RegionalligaUnglückliche Niederlage im Derby

8. Februar 2024
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Meppen/fs. Fußballspiele lassen durchaus den nachhaltigen Gebrauch des Konjunktivs zu. Was wäre gewesen, wie hätte es ausgehen können, wenn … Das gilt rückblickend auch für ein intensives Nachbarschaftsduell zwischen dem SV Meppen und dem VfB Oldenburg, das die Emsländer letztlich glücklich mit 3:2 für sich entschieden haben.

Das hätte es auch ganz anders kommen können, denn in der 54. Minute hatten die Gäste die Vorentscheidung auf dem Fuß. Aus gut fünf Metern bugsierte Aurel Loubongo den Ball im Fallen Richtung Tor, traf aber nur die Latte und auch der Nachschuss von Drilon Demaj ging knapp daneben. Rückblickend sollte nach dieser Szene das Spiel kippen.

Beeindruckende 9.261 Zuschauerinnen und Zuschauer, darunter gut 1.000 Fans des VfB Oldenburg, hatten an diesem nasskalten Mittwochabend den Weg ins Stadion gefunden und damit für einen neuen Zuschauerrekord in der Regionalliga-Nord gesorgt. Geboten wurde ihnen ein spannendes, intensiv geführtes Spitzenspiel, das letztlich durch die Zielstrebigkeit der emsländischen Angreifer entschieden wurde.

Drei Minuten waren absolviert, da wurde schon deutlich, wie man sich auf Seiten der Gastgeber die Herangehensweise für diesen emotionalen Kick vorgestellt hatte. Ein Langer Ball auf Christopher Schepp und der von Arminia Bielefeld ausgeliehene Torjäger suchte aus relativ spitzem Winkel direkt den Abschluss. Sein wuchtiger Schuss prallte von der Unterkante der Latte zum 1:0 ins Tor.

Ein Schock für den VfB? Mitnichten! Die Oldenburger zeigten sich unbeeindruckt und kamen dem Tor der Meppener nach acht Minuten erstmals nahe. Doch der doppelte Abschluss durch Markus Ziereis und Drilon Demaj hatte noch keine Folgen.

Zehn Minuten später allerdings jubelte der Gästeblock. Leon Deichmann hatte den Ball wuchtig nach vorne geschlagen und Rafael Brand sofort geschaltet. Den überraschten Gegenspieler ließ er im Sprint stehen, um dann ganz viel Gefühl zu zeigen und das Runde über Torhüter Julius Pünt ins Eckige zu lupfen (18. Spielminute).

Es ging weiter hin und her, wenngleich die Oldenburger in dieser Phase immer besser ins Spiel kamen. Die nächsten gefährlichen Szenen gehörten den Emsländer, die mit ihrer Zielstrebigkeit im Abschluss durchaus beeindruckten. Jonathan Wensing zielte nach einer Flanke von Marek Janssen daneben (23.), auf der anderen Seite fehlten Ole Käuper bei einem Distanzschuss nur wenige Zentimeter (29.).

Was mit dem Fuß nicht klappen wollte, gelang Drilon Demaj, der für den verletzten Max Wegner in die Startelf gekommen war, dann mit dem Kopf. Ein Zuspiel von Rafael Brand veredelte Demaj mit dem Kopf zum 1:2 (31.). Nicht erst seit diesem Treffer waren die Fans der Gastgeber deutlich ruhiger geworden, denn der VfB hatte sich immer besser ins Spiel gekämpft und jetzt den Rhythmus vorgegeben.

Es darf spekuliert werden, dass ein drittes Oldenburger Tor wohl die Entscheidung bedeutet hätte. Doch es blieb beim Konjunktiv. Die Blauen verpassten die Vorentscheidung, ließen gute Konter ungenutzt und wurden bestraft. Die Gäste konnten eine Flanke nicht final klären, der Ball landete bei Marek Janssen und der beste Torschütze des SVM fackelte selbigen mit Präzision, Wucht und Glück ins Tor (60.). Nach einer Stunde war also alles wieder offen.

VfB-Cheftrainer Fuat Kilic reagierte mit einem Doppelwechsel. Christopher Buchtmann und Neuzugang Elsamed Ramaj kamen für Kamer Krasniqi und Rafael Brand ins Spiel, das weiter Fahrt aufnehmen sollte. Ramaj zeigte schon in seiner ersten Szene, welches Tempo er auf den Rasen bringen kann, verpasste allerdings den Abschluss und traf zudem Meppens Torhüter Pünt, was Schiedsrichter Hendrik Duschner mit einer von letztlich sechs gelben Karten ahndete.

Die Oldenburger wollten den Taktstock erneut ergreifen, doch jetzt hatte Meppen das Momentum auf seiner Seite und kam durch Schepp zur nächsten Chance, die von VfB-Torhüter Jhonny Peitzmeier vereitelt wurde (74.), der kurz darauf auch einen Distanzschuss aus dem Winkel holte (79.).

Eine Minute später allerdings lag der Ball dann doch in seinem Tor. Bruno Soares ließ sich nach einem Freistoss als Torschütze feiern und versetzte das Publikum regelrecht in Euphorie, denn alles Bemühen des VfB half nicht mehr, es blieb beim 3:2 für die Emsländer, die damit seit sieben Spielen unbesiegt sind.

SV Meppen:  Julius Pünt – Luis Sprekelmeyer, Sander van Looy, Yigit Karademir – Luca Prasse, Niclas Wessels, Tim Möller, Marvin Benjamins – Jonathan Wensing – Christopher Schepp, Marek Janssen
Trainer: Adrian Alipour

Eingewechselt: 46. Bruno Soares für Luis Sprekelmeyer, 58. Lars Spit für Niclas Wessels, 90+4. Oliver Holthaus für Marek Janssen, 90+5. Lukas Eixler für Christopher Schepp

VfB Oldenburg: Jhonny Peitzmeier – Patrick Möschl, Marc Schröder, Anouar Adam, Leon Deichmann – Ole Käuper – Drilon Demaj, Aurel Loubongo-M`Boungou – Kamer Krasniqi – Markus Ziereis, Rafael Brand
Trainer: Fuat Kilic

Eingewechselt: 64. Christopher Buchtmann für Kamer Krasniqi, 64. Elsamed Ramaj für Rafael Brand, 79. Nico Knystock für Markus Ziereis, 79. Noah Plume für Anouar Adam, 89. Tom Gaida für Drilon Demaj

Tore: 1:0 Christopher Schepp (4.); 1:1 Rafael Brand (19.); 1:2 Drilon Demaj (32.); 2:2 Marek Janssen (60.); 3:2 Bruno Soares (81.)

Schiedsrichter/in: Hendrik Duschner (Bremen) – Assistenten: Allen Chen (Bremen), Sebastian Schiller (Bremen)

Zuschauer:innen: 9621

Gelbe Karten: Luca Prasse, Jonathan Wensing, Lars Spit / Anouar Adam, Markus Ziereis, Elsamed Ramaj

 

 

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