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RegionalligaVfB fehlt Cleverness

17. November 2018
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Jeddeloh. Gastspiele des VfB Oldenburg beim SSV Jeddeloh bleiben den Blauen nicht eben als freudige Höhepunkte in Erinnerung. Auch das Gastspiel dieser Saison machte das keine Ausnahme. Vor 2.000 Zuschauern, in der offiziell ausverkauften 53acht-Arena hatte nach dem Schlusspfif lange Gesichter auf Seiten der Gäste zur Folge.

Der VfB, von den zahlreichen Fans lautstark angetrieben, hatte das Spiel vor allem vor der Pause teils deutlich bestimmt, aber schlicht seine Chancen nicht genutzt. Die Gastgeber, nach dem Trainerwechsel von Key Riebau zu Ansgar Schnabel sichtlich neu motiviert, demonstrierten hingegen echte Effektivität. Zwei Schüsse auf das Tor von Dominik Kisiel bleiben aus den ersten 45 Minuten in Erinnerung. Kasra Ghawilu traf den Pfosten (9. Minute), Björn Lindemann vom Elfmeterpunkt aus ins Tor. Es sollte ein Treffer sein, der durchaus Folgen für das Spiel hatte, denn fortan mussten die Oldenburger nicht nur Druck machen, sondern auch nachhaltig aufpassen, nicht in einen Konter zu laufen.

Marco Elia hatte überraschend jene Formation aufgeboten, die eine Woche zuvor den VfB Lübeck mit 5:1 besiegt hatte. Auf Seiten der Ammerländer hatte Ansgar Schnabel dagegen einige Änderungen vorgenommen. Florian Stütz etwa durfte nicht mitspielen und saß auf der Bank. Dennis Geiger fehlte verletzt.

Die ganz in Weiß angetretenen Oldenburger dominierten das Spiel von der ersten Minute an, allein am Strafraum war meist Schluss. Die Ammerländer hatten sich eine Defensivtaktik ausgedacht, die durchaus aufging. Lediglich Julian Bennert und Gasra Ghawilu agierten offensiver, der Rest des gastgebenden Ensembles hingegen riegelte den eigenen Sechzehner ab. Mit ihren Kontern allerdings waren die Jeddeloher so ungefährlich nicht. Erstes Resultat war ein strammer Schuss von Ghawilu, der den VfB-Verteidigern einmal entwischt war und den Pfosten traf (9. Inute).

Die nächste und entscheidende Szene wiederum nahm ihren Ursprung in der Jeddeloher Hälfte. Almir Ziga hatten den ballführenden Jan Patrick Kadiata umgeschubst, doch der durchaus mögliche Pfiff von Schiedsrichter Stefan Zielsdorf, der sich im weiteren Verlauf sehr nachhaltig den Unmut der Gäste und ihres Anhangs zuziehen sollte, blieb aus. Mehr noch, Ziga leitete einen Konter ein, brachte schließlich den Ball zu Kevin Samide und der suchte im Strafraum Bodenkontakt. Okan Erdogan hatte dem Jeddeloher am Fuß getroffen, der Ex-Oldenburger konnte zwar noch einen guten Meter weiterlaufen, fiel dann aber hin und Zielsdorf gab Elfmeter. Lindemann traf sicher zum 1:0 (10.).

Ein Spielverlauf, der den Gastgebern vollends in die Karten spielen sollte, denn fortan standen sie noch tiefer, während der VfB zwar den Druck erhöhte, aber seinerseits Glück und Geschick im Abschluss vermisste. Die Oldenburger hatten allerdings auch Pech und durchaus Grund, mit den Einschätzungen des Unparteiischen zu hadern. In der zwölften Minute etwa kam Ahmet Saglam im Jeddeloher Strafraum zum Schuss, traf dabei den sichtbar nicht angelegten Unterarm von Bastian Schaffer. Ein Handspiel? Aus VfB-Sicht ganz sicher, doch der Pfiff blieb aus. Sekunden später der nächste Aufreger. Torhüter Christian Meyer und Almir Ziga hatten Saglam schlicht umgerissen – aus VfB-Sicht fraglos eine Tätlichkeit, doch weder gab es einen Elfmeter, noch eine Karte für die Gastgeber.

Der Oldenburger Unmut sollte aber noch zunehmen. Knapp 25 Minuten waren gespielt, als der im Duell mit Jan Patrick Kadiata oft unterlegene Niklas von Aschwege, der zuvor bereits Gelb gesehen hatte, erneut einen VfB-Angriff durch ein taktisches Foul unterbracht. Gelb-Rot schien die logische und einzig richtige Konsequenz, doch Schiedsrichter Zielsdorf beließ es bei einer Ermahnung und ermöglichte den Ammerländern so, von Aschwege auszuwechseln. Natürlich reagierte Ansgar Schnabel und nahm das Angebot des Schiedsrichters an. Für von Aschwege brachte er Keven Oltmer ins Spiel (34.).

