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RegionalligaKeine Zeit für Genuss

3. April 2018
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Oldenburg. Die schnelle Taktung von Spiel und Nachholspiel kann ja ganz nett sein, wenn man ein weniger schönes Ergebnis zu verdauen hat. Will man allerdings einen Sieg auskosten, ist die Zeit doch recht knapp. Anders formuliert: Am Donnerstag, um 19 Uhr, wartet mit der BSV Rehden auf unseren VfB Oldenburg. Eine Aufgabe, die es in sich hat, für die Blauen. Unsere Vorschau:

Gegner: Eigentlich hatten wir am Ende der vergangenen Saison geunkt, in dieser Spielzeit bestenfalls im Pokal gegen die Schwarz-Weißen aus der Gemeinde Diepholz ran zu müssen. Sportlich hatte der BSV schließlich das Klassenziel verfehlt. Doch es kam anders. Die Rehdener Rettung war eine blau-weiße, zuhause im Emsland. Denn durch den Aufstieg des SV Meppen war in der Regionalliga ein Platz frei geworden, so dass Rehden „drinbleiben“ durfte. Der kleine Club aus der gleichnamigen Samtgemeinde zählt seit 2012 zum erlesenen Kreis der Regionalligisten und hat sich schon so manch spannendes Scharmützel mit den Blauen geliefert.

Zahlenspielereien: Tabellenplatz 12, 26 Punkte nach 22 Spielen, 7 Siege, 5 Unentschieden, 10 Niederlagen bei 28:33 Toren. Die Gesamtbilanz des BSV klingt jetzt erstmal nicht so beeindruckend. Fünf Spiele, ein Unentschieden, vier Sieg, noch dazu in Serie, das ist die Rehdener Ausbeute im Jahr 2018 und die hat es in sich. Was ist da passiert?

Personalien: Nachdem es in der vergangenen Serie so gut nicht gelaufen war, wurde in Rehden mal wieder fast alles umgekrempelt. In der Vorsaison hatte man noch den Weg mit Spielern aus der Region – ein unbedingt weit zu fassender Begriff – proklamiert. Der Wurde dann aber schnell wieder verlassen und als klar war, dass es in der Regionalliga weitergehen würde, gaben sich die Neuzugänge die Klinke der Waldsportstätten in die Hand. 17 neue Spieler wurden verpflichtet, 16 haben den Verein verlassen. Zu den Neuzugängen zählten einige prominente Namen, allen voran „unser“ Addy Waku Menga, aber auch ein Francky Sembolo. Der vielleicht effektivste Transfer war indes ein anderer, nämlich die Verpflichtung von Lennart Madroch, aber dazu später noch etwas mehr.

Sportlich besser lief es dennoch nicht, so dass im September ein weiterer Wechsel zustande kam. Wolfgang Schütte warf die Brocken hin und mit Benedetto Muzzicato wurde ein neuer Trainer verpflichtet. Der ehemalige VfB-Kicker durfte dann im Winter nochmal den Kader nachbessern. Sieben Spieler mussten gehen, sechs neue wurden geholt, darunter Miguel Coimbra Fernandez, ein flinker Stürmer von Holstein Kiel. Mit Hugo Magouhi und Patrick Papachristadoulou durften zwei Spieler hingegen zum VfB Oldenburg wechseln.

Leistungsträger: Hier kommen wir dann nochmal zu Lennart Madroch? Zu wem? Genau, wirklich bekannt war der „Sechser“ zuvor nur im Großraum Bielefeld, denn bei der dortigen Arminia hatte der selbstständige Schornsteinfeger das Kicken gelernt. Später war er für verschiedene Vereine in der Landes- und Oberliga am Ball, ehe Madroch von Rehden geholt wurde. Ein guter Griff, denn der zweikampfstarke Mittelfeldspieler ist aus der Startformation nicht wegzudenken und hat als einziger Kicker im Kader alle 22 Spiele bestritten.

Selbstverständlich dürfen andere in dieser Kategorie nicht fehlen. Torhüter Milos Mandic etwa, der seit Jahren konstant liefert und zu den besseren Fängern in der Liga zählt. Innenverteidiger Kevin Njie oder Corvin Behrens im Mittelfeld und auch Kai Bastian Evers ist hier auch unbedingt zu nennen. Er ist der Taktgeber im Zentrum und über die Qualitäten von Sembolo und Menga müssen wir hier nicht groß philosophieren. Sind sie fit, verkörpern sie noch immer offensive Extraklasse. Bleibt eigentlich nur zu hoffe, dass Addy sich kurzentschlossen das richtige Trikot überstreift, weil er seinem Herzen folgt. Das hat übrigens vorne drauf eine Zitrone. Aber das nur am Rande.

