RegionalligaVfB unterliegt Havelse 1:2

30. März 2024
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Oldenburg/fs. Nach fast 97 Minuten war Schluss und nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Felix Bahr reichte ein Blick ins weite Rund des Marschwegstadions, um die Gemütslage zu erfassen. Dort ein Freudentänzchen in Rot und Weiß, hier blau-weißer Frust. Während die Kicker des TSV Havelse feierten, herrschte beim VfB Oldenburg Frust pur. Vor 2.813 Fans hatten die Oldenburger mit 1:2 verloren und konnte es nicht fassen.

Tatsächlich wollte das Ergebnis so gar nicht zu den Spielanteilen passen. „Ein 1:1 wäre sicherlich gerechter gewesen“, befand Gäste-Trainer Samir Ferchichi nach dem Spiel und hatte bei seiner Bewertung sicherlich wohlwollend für seine Mannschaft geurteilt. Die hatte an diesem frühlingshaften Samstagnachmittag allerdings fast in Perfektion gezeigt, wie man Effektivität auf den Rasen bringt. Aus dem Nichts heraus hatten die Gäste gleich zweimal hingelangt, während die Oldenburger, nicht zum ersten Mal in dieser Saison, beste Möglichkeiten ungenutzt gelassen hatten.

Fuat Kilic hätte durchaus mildernde Umstände benennen können, immerhin musste der Cheftrainer des VfB im Vergleich zur Vorwoche wieder personell umstellen. Mit Markus Ziereis fehlte der beste Torschütze ebenso, wie der beim 3:1-Sieg bei Holstein Kiel II stark aufspielende Nico Knystock. Auch Ole Käuper und Marcel Appiah standen aufgrund von Erkrankungen nicht im Kader.
Dennoch begannen die Blauen schwungvoll, sichtlich gewillt, den nächsten Sieg zu erspielen und die Chancen dazu hatten sie. Ein Freistoß von Rafael Brand nötigte dem besten Havelser, Torhüter Tom Opitz, eine erste Glanztat ab (17. Minute). Drei Minuten später kam es erneut zum Duell dieser beiden Protagonisten. Ein langer Ball landete bei Brand, der direkt abzog und den Torhüter so zu einer weiteren Glanzparade zwang.

Der VfB drängte weiter, nutzte dabei ungewohnt häufig den langen Ball als probates Mittel, um die Havelser Deckung in Schwierigkeiten zu bringen. Das gelang mehrfach gut, wenngleich die nächste Chance bis zur 37. Minute auf sich warten lassen sollte. Die allerdings hatte es in sich. Brand, von Patrick Möschl perfekt freigespielt, tauchte allein vor Opitz auf, doch der machte sich so groß wie breit und stand zum dritten Mal dem 1:0 im Weg.

Für den VfB sollte es vor der Pause aber noch unangenehmer kommen, denn eine Minute vor dem Halbzeitpfiff tauchten die Gäste erstmals gefährlich vor dem VfB-Tor auf und durften anschließend freudig in die Kabine stapfen. Vladislav Cherny hatte in bester Abstaubermanier zum 0:1 getroffen.
Fuat Kilic reagierte auf den Rückstand mit einem ersten Wechsel. Für Leon Deichmann kam Pascal Richter ins Spiel, der sich in der zweiten Halbzeit mit einem schwungvollen Auftritt eine gute Note verdiente. Sein Zuspiel nutzte Max Wegner zum Abschluss, zielte aber daneben (55. Spielminute). Der VfB rannte weiter an, machte viel Druck, ohne die ganz zwingende Chance zu kreieren.

Dennoch lag der Ausgleich dauerhaft in der Luft und das hatte auch damit zu tun, dass der VfB personell längst „all in“ gegangen war. Mit Christopher Buchtmann und Aurel Loubongo, die für Drilon Demaj und Linus Schäfer ins Spiel gekommen waren, hatte Fuat Kilic weitere frische Kräfte nominiert und später auch noch Noah Plume und Tom Gaida eingewechselt.

Der VfB drängte weiter, Havelse kam kaum noch aus der eigenen Hälfte. Doch alles blau-weiße Bemühen wollte lange nicht ausreichen, zumal ein klares Foul an Elsamed Ramaj nicht mit dem zwingend fälligen Elfmeter geahndet worden war (82.). Der Oldenburger Ärger ob dieser Entscheidung war indes schnell verraucht, denn zwei Minuten später lag der Ball endlich im Tor. Pascal Richter hatte abgezogen, Tom Gaida nachgelegt und am Ende traf Marc Schröder mit dem Kopf zum verdienten 1:1 (84.).

Der wollte mehr, blieb dran, sichtlich gewillt, den Sieg zu erzwingen. Doch das dritte Tor sollte erneut aus dem Nichts fallen, aber auf der anderen Seite. Nach einer Flanke von der rechten Seite konnte Jhonny Peitzmeier einen ersten Kopfball noch abwehren, doch gegen den Nachschuss von Yannik Jaeschke war er ohne Abwehrchance und am Ende genauso fassungslos wie seine Mitspieler.

VfB Oldenburg: 1 Jhonny Peitzmeier, 4 Leon Deichmann, 5 Anouar Adam, 7 Rafael Brand, 8 Drilon Demaj, 9 Max Wegner, 10 Kamer Krasniqi, 13 Linus Schäfer, 17 Patrick Möschl, 20 Marc Schröder, 27 Elsamed Ramaj
Trainer: Fuat Kilic
Eingewechselt: 46. 18 Pascal Richter für Leon Deichmann, 65. 6 Christopher Buchtmann für Linus Schäfer, 65. 11 Aurel Loubongo-M`Boungou für Drilon Demaj, 73. 26 Noah Plume für Max Wegner, 82. 19 Tom Gaida für Elsamed Ramaj

TSV Havelse: 12 Tom Opitz, 4 Besfort Kolgeci, 5 Dominic Minz, 8 Julius Langfeld, 15 Vladislav Cherny, 16 Torben Engelking, 17 Emre Aytun, 23 Julius Düker, 26 Niklas Tasky, 31 Jannik Oltrogge, 39 Florian Riedel
Trainer: Samir Ferchichi
Eingewechselt: 67. 28 Julian Rufidis für Vladislav Cherny, 70. 11 Yannik Jaeschke für Julius Düker, 75. 27 Eliakim-Mbila Kukanda für Torben Engelking, 82. 6 Mika Stuhlmacher für Jannik Oltrogge, 89. 14 Marko Ilic für Julius Langfeld

Tore: 0:1 Vladislav Cherny (44.); 1:1 Marc Schröder (84.); 1:2 Yannik Jaeschke (90+1.)
Schiedsrichter: Felix Bahr (Ahlerstedt) – Assistent: Bastian Grimmelmann (Etelsen)
Zuschauer:innen: 2840 im Marschweg-Stadion
Gelbe Karten: Christopher Buchtmann / Besfort Kolgeci, Eliakim-Mbila Kukanda

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