Zuvor hatte Christian Meyer noch zeigen können, dass er weiterhin ein toller Torhüter ist. Einen Freistoß von Süleyman Celikyurt aus stattlicher Entfernung dreht er mit einer Glanztat um den Pfosten (25.). Etwas später hatte er allerdings Glück, als ein Schuss von Kifuta durch einen Abwehrspieler aus der Gefahrenzone befördert wurde. Der VfB drückte weiter, doch die ganz großen Möglichkeiten bleiben aus, was durchaus auch damit zu tun hatte, dass die Gastgeber den Oldenburger Spielfluss immer wieder durch mehr oder weniger kleine Fouls unterbrachen.

Marco Elia reagierte auf den Rückstand mit einem Wechsel. Okan Erdogan blieb zur Pause in der Kabine, Gazi Siala sollte das spielerische Element im Oldenburger Tun verfeinern. Ein personeller Schachzug, der nur bedingt greifen sollte, denn das Spiel blieb ruppig und wurde immer zerfahrener.

Klare Chancen wurden jetzt zur echten Mangelware. Nach wie vor waren die Oldenburger die spielerisch bessere Mannschaft, allein der VfB, im weiteren Verlauf mit Pascal Richter an Stelle von Jan Patrick Kadiata und später auch mit Hugo Magouhi für Dominique Ndure, fand kein Mittel, um das Ammerländer Bollwerk zu knacken. Die Gastgeber ihrerseits suchten immer wieder das rustikale Spiel und kauften dem VfB damit durchaus den Schneid ab. Schiedsrichter Zielsdorf ahndete das allerdings nicht mit der nötigen Konsequenz, sondern beließ es wiederholt bei Ermahnungen. Der VfB dagegen kassierten Karten. Mannschaftskapitän Kai Bastian Evers sogar seine fünfte. Er war im Mittelfeld von hinten gestossen worden, landete mit der Hand am Ball und wurde dafür bestraft, statt dass es einen Freistoß für ihn gegeben hätte.

Als der VfB in der Schlussphase alles nach vorne warf, überschlugen sich die Ereignisse. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld sah sich Ahmet Saglam gleich zwei Gegenspielern gegenüber, traf im Zweikampf Ball und Gegner und wurde, weil aus Sicht des Schiedsrichters letzter Mann, mit der roten Karte bestraft (83.).

Selbst in Unterzahl drängten die Oldenburger noch auf den Ausgleich, doch der Ball fand nur den Weg ins Tor der Gäste. Kevin Samide zog aus großer Distanz ab und die Bogenlampe senkte sich ins lange Eck (90.+3.). Es war die Entscheidung.

Die Schuld an der Niederlage gilt es allerdings, bei aller berechtigten Kritik, nicht beim Schiedsrichter zu suchen. Vielmehr muss der VfB sich den Vorwurf gefallen lassen, erneut seine Möglichkeiten nicht genutzt zu haben. Zudem waren die Ammerländer deutlich aggressiver und cleverer.

SSV Jeddeloh: 1 Christian Meyer – 21 Thorsten Tönnies, 6 Michel Leon Hahn, 4 Niklas von Aschwege (34. 11 Keven Oltmer), 19 Fabian Istefo – 7 Bastian Schaffer, 2 Almir Ziga – 16 Kevin Samide, 10 Björn Lindemann, 20 Kasra Ghawilu (82. 8 Mario Fredehorst) – 18 Julian Bennert
Trainer: Ansgar Schnabel

VfB Oldenburg: 1 Dominik Kisiel – 5 Jeffrey Volkmer, 6 Okan Erdogan (46. 10 Gazi Siala), 4 Angelos Argyris, 3 Dominique Ndure (74. 35 Hugo Magouhi) – 27 Süleyman Celikyurt, 8 Kai Bastian Evers, 22 Ahmet Saglam – 16 Maik Lukowicz, 31 Jan-Patrick Kadiata (58. 18 Pascal Richter) – 11 Kifuta Kiala Makangu
Trainer: Marco Elia

Tore: 1:0 Björn Lindemann (Foulelfmeter, 10.); 2:0 Kevin Samide (90+3.)

Schiedsrichter/in: Stefan Zielsdorf – Assistenten: Marcel Klein, Niklas Olle

Zuschauer: 2000 in der 53acht Arena

Gelbe Karte: Niklas von Aschwege (2.), Kasra Ghawilu (6.), Keven Oltmer (2.) / Okan Erdogan (3.), Kai Bastian Evers (5., gesperrt), Maik Lukowicz (2.)

Rote Karte: – / Ahmet Saglam (83.)

 

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