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RegionalligaGemeinsam zum Sieg

19. April 2018
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Oldenburg. Weiter geht es mit der „Hamburger Woche“ und Teil zwei hat es in sich. Am Sonntag, um 15 Uhr, treffen die Blauen auf den Hamburger SV II und der ist aktuell die Nummer eins in der Regionalliga. Als wäre das nicht schon Motivation genug, spielen unsere Jungs auch mit ordentlich Wut im Bauch. Warum? Das lest ihr in unserem Vorspiel:

Der Gegner: Gegensätzlicher könnte die sportliche Ausbeute kaum sein. Hier die Profitruppe, die auf dem Weg ist, erstmals in der Bundesligageschichte die Erstligazugehörigkeit zu verspielen. Dort die zweite Mannschaft, über Monate hinweg das Maß aller fußballerischen Dinge in der Regionalliga-Nord. Maßgeblichen Anteil am Erfolg hat fraglos Christian Titz, aber dazu später mehr. Die aktuelle Ausbeute lässt den HSV noch immer vom Titel träumen. Aus 29 Spielen wurden 57 Punkte geholt. 55 Mal haben die Hamburger getroffen, 27 Gegentore kassiert. Wirklich überraschend ist diese Bilanz allerdings nicht.

Die Zahlenspielerei: Wenn man der Statistik glauben will, spielen die Rothosen schon einen flotten Ball nach vorn. 55 Treffer, wie erwähnt, mehr hat keine Mannschaft in der Liga erzielt. Maßgeblichen Anteil am hanseatischen Höhenflug hat Törles Knöll. Der U20-Nationalspieler, erstaunlicherweise von den Verantwortlichen für den Bundesligakader nahezu komplett ignoriert, hat bereits 18 Tore erzielt. Immerhin 31 Spieler haben in dieser Saison bereits die HSV-Farben in der Regionalliga vertreten, darunter auch der eine oder andere Kicker aus dem Bundesligakader. Julian Pollersbeck, mittlerweile die Nummer eins in der Oberhaus-Truppe, stand zweimal im Kasten. Gian-Luca Waldschmidt hat 70 Regionalligaminuten absolviert, Tatsuya Ito war sogar neunmal im Einsatz, um nur einige Beispiele zu nennen. Positiv formuliert: Beim HSV gibt es eine klare Durchlässigkeit zwischen erster und zweiter Mannschaft. Auch am Sonntag?

Die Taktvorgeber: Na klar, ohne Törles Knöll geht beim HSV wenig. In immerhin 13 Spielen hat er getroffen. Wer den HSV in den Griff bekommen will, muss Knöll in den Griff bekommen? Na ja, zumindest so ähnlich, denn der Tabellenführer hat natürlich noch mehr zu bieten. Ein bärenstarkes Mittelfeld zum Beispiel. Mohamed Gouaida, für eine stattliche Ablösesumme aus St. Gallen geholt, ist ohne Zweifel ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann. Der feine Techniker weiß nicht nur, wie man den Nebenspieler filigran in Szene setzt, er sucht auch selbst den Abschluss. Sieben Treffer gehen bereits auf sein Konto. Bakery Jatta, mittlerweile auf dem Weg zum dauerhaften Bundesligaspieler, hat ähnliche Qualitäten. Acht Treffer in zehn Spielen machen seine Klasse deutlich.

Balleroberung, Zweikampf, Passspiel, das alles kann man in Zusammenhang mit Matti Steinmann nennen. Alternativ ließe sich hier auch noch Sebastian Haut aufführen, ebenfalls ein Unverzichtbarer. In 27 Spielen hat er im defensiven Mittelfeld abgeräumt. Weil zudem jede junge Nachwuchsmannschaft Führung benötigt, wurde Henrik Giese verpflichtet. Der 29-jährige Innenverteidiger hält den Laden zusammen.

Die Stärken: Was soll man denn da schreiben? Die Hamburger wissen, wo der Ball hin muss. Sie sind allesamt technisch stark, taktisch gut ausgebildet. So eine Tabellenführung ist ja kein Zufall. Hinzu kommt die individuelle Qualität.

Die Schwächen: Ernsthaft? Die haben uns im Hinspiel sechs Dinger eingeschenkt. Da Schwächen zu formulieren, das ist ja fast anmaßend. Andererseits, die eine oder andere Unzulänglichkeit wird sich schon finden lassen. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass die Hamburger auf dem besten Weg sind, den Titel noch zu verspielen. Ein Trainerwechsel ist nicht ohne Folgen geblieben, das Personal wurde zuletzt ausgedünnt, weil die Talente dann doch in der Bundesliga gefragt waren. Zudem stellt sich die Frage, wie die Zukunft der Mannschaft aussieht, wenn die erste Riege absteigen sollte. Das könnte sensible Gemüter dazu verleiten, die Lust zu verlieren. Zugegeben, diese Spekulation basiert auf Hoffnung.

