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RegionalligaToller Anfang, schlechtes Ende

22. April 2018
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Oldenburg. Schade, da war mehr drin! Vor 1.176 Zuschauern zeigte der VfB Oldenburg gegen den Hamburger SV II eine ordentliche Leistung, belohnte sich aber nicht. Am Ende hieß es 1:3, zudem kassierte Gazi Siala die gelb-rote Karte und wird den Oldenburgern am kommenden Dienstag, im Spiel gegen den VfB Lübeck fehlen. Darüber hinaus wurde das Spiel durch Mißtöne begleitet, die von Stephan Ehlers nach dem Schlusspiff deutlich angesprochen wurden.

Eben das war bei Ahmet Saglam bereits an diesem Sonntag der Fall. Während er aufgrund einer Gelb-Sperre zuschauen musste, fehlte Kifuta Kiala Makangu verletzt. Zudem verzichtete Trainer Stephan Ehlers anfangs auf Pascal Richter. Dafür spielten diesmal Süleyman Celikyurt, Okan Erdogan und Hugo Magouhi von Anfang an.

Die taktische Ausrichtung der im 4-4-2-System aufspielenden Gastgeber wurde schnell deutlich. Der VfB zog sich bis zur Mittellinie zurück, wollte die Hamburger spielen lassen, um dann zu attackieren und durch Ballgewinne ins Umschaltspiel zu gelangen. Ein Konzept, das schon früh aufgehen sollte, denn bereits nach acht Minuten wurde es vor HSV-Torhüter Morten Jens Behrens erstmals unruhig. Nach einer feinen Kombination über Daniel Franziskus und Thorsten Tönnies war Ibrahim Temin im Hamburger Strafraum nur noch durch ein Foul zu stoppen und Schiedsrichter Tim Skorczyk zeigte folgerichtig auf den Elfmeterpunkt.  Frederik Lach schnappte sich den Ball und ließ Behrens mit seinem platzierten Schuss keine Chance, 1:0 für den VfB (8. Minute).

Es war ein Auftakt nach Maß für die Blauen, deren Brust jetzt eigentlich noch ein wenig breiter hätte werden müssen. Doch es waren die Hamburger, die mehr und mehr das Kommando auf dem Rasen übernahmen und dabei auch vor rustikalem Einsatz nicht zurückschreckten. Das bekam gleich mehrfach Daniel Franziskus zu spüren. Aber auch Süleyman Celikyurt wurde zum Ziel einer unnötigen Hamburger Attacke, denn Arianit Ferati ließ sich zu einer klaren Tätlichkeit hinreißen. Warum Schiedsrichter Skorczyk dafür nicht die rote Karte zückte, sondern den Mittelfeldspieler nur mit Gelb verwarnte, blieb sein Geheimnis. Diese Fehlentscheidung sollte allerdings nicht ohne Folgen bleiben, denn Ferati zählte zu den stärksten Spielern seiner Mannschaft.

Die blieb ihrer ruppigen Linie treu, erneut zu Ungunsten von Daniel Franziskus, der nach einem Foul vom Platz musste, um behandelt zu werden. Die nummerische Überzahl wiederum nutzen die Hamburger zum Ausgleich durch Törles Knöll (17.).

Ein Treffer, der den Gästen weiteren Auftrieb geben sollte. Mehrfach konnte sich in der Folge Fabian Klinkmann auszeichnen, so auch in der 34. Minute gegen Mohamed Gouaida. Zwei Minuten später stand dann abermals Ferati im Mittelpunkt, der diesmal mit offener Sohle gegen Ibo Temin eingestiegen war. Ein fraglos gelb-würdiger Tritt, doch Schiedsrichter Skorczyk beließ es bei einer verbalen Ermahnung. Hugo Magouhi hingegen wurde nahezu jeder zweite Zweikampf als Foulspiel ausgelegt, was dem Angreifer gar nicht schmeckte. Seine Unzufriedenheit wiederum tat er kund und kassierte dafür Gelb. Es war die fünfte Verwarnung für den Angreifer, der damit am Dienstag zuschauen muss.

Nach dem Wechsel sollte sich am Spielverlauf anfänglich wenig ändern. Die Gäste blieben tonangebend und hatten auch die erste Chance. Christian Stark legte für Knöll auf, doch der Torjäger verpasste das Zuspiel knapp (47.).