Stärken und Schwächen: Ganz viele und zurzeit wohl gar keine. Schwächen streichen wir mal, denn  was soll man groß suchen bei einem Gegner, der zurzeit von Sieg zu Sieg eilt. Gut, Altona hatte beim 0:3 wohl schon den VfB im Kopf, Jeddeloh beim 2:3 den saisonalen Höhepunkt – Auswärtsspiel im Marschwegstadion – gerade hinter sich und Havelse war mental beim 2:4 auch noch in Oldenburg. Hildesheim wiederum hatten wir vorher ja schon demoralisiert und dann fehlten beim 1:6 auch noch drei Spieler wegen Rotsperre und Trainer Jörg Goslar war gar nicht mehr da. So gesehen haben wir Oldenburger ja einen ordentlichen Anteil am Rehdener Erfolg.

Jetzt aber mal ernsthaft. Die Serie ist ebenso beeindruckend, wie die Leistungen. Rehden verkörpert derzeit pures Selbstvertrauen. Benedetto Muzzicato hat seiner Mannschaft ein klares Konzept verpasst. Seine Truppe ist körperlich enorm robust, was sich positiv auf das Zweikampfverhalten auswirkt. Die Schwarz-Weißen sind fit, können 90 Minuten lang Dampf machen und bringen enorm viel Erfahrung auf den Rasen.

Schwächen? Da wird es wirklich knifflig, denn ganz viele hat Rehden zuletzt nicht gezeigt. Allerdings tun sich die Muzzicato-Burschen zuhause nicht ganz so leicht. Lediglich drei von zehn Spielen in den Waldsportstätten haben sie gewonnen, zweimal unentschieden gespielt, aber fünfmal verloren. Wenn es darum geht, das Spiel machen zu müssen, tut sich Rehden durchaus mal schwer.

Spekulatives: Ein Fußballspektakel wird es nicht geben. Vielmehr werden sich beide Mannschaften intensive Zweikämpfe liefern. Der VfB muss defensiv auf der Hut sein. Die Rehdener Offensive ist schon flink unterwegs, zudem ist die Truppe robust, körperlich stark und gut im Zweikampf. Es könnte ein Abnutzungsgerangel geben, wie es unsere Blauen in Drochtersen bereits mit Bravour hinter sich gebracht haben. „Wir müssen die Zweikämpfe annehmen und für uns entscheiden“, verlangt Stephan Ehlers von seiner Mannschaft.

Personelles: Einige unserer Spieler sind angeschlagen, ihr Einsatz ist folglich offen. Dino Fazlic zum Beispiel fehlte gegen Altona aufgrund von Aduktorenproblemen. Auch Hrvoje Bukovski musste verletzt passen. Mit Daniel Franzikus, Süleyman Celikyurt und Kifuta Kiala Makangu mussten gleich drei Spieler aufgrund von Blessuren ausgewechselt werden. „Unsere Physios und unser Doc müssen Schwerstarbeit leisten, aber wir werden schon eine gute Truppe auf den Rasen bringen“, sagt Stephan Ehlers.

Historisches: Die Statistik spricht für den VfB Oldenburg. 27 Spiele gab es bislang zwischen beiden Mannschaften. Deren elf haben die Blauen gewonnen, achtmal konnte Rehden jubeln, ansonsten endeten die Begegnungen unentschieden, so wie auch das Hinspiel. Es war ein torloses Tun. Das Torverhältnis spricht mit 44:29 auch klar für unseren VfB.

Auswärtsfahrt: An Unterstützung fehlt es unseren Jungs nie und ganz sicher auch nicht am Donnerstagabend. Die Oldenburger Fan Initiative bietet natürlich wieder eine Bustour an. Wo geht’s los? Wie immer unter der Autobahnbrücke Marschweg, Abfahrt ist um 17.30 Uhr. Der Spß kostet 9 Euro (Vollzahler, Nicht-OFI-Zugehörige), 7 Euro (OFI) und 4 Euro (unter 18-jährige). Du willst dabei sein? Dann klingel durch und melde Dich verbindlich an: 0175 – 924 14 36 (werktags nur von 19 bis 22 Uhr erreichbar)

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