Oldenburg. Hochsommerliche Temperaturen und ein bärenstarker Gegner, dennoch reichte es für den VfB Oldenburg im zweiten Testspiel der Vorbereitung zu einem 2:2 gegen den SV Rödinghausen. „Ich bin sehr zufrieden. Das war ein top Test gegen einen richtig guten Gegner“, urteilte VfB-Trainer Alexander Kiene nach dem Schlusspfiff.

Vor gut 200 Zuschauern dominierten die Gäste aus der Regionalliga-West die erste Halbzeit. Zwar konnten sich die Rödinghauser keine klaren Möglichkeiten erspielen, führten zur Pause allerdings verdient mit 1:0. Der Österreicher Christian Derflinger, vom West-Meister Viktoria Köln nach Rödinghausen gekommen, verwandelte einen Freistoß direkt.

Die Gäste ließen auch nach der Führung nicht locker, attackierten den VfB früh und ließen so keinen konstruktiven Spielaufbau zu. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff verhinderte VfB-Torhüter Thilo Pöpken mit einer tollen Parade gegen Simon Engelmann das 0:2.

Alexander Kiene, der seine Mannschaft diesmal im 4-3-3-System aufgeboten hatte, nutzte die Pause zu drei Wechseln. Jan Rosenthal, Ibrahim Temin und Dominik Kisiel kamen für Kifuta Kiala Makangu, Pascal Richter und Thilo Pöpken ins Spiel. Auch die Gäste wechselten durch, machten in der Folge aber deutlich, wie breit sie in personeller Hinsicht aufgestellt sind, denn ein Leistungsabfall war nicht zu erkennen.

Der VfB indes kam jetzt besser ins Spiel. Selbst das 0:2 durch Tobias Steffen (50. Minute) blieb ohne Folgen. Die Oldenburger trotzten den Temperaturen und dem Gegner und kämpften sich von Minute zu Minuten besser in die Partie. Folgerichtig konnten sich nach einer knappen Stunde erstmals jubeln. Kai Bastian Evers hatte einen Freistoß perfekt in den Strafraum gebracht und Gazi Siala traf mit dem Kopf zum 1:2.

Nach dem Anschlusstreffer übernahmen die Blauen endgültig den Taktstock dieses durchaus schwungvollen Testspiels und tatsächlich belohnten sie sich für ihre Mühen auch noch. Pascal Steinwender traf in der Schlussphase zum verdienten 2:2 für den VfB. Der sogar noch mögliche Sieg hatte schließlich der für Steinwender ins Spiel gekommene Efkan Erdogan auf dem Fuß, doch sein strammer Schuss zischte knapp für den Torwinkel.

„Rödinghausen hat uns in der ersten Halbzeit vor Probleme gestellt. Da waren wir nicht präsent genug. Das haben wir in der Pause angesprochen und nach dem Seitenwechsel deutlich besser gemacht. Die Jungs haben eine gute Reaktion gezeigt und sich das Unentschieden dann auch verdient“, so Alexander Keine. Für Jan Rosenthal, der erstmals im VfB-Trikot aufgelaufen war, hatte der Trainer sogar noch ein Extralob über. „Jan ist mit einer Klasse einfach ein Spieler, der den Unterschied macht. Seine Handlungsschnelligkeit ist beeindruckend. Ich würde mich freuen, wenn wir ihn häufiger bei uns auf dem Platz hätten.“

VfB Oldenburg: Thilo Pöpken (46. Dominik Kisiel) – Jefrey Volkmer, Leon Deichmann, Patrick Posipal (20. Bernard Suffner), Dominique Ndure (60. Efkan Erdogan) – Pascal Richter (46. Jan Rosenthal), Kai Bastian Evers, Gazi Siala – Pascal Steinwender (81. Jakob Bookjans), Kifuta Kiala Makangu (46. Ibrahim Temin), Maik Lukowicz