AllgemeinEndlich wieder ein echtes Derby

2. September 2022

Oldenburg. Man muss schon sehr lange zurückschauen, um herauszufinden, wann der VfB Oldenburg und der VfL Osnabrück letztmals um Punkte gegeneinander gespielt haben. In der Saison 1999/2000 endete das Rückspiel in Oldenburg torlos. Seitdem fand dieses echte Bezirksderby nur noch im Pokal statt, stets mit deutlich unterschiedlichen Voraussetzungen. Doch das Warten hat sich gelohnt. Wenn sich beide Mannschaften am Samstag, um 14 Uhr im Marschwegstadion gegenüberstehen, wird der Rahmen stimmen.

Mehr als 7.500 Tickets waren am Freitagvormittag bereits vergriffen. Auch in Osnabrück freut man sich auf diesen Derby-Klassiker, denn die insgesamt 1.500 Gästekarten waren schnell ausverkauft. Es dürfte also stimmungsvoll zugehen, wenn der Kick zwischen dem Aufsteiger und dem längst etablierten Drittligisten angepfiffen wird. Die Rollen sind dabei klar verteilt. Trotz des Heimvorteils sind die Gastgeber Außenseiter. Der VfL Osnabrück zählt unstreitig zu den Top-Mannschaften der 3. Liga, gilt als Aufstiegsaspirant und das nicht zufällig. Seit Jahren pendeln die Lila-Weißen zwischen 2. und 3. Liga.

Während man an der Hunte allerlei erstklassigen Sport sehen kann, angefangen beim Bundesliga-Handball der Frauen bis hin zum Erstliga-Basketball, ist Osnabrück im Profisport eine Monokultur. Der VfL gibt den Ton an, ist das große Sportthema in der viertgrößten Stadt Niedersachsens und zieht die Fans in der ganzen Region in seinen Bann. Ganz so weit ist man rund um den VfB noch nicht, wenngleich auch die Blauen mit dem Aufstieg in die 3. Liga wieder die große Fußballbühne betreten haben und sich steigender Aufmerksamkeit und Wertschätzung erfreuen.

Die einen wollen aufsteigen, die anderen die Klasse halten. Rein tabellarisch ist ersteres allerdings noch nicht ersichtlich. Denn dem eigenen Anspruch konnten die Lila-Weißen bislang noch nicht ganz gerecht werden. Zwar zeigten die Osnabrücker teils mitreißende Spiele, doch die Tabelle zeigt den VfL als Zwölften. Lediglich das Auftaktspiel wurde mit 1:0 gegen den MSV Duisburg gewonnen, in der Folge reichte es nicht mehr zu einem Dreier. Mehr noch, ein neuer Trainer musste her. Daniel Scherning wechselte überraschend zu Arminia Bielefeld und sorgte damit zuletzt für eine Vakanz.

Die allerdings wurde relativ schnell zu den Akten gelegt. Tobias Schweinsteiger, bisheriger Co-Trainer des 1. FC Nürnberg, wird beim VfL seine erste Station als Cheftrainer antreten und macht das mit einer klaren Idee. Kompakt müsse seine Mannschaft auftreten, zudem clever agieren, fordert der junge Fußballlehrer, der personell kaum Ausfälle zu verkraften hat.

Sportlich wartet auf den VfB unstreitig ein „dicker Brocken“. Die Qualität der erfahrenen Mannschaft ist hoch, obwohl es im Sommer einmal mehr eine durchaus nachhaltige Personalrotation gegeben hat. Acht Spieler haben den Verein verlassen, darunter auch ein Leistungsträger wie Sebastian Klaas oder Ulrich Taffersthofer. Allerdings konnte das Management um den sportlichen Leiter Amir Shapourzadeh die entstandenen Lücken mehr als füllen. Mit Robert Tesche, bereits 35 Jahre alt, wurde ein Routinier vom VfL Bochum an die Bremer Brücke geholt. In Leandro Putaro (SC Verl), Paterson Chato (Türkgücü München) oder Henry Rorig (1. FC Magdeburg) kamen weitere Spieler, die ihr Können bereits höherklassig gezeigt hatten. Zudem verpflichtete der VfL mit Erik Engelhardt von Energie Cottbus einen überaus talentierten Angreifer.

