RegionalligaDie Stadt Oldenburg braucht ein neues Stadion

17. Mai 2022
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Der VfB Oldenburg steht vor dem Gewinn der Meisterschaft in der Regionalliga-Nord. Im Zuge des sich abzeichnenden Erfolges und möglichen Aufstiegs in die 3. Liga, ist erneut eine Debatte darüber entstanden, ob in Oldenburg ein Stadion fehlt, das den Anforderungen des modernen Sports – nicht explizit nur des Fußballs – gerecht wird. Aus Sicht des VfB Oldenburg ist diese Frage eindeutig mit „JA“ zu beantworten.

Die Stadt Oldenburg braucht eine moderne, zeitgemäße Sport- und Veranstaltungsstätte, eine Multifunktionsarena und das nicht nur aus sportlichen Gründen.

Die Ist-Situation

Mit dem städtischen Stadion am Marschweg (im Folg. Marschwegstadion, MWS) steht in Oldenburg zurzeit eine Sportstätte zur Verfügung, die mehr als 70 Jahre alt ist. Zwar wurde das Marschwegstadion in den vergangenen Jahrzehnten wenige Male ertüchtigt, den zeitgemäßen Anforderungen kann es allerdings weder mittel- noch langfristig gerecht werden, wie im Folgenden kurz skizziert wird.

Kein Komfort: Das MWS bietet Gästen keinerlei Komfort. Selbst bei leichtem Regen werden Besucher:innen auf der Sitzplatztribüne nass. Die Gäste auf der Gegengerade (Stehplatztribüne) stehen sprichwörtlich im Regen. Die Tribünen mussten in den letzten Jahren immer wieder repariert werden.

Fehlende Voraussetzungen: Das MWS verfügt weder über ein Flutlicht noch über eine Rasenheizung. Beides zählt zu den umfangreichen Voraussetzungen, die der Deutsche Fußball Bund (DFB) den Vereinen zur Bedingung macht, um überhaupt in der 3. Liga spielen zu dürfen. Zu den Anforderungen/Auflagen, die der Verband macht, zählt unter anderem ein „geschlossenes Stadionbild“, d.h., der Bau weiterer Tribünen wäre zwingend. Kommt man dieser Verpflichtung nicht nach, werden etwa die Einnahmen aus Fernsehgeldern um 25 Prozent gekürzt.

Eingeschränkte Nutzung: Die rechtlichen Rahmenbedingungen schränken eine Stadionnutzung nachhaltig ein. So sind etwa hoch-attraktive Abendveranstaltungen, die nach 18.30 Uhr beginnen, praktisch nicht durchführbar und müssten in einem Ersatzstadion stattfinden. Auch ist die Anzahl an möglichen (Vor-) Abendveranstaltungen stark begrenzt.

Kaum vermarktbar:
Im MWS sind kaum Möglichkeiten gegeben, über eine zeitgemäße Vermarktung signifikante Erlöse zu erzielen, um professionellen Sport mitzufinanzieren. Ein Hospitality-Bereich mit vermarktbaren Logen existiert nicht.

Standort: Das MWS steht in einem attraktiven Wohngebiet. Das hat zur Folge, dass die Anwohner:innen regelmäßig einer hohen Belastung ausgesetzt sind. Diese beginnt etwa beim Parksuchverkehr, da im Stadionumfeld viel zu wenige Parkplätze zur Verfügung stehen, die zudem noch von den Gästen des benachbarten OLantis genutzt werden.
Für Fans der Gastmannschaften muss ein Transport organisiert werden, der große Gruppen regelmäßig vom Bahnhof durch die Stadt zum MWS führt. Das ist mit erheblichen Kosten verbunden und beinhaltet nachhaltige Beeinträchtigungen für die Anwohner:innen durch Straßensperrungen etc.
Weitere ökologische Aspekte, etwa die durch den DFB vorgeschriebene Nutzung von Solarenergie/Photovoltaik etc. lassen sich im MWS nicht umsetzen.