Die Seitenlinie: Christian Titz hat bis zum 12. März das Sagen gehabt. Der gelernte Verwaltungsfachangestellte, zuvor erfolgreicher Trainer der U17, war im Sommer zum neuen Trainer der Reserve berufen worden. Ein guter Griff, wie sich schnell zeigen sollte, denn unter seiner Regie spielte der HSV nicht nur einen flotten Ball, sondern war auch sehr erfolgreich, Stichwort Herbstmeisterschaft. Am 13. März war es für den Fußballtrainer mit der Regionalliga-Beschaulichkeit dann aber vorbei. Die HSV-Profis hatten auch unter ihrem zweiten Trainer dieser Saison, Bernd Hollerbach, die Erfolgsspur ganz effektiv umdribbelt, so dass erneut ein Wechsel vorgenommen wurde. Diesmal erinnerte man sich daran, dass da in der Regionalliga ein Trainer einen guten Job macht und beförderte Titz zum Cheftrainer. Seine Nachfolge wiederum wurde auch intern geregelt.

Steffen Weiß leitet die Zweite an. Zuvor, wie Titz, im Nachwuchsbereich tätig, startete der 29-jährige mit einem 1:1 im Stadtduell gegen den FC St. Pauli II und führte seine Mannschaft dann zu einem 2:1-Sieg in Eutin und einem 2:0-Erfolg in Lübeck. Der Auftakt einer Erfolgsserie? Eher nicht. Denn auf den Sieg in Lübeck folgten zwei Unentschieden und drei Niederlagen. Die dünne Ausbeute sorgte nicht nur in Flensburg und Lübeck für Freude, weil beide Mannschaften jetzt wieder echte Titelchancen haben, sondern beim HSV eben auch für schlechte Laune. Die wurde jetzt allerdings mit einem starken 5:2 in Egestorf vertrieben.

Der Unmut: Eigentlich ist Stephan Ehlers ja HSV-Fan. Doch die Leidenschaft für die Rothosen wird aktuell einem nachhaltigen Belastungstest unterzogen und das hat nichts mit der andauernden Erfolglosigkeit der Hamburger Bundesligatruppe zu tun. Der Cheftrainer des VfB ist sauer, weil die Verantwortlichen des HSV sich nicht entschließen konnten, einer Verlegung des Spiels von Sonntag auf Samstag zuzustimmen. „Als Grund hat man uns gesagt, dass sie hoffen, Spieler aus dem Profikader einsetzen zu können. Für so etwas habe ich dann kein Verständnis, das hat auch nichts mit Fairness zu tun“, ärgert sich Ehlers.

Die Prognose: Das wird schwer! Ach, was, echt jetzt? Ja, denn die Hamburger Ungewissheit darüber, wie es weitergeht, könnte durchaus zur Folge haben, dass die Nachwuchskicker noch eine Schippe drauflegen. Vielleicht geht es für die begabten Fußballer sogar darum, sich für einen Platz in einem möglichen Zweitligakader zu empfehlen. Andererseits, unmöglich ist in dieser Liga nichts, für unsere Mannschaft sowieso nicht. Was macht uns Mut? Jede Menge! Klar, wir müssen auf den gesperrten Ahmet Saglam verzichten (5. Gelbe). Kifuta ist angeschlagen, wird wohl auch nicht spielen können. ABER: Wir haben zuletzt gezeigt, dass wir guten Fußball spielen können. Gegen den spielerisch starken Nachwuchs des FC St. Pauli II hat unsere Mannschaft verdient gewonnen. Stephan Ehlers hat mittlerweile verschiedene personelle Optionen. Zudem wird nach zwei Siegen in Folge kein Mangel an Selbstvertrauen herrschen.

Es wird darauf ankommen, dass wir die Hamburger gar nicht erst in einen Spielfluss kommen lassen. Die kämpferische Komponente hat in diesem Spiel ganz sicher eine große Bedeutung. Darüber hinaus setzen wir auch auf unsere Zuschauer. Die Unterstützung gegen Wolfsburg, in Eutin und zuletzt auch gegen St. Pauli war klasse. Weiter so, gemeinsam zum Sieg.    

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