Die Ruppigkeiten gingen indes weiter, erneut wurde Franziskus zum Opfer, der einen Ellenbogenschlag von Bjarne Thoelke „schlucken“ musste. Eine Szene ohne Folgen. Zwei Minuten später war das anders. Im Zweikampf mit Leon Lingerski suchte Mats Köhlert direkt Bodenkontakt und diesmal ertönte ein Pfiff – Elfmeter. Knöll allerdings scheiterte am überragend reagierenden Klinkmann. Während der von den Mitspielern noch gefeiert wurde, rauschte der Ball erneut in den Strafraum, wieder war Klinkmann zur Stelle, parierte den Schuss von Köhlert, doch im dritten Versuch konnte Patrick Storb den Ball im Tor unterbringen (55.).

Stephan Ehlers reagierte mit einem Wechsel und brachte Pascal Richter für Süleyman Celikyurt, später kamen auch noch Laurel Aug für Ibrahim Temin und Mechak Nankishi für Erdem Bastürk.

Der Rückstand wirkte für die Blauen wie ein Mutmacher und das sogar in Unterzahl. Franziskus war von einem Gegenspieler vor die Brust gestossen worden, ließ sich aber nicht etwa theatralisch fallen, sondern ärgerte sich darüber lautstark. In der folgenden Rudelbildung  wurde aber nicht der Hamburger bestraft, sondern der bereits mit Gelb verwarnte Gazi Siala, für den das Spiel damit zuende war (73.).

Trotzdem drängte jetzt der VfB, erspielte sich mehrere Ecken und Freistöße, hatte aber zweimal Pech, etwa bei Kopfbällen von Thorsten Tönnies. Die Hamburger hingegen nutzten in der Schlussphase einen Konter zur Entscheidung. Christian Stark erzielte drei Minuten vor Schluss das 1:3.

Steffen Weiß: Der frühe Rückstand war natürlich ein Rückschlag, aber danach konnten wir unser Spiel aufziehen und hatte auch gute Möglichkeiten. In der zweiten Halbzeit sind wir durch einen Elfmeter, bei dem ich nicht weiß, ob es einer war, in Führung gegangen. Das war enorm wichtig, denn trotz der roten Karte wurde der VfB stärker und wir haben unsere Dominanz verloren. Erst nach dem 1:3 musste ich nicht mehr zittern.

Stephan Ehlers: Wir haben gegen einen spielstarken Gegner verloren. Ich muss aber auch feststellen, dass wir an unserer mangelnden Cleverness gescheitert sind. Nach einer Führung hätte ich mir eine breitere Brust bei unseren Jungs gewünscht. Außerdem müssen wir beim Elfer, den Fabi stark hält, einfach wacher sein. Was mir gar nicht gefällt und das habe ich gerade schon deutlich angesprochen, ist, dass wir gelbe Karten fürs Meckern bekommen. Es wird nicht einfach, das Spiel jetzt schnell aus den Köpfen zu bekommen, aber es geht schon am Dienstag weiter. Es wird nicht einfach gegen Lübeck, aber da müssen wir Oldenburger gemeinsam durch. Es hilft uns dabei nicht, wenn Thorsten Tönnies von Zuschauern beleidigt wird. Er marschiert als Kapitän immer vorne weg und haut sich rein. Das sollte allen bewusst sein.

VfB Oldenburg: Fabian Klinkmann – Okan Erdogan, Frederik Lach, Muhittin Bastürk (78. Mechak Nankishi), Leon Lingerski – Süleyman Celikyurt (58. Pascal Richter), Ibrahim Temin (78. Laurel Aug) – Gazi Siala, Daniel Franziskus, Thorsten Tönnies – Hugo Magouhi
Trainer: Stephan Ehlers

Hamburger SV II: Morten Jens Behrens – Leon Mundhenk, Patrick Storb, Bjarne Thoelke, Young-Jae Seo (58. Fabian Gmeiner) – Sebastian Haut, Mohamed Gouaida (88. Jonas Behounek) – Arianit Ferati (65. Frank Ronstadt) – Törles Knöll, Mats Köhlert – Christian Stark
Trainer: Steffen Weiß

Tore: 1:0 Frederik Lach (Foulelfmeter, 8.); 1:1 Törles Knöll (17.); 1:2 Patrick Storb (55.); 1:3 Christian Stark (87.)

Schiedsrichter/in: Tim Skorczyk – Assistenten: Moritz Geweke, Patrick Müller

Zuschauer: 1176 im Marschweg-Stadion

Gelbe Karte: Hugo Magouhi (5., gesperrt), Daniel Franziskus (6.) / Arianit Ferati (4.)

Gelb/Rote Karte: Gazi Siala (73.) / –

Vergebener Elfmeter: – / Törles Knöll (Foulelfmeter, 55., gehalten von Fabian Klinkmann)

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