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RegionalligaVfB muss die Weichen stellen

30. April 2018
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Oldenburg. Nein, es läuft nicht. Drei Spiele in Folge haben unsere Jungs verloren, dabei jeweils drei Gegentore kassiert und jede Menge Frust angesammelt. Klar, dass Kritik laut, teils auch drastisch formuliert wird. Ausgerechnet jetzt heißt der Gegner SC Weiche Flensburg. Also, was tun? Die Luft aus dem Ball lassen? Den Rasen wässern und das Spiel absagen? Diese und andere Ideen hatten wir angedacht, aber sie waren nicht mehrheitsfähig. Stattdessen haben wir den Kollegen „Mut“ gesucht, ihn mit „Lust“ der „Leidenschaft“ vorgestellt, uns dann noch mit dem „Kampfgeist“ getroffen und jedes negative Gedankengut auf den Index gesetzt. Aus diesem Grund können wir uns jetzt in aller Ruhe dem Vorspiel widmen:

Der Gegner: Besser geht es nicht, zumindest ist das die aktuell belastbare Aussage der Tabelle. Der Sport Club Weiche Flensburg 08 führt die Regionalliga an. Zufall? Sicher nicht. Vielmehr ist diese Tabellenführung das Ergebnis konsequenter Arbeit, konstanter Personalpolitik und finanzieller Potenz. Der „Eisenbahnerclub“ ist mittlerweile übrigens ein Fusionsverein. Über Jahre hinweg wurde zwischen Flensburg 08 und dem ETSV Weiche verhandelt, am Ende stand vor knapp eineinhalb Jahren eine Fusion. Flensburg 08 wurde aufgelöst, Weiche firmierte um in SC Weiche Flensburg 08. Das Ziel ist klar. Die Nordlichter wollen in die 3. Liga.

Die Zahlenspielerei: Beeindruckend, viel mehr muss man eigentlich gar nicht sagen. Der Tabellenführer hat 19 von 29 Spielen gewonnen, 7 Mal unentschieden gespielt und nur dreimal verloren. Keine Mannschaft ist auswärts besser als die Truppe von Trainer Daniel Jurgeleit. 28 Punkte wurden in der Fremde genegiert.

Die Erfolgsbasis: Natürlich gibt man sich in Flensburg bescheiden, doch da ist dann auch eine satte Portion Zurückhaltung dabei. Dank potenter Sponsoren konnte man in den vergangenen Jahren zahlreiche erfahrene Kicker nach Flensburg lotsen und ihnen einige junge Talente an die Seite stellen. Angeleitet vom erfahrenen Ex-Profi Daniel Jurgeleit hat sich eine bockstarke Truppe entwickelt. Der Erfolg ist, wie gesagt, kein Zufall, sondern der individuellen Klasse und den Rahmenbedingungen geschuldet. Wer wagemutig ist und meint, einen der Weiche-Kicker loseisen zu können, könnte vielleicht schon mal die Erfahrung machen, dass die Jungs da oben im Norden nicht nur Fußball spielen, weil sie in der Freizeit gerne mal am Ostseestrand liegen. Mittlerweile haben die Flensburger sogar den Fußball für sich entdeckt und sorgen dafür, dass im kleinen Stadion etwas mehr los ist.

Die Stärken: Auch hier sagt der Blick auf die Tabelle einiges aus. Lediglich 18 Gegentore haben die Flensburger zugelassen. Die körperlich sehr robuste Mannschaft spielt durchaus physischen Fußball, hat aber eben auch enorm viel spielerische und individuelle Klasse. 14 Spieler konnten sich bereits in die Torschützenliste eintragen.

Die Unverzichtbaren: Jeder ist ersetzbar, einige mehr, andere weniger. Letzteres gilt für Rückkehrer Torge Paetow. Der Abwehrrecke, bereits dreimal als Torschütze erfolgreich, hat in allen 29 Saisonspielen auf dem Platz gestanden. Auch auf Florian Kirschke, Jonas Walter oder René Guder verzichtet der Trainer bestenfalls unter Zwang. Guder, im Sommer von Holstein Kiel zurückgeholt, darf unstreitig als Glücksgriff gelten. Der Stürmer führt mit zehn Toren die interne Torjägerliste an. Ihm folgen der Ex-Hildesheimer Dominic Hartmann (7) und Nico Empen (5), der vom FC St. Pauli II eingekauft worden ist. Die ohnehin starke Mannschaft wurde im Winter durch Marvin Kleihs nochmals aufgepeppt.

Der Trend: Puh, auf einmal ist der Gedanke, den Schiedsrichter vielleicht in seiner Kabine einzusperren und so den Anpfiff zu verhindern, doch wieder ganz reizvoll. Warum? Nun, die Weichensteller gönnen ihren Kontrahenten offenbar gar keinen Spaß. Sieben der letzten acht Spiel sie gewonnen, allesamt zu Null. Man könnte meinen, in der Fußball-Geschichtsstunde haben sie bei Huub Stevens gut aufgepasst, denn hier ist die Null Programm. Flensburg ist auf dem besten Weg, den Titel zu gewinnen und dann sind wir mal gespannt, wie das Duell mit Energie Cottbus ausgehen wird. Chancenlos ist die Jurgeleit-Elf ganz sicher nicht. Wir setzen dabei natürlich voraus, dass Weiche auch eine Lizenz für die 3. Liga erhält, ungeachtet des dafür tauglichen Stadions.

Der Mutmacher: Kämpfen, rennen, beißen, kratzen, dem Gegner den Spaß am Spiel nehmen. Ganz einfach einen dreckigen Sieg anpeilen. Nur so hat man gegen Flensburg eine Chance. Im Hinspiel hätte das beinahe funktioniert. Überaus knapp und unglücklich unterlagen unsere Blauen damals mit 0:1. Dass der Tabellenführer nicht unschlagbar ist, hat erst kürzlich der VfV Hildesheim gezeigt, der gegen den Primus mit 1:0 gewinnen konnte. Daran müssen, sollen und werden sich unsere Jungs orientieren.

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