RegionalligaVfB setzt nächstes Ausrufezeichen

26. März 2022
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Hamburg. Der VfB Oldenburg hat seine Titelambitionen mit einem dicken Ausrufezeichen versehen. Vor 450 Fans, mehrheitlich aus Oldenburg, gewannen die Blauen das Spitzenspiel beim Hamburger SV II mit 2:1. Ayodele Adetula erzielte beide Treffer zum verdienten Sieg. In einem Spiel auch hohem Niveau hatten die Oldenburger am Ende das Glück und den unbedingten Willen und trafen in der Nachspielzeit.

Die Blauen schickten ihre Fans an diesem Nachmittag durch ein echtes Wechselbad der Gefühle. Die Führung des VfB konnten die spielstarken Hamburger ausgleichen, doch die Gäste wollten sich nicht mit einem Punkt bescheiden, schalteten in der Schlussphase nochmal in den Angriffsmodus und belohnten sich in Person von Ayodele Adetula, der nach einem Einwurf von Nico Knystock und folgender Kopfballverlängerung zur Stelle war und mit seinem zweiten Tor für eine emotionale Eskalation auf Seiten der Blauen sorgte.

Der VfB musste ohne Abwehrchef Marcel Appiah ins Spiel gehen. Eine Muskelverletzung sorgte dafür, dass „Api“ nur zuschauen konnte. Seinen Part an der Seite von Leon Deichmann übernahm Fabian Herbst und, um es vorwegzunehmen, er machte seine Sache gut. Vor allem in der Luft räumte Herbst konsequent ab und entschied auch die Mehrzahl der Zweikämpfe für sich. Überhaupt brachten die Oldenburger eine starke Physis auf den Rasen. „Der VfB war in dieser Saison die Mannschaft mit der größten Wucht, aber es kam auch das Spielerisch dazu“, erklärte HSV-Trainer Piet Reimers nach dem Schlusspfiff und fasste das Oldenburger Spiel damit gut zusammen.

Der Plan des VfB wurde schnell ersichtlich. Mit Ruhe aufbauen, eine Mischung aus schnellem Passspiel und langen Bällen finden und den Gegner immer wieder in dessen Hälfte unter Druck setzen. Vor allem die Hamburger Innenverteidiger hatten immer wieder Probleme mit den anlaufenden Oldenburgern, die bereits nach drei Minuten zur ersten Chance kamen. Nach einem langen Pass war Marten Schmidt zur Stelle, doch dessen Schuss aufs kurze Eck konnte Torhüter Leo Oppermann zur Ecke klären.

Im direkten Gegenzug kam die Zweitliga-Nachwuchsmannschaft zur ersten Chance. Der aufmerksame Patrick Möschl, erneut als rechter Verteidiger aufgeboten, konnte den Schuss von Jonah Fabisch allerdings zur Ecke blocken.

In der Folge entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe, in dem sich keiner der Kontrahenten einen Vorteil erspielen konnte. Die Oldenburger kamen dabei zwar einige Male zum Abschluss, ohne jedoch den ganz großen Druck aufbauen zu können. Darüber hinaus mussten sie bei dem einen oder anderen Konter der jungen HSV-Elf durchaus aufpassen.

Folgerichtig stand es nach 45 Minuten 0:0, doch schon jetzt hatte sich angedeutet, dass der Spannungsbogen seinen Höhepunkt noch längst nicht erreicht haben sollte. Angetrieben von den lautstarken Fans erhöhte der VfB mit dem Wiederanpfiff die Schlagzahl und das sollte sich auszahlen. Zuvor allerdings hatte der HSV die Führung auf dem Fuß. Gentrit Limani hatte aus vollem Lauf abgezogen, doch Pelle Boevink machte mit einer echten Glanzparade deutlich, dass er zu den Top-Torhütern der Regionalliga zählt (55.).

