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RegionalligaMit Selbstbewußtsein ins Nachbarschaftsduell

22. September 2020
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Oldenburg. Dieses Nachbarschaftsduell kommt eindeutig einige Tage zu früh. Am kommenden Wochenende sollten neue Lockerungen gelten, die zur Folge haben, dass auch in der Regionalliga endlich wieder mehr Zuschauer zugelassen werden. Wenn sich am Mittwoch, ab 17 Uhr der VfB Oldenburg und der SSV Jeddeloh II im sportlichen Wettstreit messen, bleibt es – Stand Dienstagabend – allerdings bei lediglich 500 Fans. Schade, denn anzunehmen ist, dass es ein spannender und intensiver Kick wird, in den die Blauen wohl derzeit mit etwas mehr Selbstvertrauen gehen.

Unentschieden, Sieg, Niederlage, die Ammerländer sind durchwachsen in die neue Spielzeit gestartet. Aktuell haben sie vier Punkte auf dem Konto und damit vielleicht einen oder zwei Zähler weniger, als angesichts der Startprogramms vielleicht erwartet worden war. Immerhin waren zwei der drei Gegner Aufsteiger. Die Ergebnisse, ein 1:1 gegen Hildesheim und ein 0:1 gegen Oberneuland, machen allerdings auch sehr deutlich, wie ausgeglichen die Süd-Staffel der Regionalliga besetzt ist.

Der Reiz des Nachbarschaftsduells ergibt sich natürlich nicht allein aus der Tabellenkonstellation, sondern vor allem aus der Tatsache, dass in etwa jeder zweite Spieler aus dem Kader unserer Gäste in der Vergangenheit auch schon für den VfB gespielt hat. Nicht selten ging mit den Wechseln von der Hunte an den Kanal auch eine satte Portion medialer Aufmerksamkeit einher. Das war so, als der SSV seinerzeit Thorsten Tönnies als „Königstransfer“ ins Ammerland lockte und das war auch in diesem Sommer genauso, als Ibrahim „Ibo“ Temin und Kifuta „Kifu“ Kiala Makangu vom VfB zum SSV gewechselt sind. Es liegt auf der Hand, dass gerade diese beiden am Mittwoch überaus motiviert sein werden. Aber dürfen sie auch von Beginn an ran?

Trainer Oliver Reck scheint seine Stammelf gefunden zu haben. Zumindest verzichtete der erfahrene Trainer zuletzt darauf, seine mit 5:3 beim HSC Hannover erfolgreiche Startelf zu ändern. Das überrascht zumindest in einer Personalie: Julian Bennert. Der 28-Jährige ist beim SSV längst eine echte Institution.  63 Tore in 133 Spielen deuten an, dass der Angreifer fast unverzichtbar ist. Als Bennert in der vergangenen Saison verletzt längerfristig ausgefallen ist, rutschte der SSV in bedrohliche Tabellenregionen.

Allerdings haben Oliver Reck und Manager Ansgar Schnabel im vergangenen Sommer den Kader gezielt verstärkt. Mit Nick Otto wurde der zuvor von Eintracht Braunschweig ausgeliehene Innenverteidiger fest verpflichtet. Für das Mittelfeld kam Ibo Temin vom VfB und in der Offensive wurde mit Kifuta und dem zuletzt in Lübeck spielenden Miguel Fernandes gleich doppelt aufgerüstet. Kein Wunder, dass der Manager der Überzeugung war, man habe sich personell verstärkt.

Allerdings musste der SSV im Sommer auch den einen oder anderen Leistungsträger ziehen lassen, angefangen bei Torjäger Tim van de Schepop. Aber auch den talentierten Moritz Seiffert hat man sicherlich nicht gerne ziehen lassen und mit Keven Oltmer hat zudem ein über Jahre bewährter Offensivkicker den SSV verlassen. Dass zudem noch Thilo Töpken ein Angebot von Hannover 96 II angenommen hat, hatte letztlich die Verpflichtung von Fernandes zur Folge.

