RegionalligaKlassiker vor einer Rekordkulisse

6. Februar 2024
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Oldenburg/fs. Klassiker sind in der Regionalliga-Nord rar gesät. Das Aufeinandertreffen mit dem SV Meppen und dem VfB Oldenburg in der Rolle der Protagonisten ist eines der wenigen Duelle, das die Fans regelrecht elektrisiert. Wenn sich die beiden Nachbarn am Mittwochabend, um 19.30 Uhr messen, werden sie das vor einer Rekordkulisse tun. Mehr als 8.500 Fans werden erwartet.

Eigentlich hätte der ewig junge Nordwest-Klassiker am Wochenende stattfinden sollen, doch die Polizei sah sich aus logistischen Gründen gezwungen, eine Verlegung auf den Mittwochabend anzuordnen. Für viele Oldenburger:innen eine höchst ärgerliche Entscheidung und doch wird der VfB von mehr als 700 Fans ins Emsland begleitet. Der Rahmen stimmt, wie ohnehin die Euphorie groß ist, rund um den SV Meppen.

Die Fans haben dem Traditionsclub den Abstieg aus der 3. Liga offensichtlich verziehen. Dabei war die Skepsis nach einer erneut enttäuschenden Drittliga-Saison groß in Meppen. Allen voran der Vorstand stand im Kreuzfeuer der Kritik, ließ sich davon jedoch nicht beirren. Mit Trainer-Altmeister Ernst Middendorp als Spiritus Rector wurde ein junger Kader zusammengestellt und im Saisonverlauf nochmals verstärkt.

Der Start in die neue Saison verlief holprig, die Fans allerdings ließen ihren SV Meppen nicht im Stich. 5.486 Zuschauer:innen kann der emsländische Vorzeigeclub im Durchschnitt begrüßen. Es ist der Bestwert in der Regionalliga-Nord, zu deren Spielen im Gesamtdurchschnitt keine 1.000 Fans kommen. Am Mittwoch wird es eine neue Bestmarke geben, wenig überraschend, schließlich haben sich beide Mannschaften mittlerweile in den Dunstkreis der Tabellenspitze gespielt.

Vor allem die Emsländer haben ihr Tief zu Saisonbeginn kompensiert, wenngleich auf Kosten eines Trainerwechsels. Nach einer 1:2-Niederlage beim SSV Jeddeloh hatte Ernst Middendorp genug und gab gefühlt auf dem Weg in den Mannschaftsbus seine Demission bekannt. Mit Adrian Alipour wurde ein neuer Übungsleiter ins Emsland geholt, der im Hinspiel zwar noch eine 0:2-Niederlage seiner neuen Mannschaft beim VfB Oldenburg erlebte, seitdem allerdings eine echte Erfolgsserie geschafft hat. Angeleitet von Alipour, zuvor beim Wuppertaler SV, dem TSV Steinbach und RW Koblenz in der Regionalliga-West und der Regionalliga-Südwest aktiv, holten die Emsländer 2,27 Punkte im Schnitt.

An Selbstvertrauen herrscht beim Tabellenzweiten natürlich kein Mangel. Seit sieben Spielen ist die Truppe um Torjäger Marek Janssen, der schon elf Treffer erzielt hat, ungeschlagen. Es ist weniger der ganz feine Fußball, den der SV Meppen zeigt, sehrwohl aber eine beeindruckende Mischung aus Kampfgeist und Effektivität.

Deutlich verbessert hat Alipour, der mit seiner Mannschaft im Winter ein Trainingslager in der Türkei absolviert hat, die Defensive. Drei der letzten vier Spiele blieb die Elf ohne Gegentor. Oft reicht zudem die erste echte Chance, um in Führung zu gehen. Beim 3:0 in Ottensen etwa waren die Hausherren optisch überlegen, die Tore aber erzielten die Gäste, die mit einem 2:0 über Holstein Kiel II und einem 1:0 beim Bremer SV makellos ins neue Jahr gestartet sind.

Defensiv kompakt, wird das Mittelfeldfeld nicht selten mit langen Bällen auf Marek Janssen und seinen Sturmpartner Christopher Schepp überbrückt. Das zahlt sich für das Duo, das gemeinsam schon für Blau Weiß Lohne stürmte, aus. Schepp, von Arminia Bielfeld geholt, ist mit neun Treffern zweitbester Torschütze.

Frei von Sorgen ist man im Emsland allerdings auch nicht. Mit Jonas Fedl fällt der Abwehrchef und Mannschaftskapitän erneut verletzt aus. Auch Daniel Haritonov wird nach einem Eingriff am Knie das Nachbarschaftsduell verpassen, genau wie Fynn Seidel. Der beste Vorlagengeber der Mannschaft hat sich eine Kreuzbandverletzung zugezogen.

Einen anderen Wechsel hingegen hat Adrian Alipour ohne Not vorgenommen. Für Bennet Schmidt kam jetzt Julius Pünt ins Tor. Der erst 19-Jährige ist einer von zehn Spielern im Kader, der zur Kategorie U21 zählen und wurde im eigenen Nachwuchs herangeführt.

Vor Pünt verteidigten in Bremen Luis Spreckelmeyer, Sander van Looy und Yigit Karademir. Das Mittelfeld setzte sich zusammen aus Winter-Neuzugang Marvin Benjamins, Tim Möller, der den Siegtreffer erzielte, dem erfahrenen Willi Evseev und Luca Prasse. Offensiv sollten Jonathan Wensing, Christopher Schepp und Marek Janssen für Gefahr sorgen. Man darf gespannt sein, ob Alipour auch gegen den VfB Oldenburg derart viele junge Spieler aufbietet oder etwa Bruno Soares mit seiner großen Erfahrung verteidigen wird.

Auch auf Seiten der Oldenburger gibt es einige Fragezeichen. Nico Knystock etwa hat das Training wieder aufgenommen, aber reicht es schon für den Mittwochabend? Sicher ausfallen wird Linus Schäfer nach seiner strittigen gelb-roten Karte aus dem Spiel bei Kilia Kiel. Dafür könnte Neuzugang Elsamed Ramaj erstmals im Kader stehen.

An Selbstvertrauen wird es auch den Oldenburgern nicht fehlen. Die Mannschaft von Cheftrainer Fuat Kilic ist seit neun Spielen ungeschlagen und fühlte sich in den vergangenen Jahren gerade im Emsland immer sehr wohl. In der 3. Liga trennten sich beide Mannschaften jeweils unentschieden, im Pokal feierten die Blauen einen 5:0-Sieg beim Nachbarn. Weitere Pflichtspiele liegen schon einige Jahre zurück, waren aber mehrheitlich erfolgreich und es versteht sich von selbst, dass der VfB Oldenburg auch am Mittwochabend drei Punkte mitnehmen will.

Das Hinspiel war eine deutliche Sache. Der VfB dominierte das Spiel klar und durfte den zweifachen Torschützen Markus Ziereis feiern. Allein eine Schludrigkeit im Abschluss stand einem deutlich höheren Sieg entgegen. Seitdem allerdings sind die Emsländer deutlich stärker geworden. Es ist also alles angerichtet für ein tolles Duell, das für einen neuen Zuschauerrekord in der Regionalliga-Nord sorgen wird. Noch gibt es übrigens Tickets im Vorverkauf, auch für den Gästebereich.

Alle wichtigen Informationen für Fans des VfB Oldenburg gibt es hier: https://vfb-oldenburg.de/auswaertsinformationen/

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