ersten Minute an eine klare Linie und verdiente sich eine Bestnote.

Die ersten Chancen indes hatte Altona. Einen Schuss aus dem Gewühl konnte „Süle“ Celikyurt allerdings noch vor der Linie klären (11. Minute). Als kurz darauf der Ex-Oldenburger Marco Schultz gleich zwei blau-weiße Abwehrspieler mit einer Drehung ins Leere schickte, brauchte es schon einen tollen Reflex von Fabian Klinkmann, um das 0:1 zu verhindern (16.).

Der VfB musste sich kurz schütteln, war dann aber immer besser drin im Spiel, das auf tiefem Boden viel Kraft kostete. Vor allem die Rückkehr des über mehr als eineinhalb Jahre so schmerzlich vermissten Kifuta zahlte sich aus. Der Angreifer legte ein beeindruckendes Laufpensum an den Tag, war sich für keinen Weg zu schade und von der Abwehr der Gäste nie in den Griff zu bekommen. Auch Pascal Richter hatte einige gute Offensiv-Aktionen, so etwa in der 17. Minute, als sein Schuss durch Mark Hinze gerade noch zur Ecke gelenkt werden konnte. Selbige sorgte erneut für Gefahr, denn Daniel Franziskus kaum zum Abschluss, doch Torhüter Tobias Grubba war auf dem Posten.

Vier Minuten später musste er erneut sein Können zeigen. Ein Altonaer Abwehrspieler hatte einen langen Ball von Ahmet Saglam unterlaufen, Pascal Richter kam zum Abschluss, doch erneut war der AFC-Torhüter zur Stelle. Nach einer halben Stunde allerdings konnte auch Grubba nichts mehr machen. Eine ganz feine Kombination über Thorsten Tönnies und Daniel Franziskus veredelte Kifuta zum jetzt auch durchaus verdienten 1:0, als er den Ball ins lange Ecke schickte und Glück hatte, dass dieser vom Innenpfosten ins Tor sprang.

Weniger Glück hatte hingegen Daniel Franziskus, der wiederholt „abgeräumt“ wurde und nicht wenige Zuschauer waren sicher, dass der Angreifer in der Halbzeitpause in der Kabine bleiben würde. Doch das kam für „Franz“ nicht infrage. „Ich habe vor dem Spiel schon drei Spritzen bekommen und habe eigentlich keine Schmerzen gespürt. Aber das Foul kurz vor der Pause war dann doch heftig. Ich wusste aber, dass nichts kaputt gegangen ist und wollte unbedingt weiterspielen“, gab er nach dem Schlusspfiff zu Protokoll.

Am Spielverlauf änderte sich wenig. Beide Mannschaften verteilten keine Geschenke, sondern kämpften praktisch um jeden Grashalm. Die besseren Möglichkeiten hatten im weiteren Spielverlauf allerdings die Blauen. Nach 64 Minuten versuchte sich Celikyurt als Kunstschütze. Einen Freistoß aus gut 30 Metern zirkelte er mit ganz viel Gefühl Richtung Winkel, doch erneut war Grubba zur Stelle. Knappe sechzig Sekunden später parierte der Gästetorhüter einen Schuss von Tönnies und in der 70. Minute konnte die Abwehr einen strammen Schuss von Richter zur Ecke klären.

Immerhin, die Oldenburger beschränkten sich nicht darauf, ihre knappe Führung zu verteidigen, sondern wollten das zweite Tor machen. Gäste-Trainer Berkant Algan seinerseits wollte nichts unversucht lassen, dem Spiel nochmal eine Wende zu geben und schöpfte natürlich sein Wechselkontingent komplett aus.

Auch Stephan Ehlers reagierte natürlich mit einigen Wechseln. In der 73. Minute ging es für Franziskus nicht mehr weiter. Er wurde durch Erdem Bastürk ersetzt. Kurz darauf ging es auch bei Kifuta nicht weiter. Von Krämpfen geplagt musste er nach 80 Minuten vom Platz. Für ihn kam Hugo Magouhi und zwei Minuten später humpelte der ebenfalls angeschlagene Celikyurt vom Feld. Für ihn kam Leon Lingerski ins Spiel.

Wenn man den Oldenburgern in der Schlussphase etwas vorwerfen kann, ja vielleicht muss, dann ist es ihre Chancenverwertung. Mehrfach hatten sie das entscheidende zweite Tor auf dem Fuß, doch irgendein Gästespieler konnte immer klären, so dass bis in die vier Minuten lange Nachspielzeit hinein um den Sieg gezittert werden musste. Doch mit viel Leidenschaft und Siegeswillen verteidigten die Oldenburger ihre drei Punkte.

Berkant Algan: Meine Mannschaft hat gut gespielt. Man muss immer unsere Möglichkeiten sehen. Das kann man mit Oldenburg oder anderen Vereinen nicht vergleichen. Wir arbeiten daran, aber hier, das ist Fußball.

Stephan Ehlers: So wenig wie am Donnerstag alles schlecht war, war heute alles gut. Aber die Jungs sind mutig aufgetreten. Wir wollten offensiv spielen und haben immer wieder spielerische Lösungen gesucht. Am Ende muss man kritisch festhalten, dass wir es nicht hinbekommen haben, den Sack zuzumachen. Allerdings bekommt man in dieser Liga nichts geschenkt, auch der Gegner hat bis zur letzten Minute alles reingehauen. Riesig gefreut habe ich mich heute über das Comeback von Kifuta. Dass er sich mit einem Tor belohnt, ist einfach klasse. Ein großes Dankeschön geht in diesem Fall auch an unsere medizinische Abteilung mit Dr. Jespersen an der Spitze. Er hat Kifu praktisch zu seinem Projekt gemacht und nichts unversucht gelassen, um den Jungen wieder auf den Platz zu bringen. Das Tor ist deshalb auch sein Tor. Der Sieg war enorm wichtig, jetzt freuen wir uns und dann gilt die Konzentration dem Spiel in Rehden. Wir werden unsere Punkte machen und bleiben drin.

VfB Oldenburg: Fabian Klinkmann – Ahmet Saglam, Gazi Siala, Frederik Lach, Süleyman Celikyurt (82. Leon Lingerski) – Laurel Aug – Pascal Richter, Daniel Franziskus (73. Muhittin Bastürk), Ibrahim Temin, Thorsten Tönnies – Kifuta Kiala Makangu (80. Hugo Magouhi)
Trainer: Stephan Ehlers

Altona 93: Tobias Grubba – Vitalijs Barinovs, Niklas Holz (70. Braima Baldé), Jan Novotny – Sanoussy Balde, Mark Hinze (55. Andy Akoteng-Bonsrah), Luis Hacker – Jan-Ove Edeling, Samuel Hosseini (75. Niklas Siebert), Eliezer Correia Cá – Marco Schultz
Trainer: Berkan Algan

Tore: 1:0 Kifuta Kiala Makangu (37.)

Schiedsrichter/in: Lars Heitmann – Assistenten: Patrick Herbach, Christian Hoyer

Zuschauer: 1048 im Marschweg-Stadion

Gelbe Karte: Ibrahim Temin (4.), Daniel Franziskus (4.), Ahmet Saglam (3.) / Niklas Holz (4.), Vitalijs Barinovs (2.), Marco Schultz (5., gesperrt)

Gelb/Rote Karte: – / Jan Novotny (90+2.)

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