Klar ist, der SSV-Kader ist breit aufgestellt, verfügt über viel Talent und noch mehr Erfahrung und bietet Trainer Oliver Reck verschiedene Optionen. Bislang favorisierte der ehemalige Nationalspieler ein 3-5-2-System, das bei Ballbesitz des Gegners zu einem 5-3-2 wird. Vor Torhüter Felix Bohe verteidigte eine Dreierkette mit Leon Hahn, Nick Otto und Niklas von Aschwege. Im Mittelfeld baut der Trainer auf schnelle Außenspieler mit Shaun Minns und Thorsten Tönnies sowie eine Doppel-Sechs mit den zweikampfstarken Almir Ziga und Muhittin „Erdem“ Bastürk. Im ersten Spiel sollte zudem Kevin Samide die Fäden ziehen, Ibo Temin wiederum fand sich überraschend auf der Bank wieder. Samide allerdings musste zur Halbzeit verletzt raus und fehlt seitdem. Es ist allerdings davon auszugehen, dass der spielstarke Kapitän bis zum Mittwoch fit ist und zumindest auf der Bank Platz nehmen kann.

Die Offensive bildeten zuletzt Kifuta und Miguel Fernandes. Es wäre allerdings keine Überraschung, sollte Oliver Reck im Derby auf den trickreichen Julian Bennert zurückgreifen.

18 Spieler hat der Trainer bislang eingesetzt, doch nur 14 brachten es in den ersten drei Spielen auf mindestens 45 Minuten. Immerhin sechs Spieler standen bislang dreimal über 90 Minuten auf dem Rasen. Auch das ist ein Indiz dafür, dass Reck auf eine eingespielte Formation vertraut.

Natürlich ist so ein Nachbarschaftskampf immer ein Spiel unter besonderen Vorzeichen. Man kennt sich, man schätzt sich und man will auf keinen Fall verlieren, um jeder Frotzelei des Nachbarn aus dem Weg zu gehen. Etwas mehr Druck lastet vor dem Anpfiff sicherlich auf den Gästen, die ihre Startbilanz mit einem Sieg natürlich aufpolieren wollen.

Gegen Hildesheim hatte der SSV durchaus Glück, denn der starke Aufsteiger traf mehrfach den Pfosten. In Hannover wiederum zeigten sich die Ammerländer von ihrer besten Seite und ließen dem HSC keine Chance. Findet die Elf ihren Rhythmus, kann sie jeden Gegner vor Probleme stellen. Fakt ist aber auch, dass bei Jeddeloh spielerisch sicherlich noch Luft nach oben ist. Oft wird das Zentrum mit langen Bällen auf die Außenbahnen oder in die Spitze überbrückt. Viel hängt in spielerischer Hinsicht natürlich auch davon ab, ob Samide auflaufen kann. Der erfahrene Routinier verkörpert wie kaum ein anderer die spielerische Komponente, ist noch immer flink unterwegs und auch im Abschluss gefährlich.

Zu den Stärken der Gäste zählt, neben ihrem Kampfgeist und ihrer Robustheit, vor allem ihre große Erfahrung. Nervös macht die Ammerländer auch ein solches Duell eher nicht.

Der VfB Oldenburg vom Spiel in Havelse nicht nur einen Punkt mitgebracht, sondern auch einen Sack voller Sorgen. Rafael Brand fehlt dort bereits, zudem sind weitere Spieler teils deutlich angeschlagen. Es gibt einige personelle Fragezeichen, die Trainer Dario Fossi bis zum Anpfiff noch lösen muss. Entsprechend schwer ist es, jetzt zu prognostizieren, wie eine Startelf aussehen könnte. Eine Diskussion darüber ist mit dem Cheftrainer ohnehin kaum zu führen, denn Fossi hat vom ersten Tag an betont, dass er nicht von einer Stammelf spricht, „weil wir jeden Spieler brauchen werden und jeder Spieler auch seine Einsatzzeiten bekommen wird“, wie er immer wieder betont hat. Wir dürfen also gespannt sein.

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