3. LigaVfB Oldenburg erwartet Erzgebirge Aue

6. Oktober 2022
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Oldenburg. Seit sechs Spielen ist der VfB Oldenburg in der 3. Liga ungeschlagen und es versteht sich von selbst, dass die Blauen diese Serie gerne deutlich fortführen möchten. Doch am Samstag, um 14 Uhr, wird ein nominelles Schwergewicht der Liga deutliche Einsprüche erheben. Die Blauen treffen im Marschwegstadion auf den FC Erzgebirge Aue, eine Mannschaft, die den eigenen Ambitionen noch nicht gerecht geworden ist.

Die größten Erfolge der Auer liegen schon einige Jahrzehnte zurück. Gleich dreimal, 1956, 1957 und 1959 wurde der Verein unter dem Namen BSG Wismut Aue Meister der damaligen DDR. Zudem weist die Vita einen Pokalsieg aus dem Jahr 1955 auf. Nicht wenige Fans nennen ihren Club nach wie vor durchaus liebevoll „Wismut“, wenngleich die Lila-Weißen seit 1993 offiziell als FC Erzgebirge Aue tituliert werden.

Die größten Erfolge gehören zwar der Vergangenheit an, vieles andere ist in Aue allerdings hochmodern. Das beginnt beim in den vergangenen Jahren umgebauten Erzgebirgsstadion und umfasst unstreitig auch die Trainingsbedingungen. Mindestens so beeindruckend wie die Rahmenbedingungen des Zweitliga-Absteigers ist allerdings auch die Identifikation der Menschen in der Kleinstadt. Aue hat nur knapp 20.000 Einwohner:innen, aber der Verein fast 16.500 Mitglieder. Der FC Erzgebirge ist, obwohl in der Nähe anderer Traditionsvereine wie FSV Zwickau, Chemnitzer FC oder Dynamo Dresden gelegen, eine feste Größe auf der Fußball-Landkarte. Bis zu 300.000 Menschen sollen sich dem FCE verbunden fühlen, heißt es.

Entsprechend groß war natürlich der Frust, nachdem die Mannschaft am Ende einer enttäuschenden Zweitliga-Saison in die 3. Liga absteigen musste und dort anfänglich eine Enttäuschung an die nächste gereiht hatte. Im Sommer wurde in Aue ein großer Umbruch eingeleitet. Mit Timo Rost sollte ein neuer Trainer für frischen Wind sorgen, der zuvor die Spielvereinigung Bayreuth in die 3. Liga geführt hatte.

Daraus allerdings wurde nichts. Nach zehn Spielen ohne Sieg musste allerdings nicht nur der Trainer seinen Stuhl räumen, auch Präsident Helge Leonhardt, der den Traditionsverein viele Jahre geführt hatte, ist nicht mehr im Amt. In Aue wurden in den vergangenen Wochen die Weichen neu gestellt. Immerhin, unter der Regie von Interimstrainer Carsten Müller gelangen dem FC Erzgebirge die ersten Saisonsiege. Im Pokal setzten sich die Auer beim Oberligisten FC Eilenburg 2:1 durch und kurz darauf folgte mit dem 3:0 gegen den SC Meppen der erste Sieg in der 3. Liga.

Die grundsätzliche Qualität des Kaders muss ohnehin nicht diskutiert werden. Das Potenzial, um auf direktem Weg in die 2. Liga zurückzukehren, wurde den Auern im Sommer nicht zufällig zugeschrieben. Zwar hatten zahlreiche Spieler den Verein verlassen, aber die Lila-Weißen hatten neben dem Trainer durchaus Drittliga-erfahrenes Personal angestellt. Für das Mittelfeld etwa wurden Sam Schreck vom FC Groningen zurückgeholt und Ulrich Taffertshofer vom VfL Osnabrück verpflichtet. Die Offensive sollten Boris Tashchy, der ohne Verein war, aber mit der Empfehlung von mehr als 130 Spielen in der 1., 2. und 3. Liga kam, sowie Maximilian Thiel vom SV Wehen Wiesbaden sowie Lenn Jastremski vom FC Bayern II verstärken. Aber auch Elias Huth, zuvor beim 1. FC Kaiserslautern oder Tim Danhof, mit Bayreuth aufgestiegen, waren zwei von insgesamt 18 Neuzugängen.

Hier mag das größte Problem der Auer liegen. Die Mannschaft hatte keine Zeit, sich zu finden. Das Potenzial des Kaders ist unstreitig groß, der Erwartungsdruck im Erzgebirge allerdings auch. Als sich die sportlichen Erfolge nicht schnell genug eingestellt haben, stieg der Druck und am Ende kam es zu einem regelrechten Erdbeben, das in der Trennung vom Trainer und dem Rücktritt von Helge Leonhardt gipfelte, der den Verein seit 2014 geführt hatte.

Ein Sieg, drei Unentschieden und sechs Niederlagen, das reicht derzeit nur zum 19. Tabellenplatz. Die Sorge, der FC Erzgebirge könnte direkt in die Regionalliga durchgereicht werden und damit wiederholen, was sich bei den Würzburger Kickers in der vergangenen Saison abgespielt hat, ist nach wie vor groß. Dennoch trifft der VfB Oldenburg auf einen Gegner, dem mit einem klaren Sieg über Meppen der Befreiungsschlag gelungen ist. Zwar werden die Erzgebirgler in Oldenburg auf den zuletzt starken Maximilian „Maxi“ Thiel verzichten müssen, der gegen die Emsländer die Rote Karte gesehen hat, doch der Kader bietet Trainer Carsten Müller, oder einem möglichen Nachfolger, viele Optionen. Allen voran Dimitrij Nazarov, bei Magenta Sport als „Pianist mit den Füßen“ geadelt, steht sinnbildlich für die hohe individuelle Klasse, die zahlreiche Spieler mitbringen. Einer, der ebenfalls als überdurchschnittlich talentiert ist, feierte gegen Meppen sein Comeback. Marvin Stefaniak, der sich im Spiel gegen Dynamo Dresden einen Muskelfaserriss zugezogen hatte, wurde eine gute Viertelstunde vor Schluss eingewechselt und dürfte auch in Oldenburg zum Kader zählen.

Mit dem FC Erzgebirge kommt eine schwere Aufgabe auf den VfB zu. Der erste Ligasieg dürfte das Selbstvertrauen genährt haben. Selbst die aktuell noch offene Trainerfrage sorgt nicht für Unruhe, weil die Auer mit Carsten Müller einen erfahrenen Fußballlehrer an der Seitenlinie wissen, der die Mannschaft erreicht.

250 bis 300 Fans, so heißt es, werden die Erzgebirgs-Kicker in den Norden begleiten. Die Fans des VfB werden also alles geben müssen, um ihre Mannschaft lautstark zu unterstützen. Die Stadionkassen öffnen um 12 Uhr, die Stadiontore werden um 12.30 Uhr geöffnet. Der Park & Ride Parkplatz unter der Autobahn ist geöffnet.

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