3. LigaEssen gewinnt wildes Spektakel 5:3

6. November 2022
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Oldenburg. Fast 8.000 Fans, großartige Stimmung und acht Tore. Dazu eine großartige Choreografie der VfB-Fans, die es in Oldenburg so noch nie gegeben hat. Es hätte ein schöner Nachmittag für den VfB Oldenburg werden können. Doch die Tore waren im Spiel gegen Rot-Weiss Essen nicht ausgeglichen verteilt. Am Ende von 93 spektakulären Minuten jubelten die Gäste über einen 5:3-Sieg.

Mutiger und aktiver als zuletzt solle seine Mannschaft spielen, erklärte VfB-Cheftrainer Dario Fossi vor dem Spiel und dieser Forderung kamen seine Spieler direkt nach. Bereits nach nicht mal einer Minute rauschte ein erster Freistoß in den Essener Strafraum, wurde aber zur Ecke abgewehrt. Wenige Minuten später konnte Andreas Wiegel zur Ecke klären. Die Blauen hatten den erwünscht guten Start erwischen und machten Druck.

Vor allem Manni Starke wollte sich von den Gästen so gar nicht in den Griff bekommen lassen und leitete auch die nächste gefährliche Aktion der Oldenburger ein. Sein Zuspiel nutzte Nico Knystock zur Flanke, doch der daraus resultierende Kopfball wurde zur sicheren Beute für Torhüter Jakob-Karl Gerhard Golz (11. Minute).

Es dauerte eine weitere Minute, ehe die Gäste, die von sicherlich 1.600 Fans lautstark angetrieben wurden, ihrerseits zum ersten Abschluss kamen. Andreas Wiegel hatte aus der Distanz abgezogen.

Schon in der Anfangsphase wurde deutlich, dass von einem ruhigen Kick hier nicht die Rede sein konnte, im Gegenteil. Beide Mannschaften suchten immer wieder den schnellen Weg nach vorne und damit hatten die Gastgeber in der 20. Minute erstmals nachhaltig Erfolg. Kebba Badjie wurde von Andreas Wiegel regelwidrig gestoppt und Schiedsrichter Eric Weisbach zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Max Wegner schnappte sich den Ball und traf sicher zum 1:0 für den VfB (20.).

Die nächste Szene gehörte erneut den Gästen. Felix Götze konnte aus 18 Metern stramm abziehen, doch Sebastian Mielitz war zur Stelle (22.). Der VfB blieb spielbestimmend, doch Essen war stets gefährlich und nach einer halben Stunde auch erfolgreich. Nach einem Konter der Rot-Weissen kam Lawrence Ennali im Duell mit Sebastian Mielitz zu Fall und erneut zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Felix Bastian ließ sich die Chance nicht entgehen und traf zum Ausgleich (30.). Es sollte ein Treffer sein, der rückblickend durchaus als Wendepunkt in diesem Spiel gelten konnte. Mit dem Schwung des 1:1 wurde Essen stärker und kam nur fünf Minuten später zur zweiten Chance. Ron Berlinski kam wenige Meter vor dem Tor aus der Drehung zum Abschluss, doch „Miele“ zeigte eine Weltklasse-Parade und verhinderte den Rückstand.

In der 44. Minute war der Oldenburger Torhüter dann allerdings machtlos. Erneut wurden die Oldenburger ausgekontert. Den ersten Schuss von Felix Bastian konnte er noch abwehren, doch der Ball landete beim freistehenden Ron Berlinski und der traf mühelos zum 1:2.

Frust pur beim VfB und der sollte noch größer werden, denn wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff erhöhten die Gäste auf 1:3. Nach einem Freistoß von der linken Seite war Felix Bastian mit dem Kopf zur Stelle (50.).

Zumindest bei den Optimisten auf Seiten der Blauen wurden jetzt Erinnerungen an das Spiel gegen den VfL Osnabrück wach, bei dem der VfB 1:0 geführt, dann 1:3 zurückgelegen hatte und am Ende 4:3 gewinnen konnte. Tatsächlich allerdings blieben die Essener spielbestimmend. Der VfB kämpfte, brauchte jedoch einen Impuls von der Bank und der kam. Dario Fossi brachte mit Jakob Bookjans und Leon Deichmann frische Kräfte für Ayodele Adetula und Marten Schmidt. Zudem stellte der VfB-Trainer auf eine defensive Dreierkette um.

Die Neuen waren kaum auf dem Rasen, da wurde erneut gejubelt und diesmal waren die Blauen dran. Manni Starke hatte den Ball auf vollem Lauf in die Maschen gedroschen und so für neue Euphorie beim VfB gesorgt. Sollte sich die Geschichte wiederholen? Der Glaube war in dieser 59. Minute zumindest wieder da und es ging weiter. Denn nur acht Minuten nach dem Anschluss war Manni Starke erneut zur Stelle und traf nach einer Ecke von Jakob Bookjans mit dem Kopf zum 3:3. Das Marschwegstadion glich jetzt einem Tollhaus.

Doch wo vor Wochen der VfL Osnabrück ins Wanken geriet, zeigte jetzt ein Gast echte Nehmerqualitäten. Essen blieb stabil und mehr noch, RWE schlug gnadenlos zurück. Nach einem Einwurf des eingewechselten Meiko Sponsel war Björn Rother zur Stelle und es hieß 3:4 (72.). Von diesem erneuten Rückschlag sollten sich die Oldenburger nicht mehr erholen. Der VfB kämpfte, machte Druck und wurde bestraft. In der Nachspielzeit rutschte Marcel Appiah unglücklich in eine Flanke von Sponsel und es hieß 3:5.

VfB Oldenburg: Mielitz – Ndure (84. Brand), Appiah, Steurer, Knystock (75. Plautz), Zietarski, Starke, Schmidt (59. Bookjans), Adetula (59. Deichmann), Wegner, Badjie (84. Hasenhüttl)
RW Essen: Golz – Wiegel (46. Sponsel), Heber, Rios Alonso, Bastians, Tarnat (90. Kourouma), Rother, Götze (71. Kefkir), Young, Ennali, Berlinski (80. Fandrich)

Christoph Dabrowski, RW Essen: Ich denke, der Sieg war am Ende verdient. Ich hätte mir weniger Spannung gewünscht, aber der VfB hat eine tolle Moral gezeigt und ist immer wieder zurückgekommen. Am Ende haben wir noch zwei Tore draufgesetzt. Drei Gegentore sind natürlich zu viel, aber die 3. Liga ist wild.
Dario Fossi, VfB Oldenburg: Wir hatten heute immer wieder das Momentum auf unserer Seite und haben es nicht genutzt. Wir bekommen Tore, die so nicht fallen dürfen, aber wir kommen auch wieder zurück. Wenn man dann das 3:3 macht, muss einen das eigentlich beflügeln. Wir müssen jetzt genau analysieren, was uns gefehlt hat. Bei den Gegentoren müssen wir einfach schneller schalten.


 

   

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