Die nächste Chance gehörte dann allerdings dem VfB und die hatte es in sich. Nach einer Kombination über Robert Zietarski und Rafael Brand war Ayodele Adetula zur Stelle und traf zum 0:1 (59. Minute). Die Führung war zu diesem Zeitpunkt verdient. Der VfB hatte mehr vom Spiel und sollte in den folgenden Minuten wiederholt die Möglichkeit zur vorzeitigen Entscheidung bekommen. Doch erst zielte Rafael Brand nach einem eindrucksvollen Sprint über nahezu den gesamten Platz etwas zu hoch (66.), dann scheiterte Adetula an Torhüter Oppermann (67.).

Zudem hatten die Hamburger viel Glück. Nach einem Pass spielte Leo Oppermann den Ball außerhalb des Strafraums klar erkennbar mit der Hand, doch es kam kein Pfiff, sehr zum Ärger der Oldenburger, die immer wieder mit Entscheidungen von Schiedsrichter Kevin Behrens haderten.

Der Verdruss sollte aber noch zunehmen, denn in die Drangphase des VfB hinein setzten die Hamburger einen Konter und nach einem Pass von der linken Seite entwischte Leon Sommer der Oldenburger Abwehr und traf zum 1:1 (73.). Ein Schock für den VfB, aber kein Wirkungstreffer, im Gegenteil, die Gäste zeigten Nehmerqualitäten.

In einem jetzt immer ruppiger werdenden Spiel brachte Dario Fossi mit Affamefuna Ifeadigo für Max Wegner nochmal einen frischen Angreifer, nachdem zuvor bereits Maik Lukowicz für Rafael Brand ins Spiel gekommen war. Wechsel, die sich auszahlen sollten. Zwar scheiterte „Luko“ mit einem Kopfball noch knapp (81.), doch in der Nachspielzeit erkämpften sich die Oldenburger den Sieg. Ein langer Einwurf von Nico Knystock wurden verlängert und landete schließlich bei Ayodele Adetula, der trocken zum 1:2 veredelte und hernach seine liebe Mühe hatte, den Torjubel ohne Verletzung zu überstehen. Die letzten Minuten brachten die Blauen dann sicher über die Bühne und konnten schließlich gemeinsam mit den Fans ihre Sieges-Humba anstimmen.

Hamburger SV II: 1 Leo Oppermann, 2 Maxwell Gyamfi, 3 Dennis Duah, 6 Jonah Fabisch, 7 Gentrit Limani, 10 Juho Kilo, 14 Moses Otuali, 17 Bryan-Anthony Hein, 19 Maximilian Großer, 20 Douda Beleme, 22 Leon Sommer
Trainer: Pit Reimers

Eingewechselt: 65. 15 Bent Andresen für Juho Kilo, 88. 8 Emmanuel Appiah für Bryan-Anthony Hein, 90+2. 18 Joe-Robert Sherbourne für Dennis Duah

VfB Oldenburg: 26 Pelle Boevink, 4 Leon Deichmann, 5 Fabian Herbst, 7 Rafael Brand, 8 Robert Zietarski, 9 Max Wegner, 10 Gazi Siala, 11 Ayodele Adetula, 13 Marten Schmidt, 17 Patrick Möschl, 44 Nico Knystock
Trainer: Dario Fossi

Eingewechselt: 61. 21 Kai-Sotirios Kaissis für Gazi Siala, 69. 16 Maik Lukowicz für Rafael Brand, 81. 30 Affamefuna-Michael Ifeadigo für Max Wegner, 90+2. 27 Diyar Saka für Ayodele Adetula

Tore: 0:1 Ayodele Adetula (59.); 1:1 Leon Sommer (72.); 1:2 Ayodele Adetula (90+1.)

Schiedsrichter/in: Kevin Behrens (Algermissen) – Assistenten: Björn Behrens (Hannover), Jan Tschirschwitz (Hannover)
Zuschauer: 450 im Wolfgang-Meyer-Stadion

Gelbe Karte(n):
Bent Andresen / Gazi Siala, Pelle Boevink

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