Fazit: Schon diese kurze Auflistung aktueller Defizite macht deutlich, dass das Marschwegstadion selbst durch hohe Investitionen nicht dauerhaft für professionellen Sport ertüchtigt werden kann und keine tragfähige Lösung für die Zukunft darstellt.

Eine Multifunktionsarena ist eine Investition in die Zukunft

Professioneller Sport zählt zu den größten Werbeträgern für Kommunen. Fußball ist die Sportart Nummer eins – weltweit. Wer würde etwa das vergleichsweise kleine Kaiserslautern kennen, gäbe es dort nicht den 1. FCK und seine „roten Teufel vom Betzenberg“. Werder hat die Hansestadt Bremen weltweit bekannter gemacht als es den Stadtmusikanten je möglich gewesen wäre. Der SSV Jahn ist das Regensburger Aushängeschild und die Kicker des 1. FC Magdeburg galten schon zu DDR-Zeiten als Legenden.

Sportler, allen voran Fußballer, sind heute Markenbotschafter, sind bedeutende Werbeträger ihre Städte, Kommunen, ihrer Region. An jedem Wochenende zieht es zigtausende Fans in die Stadien. Der Besuch von Fußballspielen geht dabei deutlich über das Spiel hinaus. Das Stadionerlebnis ist Event, ist Happening und vielerorts fester Bestandteil des sportkulturellen Selbstverständnisses einer Stadt und ihrer Menschen.

Um auf diesem Spielfeld „am Ball zu sein“, braucht Oldenburg allerdings eine auf die Zukunft ausgerichtete Lösung: Eine neue, multifunktionale Arena.

Der Standort: Das Gelände an der Maastrichter Straße ist in vielerlei Hinsicht ein idealer Standort für eine Multifunktionsarena. In unmittelbarer Nachbarschaft zu den EWE-Arenen könnte hier ein Veranstaltungsareal abgerundet werden. Die Fläche ist logistisch nahezu perfekt angebunden (Autobahnanschluss, Busbahnhof, Hauptbahnhof). Es sind ausreichend viele Parkplätze vorhanden. Die unmittelbare Nachbarschaft zur Innenstadt schafft Synergie-Effekte (Sport, Shopping, Gastronomie) mit Blick auf die vielen Fans, die regelmäßig in die Arena kommen. Zwingend zu berücksichtigen ist dabei die nachweislich große Zahl von Fans anderer Vereine, die ihre Mannschaft zu den Spielen begleiten und damit Kaufkraft nach Oldenburg bringen (Shopping, Gastronomie, Tourismus).

Potenziale: Einhergehend mit dem Standort würde der Neubau einer Mehrzweckarena viele Potenziale mit sich bringen. Ein Neubau wäre eine Chance, auch diesen Standort für die Zukunft zu entwickeln, über eine reine Sportstätte hinaus. Der Kreativität für die Gebäudenutzung sind kaum Grenzen gesetzt. Büroflächen können hier genauso integriert werden, wie Räumlichkeiten für Projekte, Tagungen, soziale Einrichtungen und vieles mehr.
Ein Neubau bietet zudem die große Chance, ökologische Aspekte zu berücksichtigen, von der Photovoltaik bis zur Wärmepumpe, um nur zwei Aspekte aufzuzeigen. Nur in einem neuen Stadion wäre etwa auch Klimaneutralität umsetzbar.

Vermarktung: Dauerhaft ist professioneller Spitzensport nur in einer neuen, multifunktionalen Arena möglich. Sponsoren, Wirtschaftspartnern oder Investoren muss man mehr bieten als einen Sitzplatz auf einer zugigen Tribüne. Hospitality-Bereiche, Business-Seats und dergleichen sind unverzichtbar, um Einnahmen zu generieren, die den Spitzensport finanzieren.

Fazit: Oldenburg versteht sich heute als Oberzentrum. Will es diesem Anspruch auch im Sport gerecht werden, sollte nicht über eine rückwärts gerichtete, sehr kostspielige Dauerertüchtigung des Marschwegstadions nachgedacht werden. Will Oldenburg die Zukunft im Blick haben, muss es in eine zukunftsfähige Lösung investieren, in eine multifunktionale Arena für die Menschen aus der Stadt und der Region.

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