Die Mischung scheint auf jeden Fall zu stimmen. Talenten, wie eben Engelhardt, stehen Routiniers wie Tesche oder der „ewige“ Marc Heider zur Seite. Mannschaftskapitän Heider ist zwar schon 36 Jahre alt, aber nach wie vor Dreh- und Angelpunkt des Osnabrücker Angriffsspiels.

Gespannt sein darf man natürlich, ob und in welchem Maße sich die Verpflichtung von Tobias Schweinsteiger schon im Osnabrücker Spiel zeigen wird. Bislang präsentierte sich der Tabellenzwölfte defensiv sehr stabil, ließ lediglich beim 2:2 gegen den 1. FC Saarbrücken zwei Gegentore zu. Schwächen offenbarte der VfL allerdings in offensiver Hinsicht. Mehr als ein Tor erzielten Heider und Co eben auch nur einmal, bei besagtem 2:2. Gegen Duisburg reichte ein Traumtor von Sven Köhler zum Sieg, in Wiesbaden und Aue holten die Osnabrücker immerhin jeweils ein 1:1. Eher enttäuschend verliefen die Spiele gegen Ingolstadt und in Bayreuth, die 0:1 verloren wurden.

Der VfB wiederum hat zuletzt auch beim MSV Duisburg überzeugt und mit dem 1:1 einen hochverdienten Punkt mitgenommen. Natürlich wollen die Blauen, angetrieben von einer einmal mehr großen Kulisse, jetzt auch den zweiten Heimsieg erspielen. In mehreren Trainingseinheiten im Stavermann-Sportpark hat Cheftrainer Dario Fossi seine Mannschaft in dieser Woche gezielt auf den VfL vorbereitet.

Noch offen ist derweil, welches Personal am Samstag zur Verfügung steht. Gut möglich, dass Patrick Möschl nach seiner langen Verletzungspause endlich wieder zum Kader zählt. Zudem hofft natürlich auch Neuzugang Patrick Hasenhüttl, dass er wenige Tage nach seiner Verpflichtung direkt eine Premiere im Marschwegstadion erleben wird.

Ayodele Adetula und Pascal Richter tummelten sich am Freitag auf auch dem Trainingsplatz, sind allerdings noch keine Optionen für das Derby.

Rund ums Spiel:
Schiedsrichter ist am Samstag Mitja Stegemann. Ihm assistieren Thibaut Scheer und Luca Marx.
Die ersten Kassen öffnen um 11.30 Uhr. Bitte kommt frühzeitig und nutzt die Eingänge zu euren Bereichen, um langen Warteschlangen möglichst vorzubeugen.
Der Marschweg ist ab ca. 12 Uhr für den Straßenverkehr gesperrt, außerdem wird die Autobahnabfahrt Marschweg im Laufe des Vormittags gesperrt. Der Parkplatz unter der Autobahn steht ebenfalls nicht zur Verfügung.
Der Gästebereich ist ausverkauft. Hier wird es auch keine Tageskasse mehr geben.
Fans des VfB bekommen ihre Tickets an den Hauptkassen (Zugang zum Sitzplatzbereich sowie zur Matthäi-Gegengerade, Block J und Block H) sowie am Eingang West (Zugang zum Sitzplatzbereich sowie zu Block H). Da es sich um ein sogenanntes Sicherheitsspiel handelt, sind die Eintrittskarten bindend, das heißt, mit einem Sitzplatzticket kann man nicht auf die Matthäi-Gegengerade wechseln.

Wir freuen uns riesig auf dieses Derby. Lasst es uns gemeinsam zu einem stimmungsvollen, fairen und friedlichen Fußballfest machen.

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