Oldenburg. Es dreht sind in diesen Tagen beim VfB Oldenburg alles um Hannover, aus gutem Grund. Am Sonntag, um 15 Uhr, treffen unsere Blauen auf die U23 von Hannover 96 und am Donnerstag, 3. Oktober, heißt unser Gegner im Viertelfinale des Krombacher-Landespokals HSC Hannover. Das allerdings ist heute noch kein Thema.

Die Ausgangslage: Die Gäste habe aus elf Spielen 13 Punkte geholt und sind aktuell Tabellendreizehnter. Unser VfB ist einen Zähler besser auf Rang neun notiert. Beide Mannschaften kämpfen folglich darum, Anschluss ans obere Tabellendrittel zu halten.

Der Trend: Bei unseren Blauen gaben sich zuletzt Sieg und Niederlage die Klinke in die Hand. Wenn sich das fortsetzt, ist das Ergebnis am Sonntag vorprogrammiert. Unsere Gäste haben aus den letzten drei Spielen lediglich einen Punkt geholt. Am Mittwochabend trennten sie sich im Stadtderby von Aufsteiger HSC Hannover 2:2, zuvor unterlagen sie dem BSV Rehden 0:2 und bei Weiche Flensburg 0:1.

Die Historie: Diesen Punkt wird kein Oldenburger gerne lesen, denn zuhause wollte es gegen die „Roten“ in den vergangenen Jahren einfach nicht klappen. Aus vier Vergleichen im Marschwegstadion konnte der VfB bislang nur einen Zähler generieren und das ist auch schon etwas her. Die letzten drei Spiele hat der Gast für sich entscheiden können.

Der Gegner: Hannover hat im Sommer einen personellen Umbruch vollzogen. Nach dem Abstieg der Profis in die 2. Bundesliga richteten die Verantwortlichen ihren Blick auch auf den Nachwuchs. Dabei stand vor allem Niklas Tarnat im Fokus, und das berechtigt. Der defensive Mittelfeldspieler zählte in der vergangenen Saison zu den konstantesten und stärksten Spielern auf dieser Position, und das ligaweit. Komplett hat Tarnat den Sprung zu den Profis zwar noch nicht geschafft, doch er hilft der Reserve nur noch sporadisch, kam bislang erst auf sechs Einsätze. Ein weiterer wichtiger Baustein der jüngeren Vergangenheit war Christian Schulz. Der Ex-Nationalspieler war nicht nur Abwehrchef, sondern auch Führungsspieler in der Truppe von Trainer Christoph Dabrowski. Zuletzt allerdings fehlte er aufgrund einer Knieverletzung. Prominentester Neuzugang war Martin Wagner, der vom SV Meppen in die Niedersachsen-Metropole gewechselt ist und dort die junge Riege anführen soll.

Die Stärken und Schwächen: Hannover zählte bereits in der vergangenen Saison zu den spielstärksten Mannschaften der Regionalliga. Gut kicken kann die Truppe nach wie vor. Wenn es allerdings etwas robuster zugeht, vergeht den Jungprofis auch schon mal die Lust. Hinzu kommen Probleme im Spiel nach vorn. 13 erzielte Tore sind jetzt nicht so üppig. Sie verteilen sich übrigens auf neun Torschützen. Treffsicherster Spieler war bislang Valdrin Mustafa, der viermal getroffen hat.

Die Blauen: Viel Lob, aber keine Punkte, gab es nach dem Auftritt des VfB Oldenburg beim Tabellenführer VfB Lübeck. Einmal mehr hat sich unsere Mannschaft für eine starke Leistung nicht belohnt. Mehr Effektivität im Abschluss und mehr Konzentration in der Defensive sind deshalb die zentralen Forderungen von Alexander Kiene an seine Mannschaft. „Wir hatten auch in Lübeck gute Chancen, aber was wir daraus gemacht hat, war einfach zu wenig“, ärgerte sich der VfB-Trainer auch am Donnerstagabend noch.

Das Personal: Herzlich willkommen beim VfB Oldenburg hieß es in dieser Woche für Andrej Startsev. Der 25-Jährige wurde geholt, um die Defensive zu verstärken und hat in den ersten Trainingseinheiten bereits angedeutet, dass er topfit ist. Ob Alexander Kiene ihn sofort nominiert? Abwarten. Definitiv nicht dabei ist Mannschaftskapitän Kai Bastian Evers, der in Lübeck seine fünfte gelbe Karte kassiert hat und deshalb zuschauen muss. Nico Matern fehlte im Training, will aber beim Abschlusstraining am Samstag wieder dabei sein.

Die Schiedsrichterin: Susann Kunkel vom SV Eichede wird das Spiel am Sonntag leiten. Ihr assistieren dabei Malte Gerhard und Tom-Lennart Maschmann. Die erfahrene Unparteiische hat bereits mehrere Spiele des VfB geleitet und von einer Ausnahme abgesehen, konnten die Blauen alle gewinnen.