3. LigaVfB Oldenburg erwartet RW Essen

4. November 2022
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Oldenburg. Im Fußball wird nicht selten das Bild vom schlafenden Riesen bemüht. Das kennt man auch beim VfB Oldenburg, noch besser allerdings bei Rot Weiß Essen. Kein Wunder, immerhin spielt der Club in der zweitgrößten Stadt des Ruhrgebietes, war Deutscher Meister, Deutscher Pokalsieger, Bundesligist und weiß in guten, wie schlechten Zeiten eine riesige Fangemeinde hinter sich. Am Sonntag, um 13 Uhr, kommt es im Marschwegstadion zum Aufsteigerduell. Knapp 5.500 Karten waren am Freitag bereits vergriffen.

Zugegeben, die großen Erfolge haben längst eine dicke Schicht Staub angesetzt und wenn in den vergangenen Jahren RWE das Thema der Medien gewesen ist, waren die Schlagzeilen selten wirklich schmeichelhaft. Der Verein, für den Legenden wie Willi „Ente“ Lippens, Horst Hrubesch und Helmut Rahn die Fußballschluffen geschnürt haben, schaffte es mit fast schon boshafter Penetranz, die Erwartungen seiner großen Fangemeinde immer wieder zu enttäuschen. Skandale und natürlich die Insolvenz im Jahre 2010, verbunden mit dem Abstieg in die Fünftklassigkeit, sind auch Teil der bewegten Geschichte eines Vereins, der in den Herzen der Menschen in der Ruhrgebietsmetropole seinen festen Platz hat.

Auch das verwundert nicht, denn auch Erfolge kennzeichnen die Historie des Clubs von der Hafenstraße, der in den vergangenen Jahren überregional vor allem im DFB-Pokal mehrfach für Furore gesorgt hat. In der Saison 2020/21 spielten sich die Rot-Weissen durch Siege über Arminia Bielefeld und Bayer Leverkusen sowie Fortuna Düsseldorf bis ins Viertelfinale. Allein der ersehnte Aufstieg in die 3. Liga wurde trotz einer rekordverdächtigen Bilanz verpasst. Die Mannschaft des damaligen Trainers Christian Neidhart musste Borussia Dortmund II knapp den Vortritt lassen. Ein Jahr später war es dann so weit. Essen gelang unter der Regie von Sportchef Jörn Nowak, der Neidhart zwei Spieltage vor dem Saisonende abgelöst hatte, der Aufstieg.

Die Euphorie kannte keine Grenzen. 9.200 Dauerkarten wurden verkauft – mehr gab es schlicht nicht. Die 3. Liga, so die allgemeine Erwartungshaltung, insbesondere außerhalb von Essen, könne nur eine Durchgangsstation sein. Der Verein kann sich nicht nur auf eine beeindruckend große Fangemeinde verlassen, sondern auch auf finanzkräftige Sponsoren und doch ging der Start in die 3. Liga daneben.

Am ersten Spieltag wurden die Rot-Weißen von Mit-Aufsteiger SV Elversberg mit 1:5 regelrecht vorgeführt, im zweiten Heimspiel hieß es 1:4 gegen Viktoria Köln. Dass dazwischen im Derby beim MSV Duisburg mit 2:2 gepunktet wurde, war fast Nebensache. Bis zum 7. Spieltag musste die Mannschaft von Trainer Christoph Dabrowski warten, ehe mit dem 2:1 über Erzgebirge Aue endlich der erste Saisonsieg gelingen sollte. Immerhin, die Verantwortlichen ließen sich vom schwachen Start nicht aus der Ruhe bringen, sondern besserten ihren ohnehin starken Kader personell nach. Allen voran Felix Götze, vom FC Augsburg geholt, gilt als Glücksgriff. Er gibt im RWE-Spiel den Takt vor, ist Stabilisator und im zentralen Mittelfeld nicht mehr wegzudenken.

Doch nicht nur Götze kam nach Saisonbeginn, auch Andreas Wiegel, zuvor mit dem BFC Dynamo in der Relegation am VfB Oldenburg gescheitert, erhöhte nochmals die Klasse des Kaders, der im 34-jährigen Ex-Profi Felix Bastians und dem 33-jährigen Torjäger Simon Engelmann seine erfahrensten Kicker aufweist. Engelmann, nach wie vor ein Fixpunkt der Offensive, fällt bis zum Jahresende allerdings verletzt aus. Doch auch das kann RWE, aktuell mit 17 Punkten Tabellendreizehnter und seit vier Spielen ungeschlagen, kompensieren. Ron Berlinski, hat wie Engelmann auch schon vier Treffer auf dem Konto.

Die Rot-Weissen kommen auf jeden Fall mit viel Selbstvertrauen an die Hunte. Essen ist seit fünf Spielen ungeschlagen und aus dem Stamm fehlt vermutlich nur Engelmann, da Wiegel wieder im Training ist. Seit einer 1:3-Niederlage in Wiesbaden hat die Truppe von Christoph Dabrowski in der Liga acht Punkte geholt, dabei 3:0 in Freiburg gewonnen und mit 2:1 beim SV Waldhof dreifach gepunktet. Außerdem hieß es gegen Dresden und Zwickau 1:1. Im Landespokal setzten sich die Essener im Stadtderby beim ETB Schwarz-Weiß allerdings erst im Elfmeterschießen durch, nachdem sie eine 3:0-Führung verspielt hatten.

An Unterstützung wird es RWE in Oldenburg nicht fehlen. Der Gästebereich wird ausverkauft sein. Bleibt die Frage, ob es dem VfB gelingt, beim anderen schlafenden Riesen für ein Nickerchen zu sorgen. Große Hoffnung verbinden die Fans der Blauen natürlich mit dem Kapitän. Max Wegner fehlte in den letzten Spielen aufgrund einer Verletzung, hat das Training aber wieder aufgenommen und könnte am Sonntag in die Anfangsformation zurückkehren.

Trotz der Niederlage in Freiburg durfte ein Oldenburger mit halbwegs guter Laune nach Hause fahren. Pascal „Palle“ Richter war nach 13 Monaten Verletzungspause endlich wieder in einem Punktspiel am Ball.

Mit Blick auf die zahlreichen Fans aus dem Ruhrgebiet gibt es am Sonntag einige Einschränkungen im Stadionbereich. Die Autobahnabfahrt „Marschweg“ und der Marschweg selbst werden ab circa 10.30 Uhr für den Straßenverkehr gesperrt. Darüber hinaus stehen die Parkplätze unter der Autobahn für die Öffentlichkeit nicht zur Verfügung. P4, erreichbar über den Westfalendamm, ist Gäste aus Essen vorbehalten. Die Kassen öffnen bereits um 10.30 Uhr, das Stadion um 11 Uhr.

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