Duisburg. „Im Fußball zählen nunmal die Tore und die haben wir nicht gemacht.“ Jürgen Hahn war nach dem 0:2 im Testspiel des VfB Oldenburg durchaus bedient. Die Blauen hatten beim West-Regionalligisten ein wirklich gutes Spiel gezeigt, sich dafür allerdings nicht belohnt. Bereits am Samstag steht der nächste Test an. Der VfB spielt beim Blitzturnier des GVO im Sportpark Osternburg.

Noch vor Wochenfrist hatten die Oldenburger im Spiel gegen den SC Verl nicht wirklich überzeugen können. Das war am Freitagabend ganz anders, obwohl Trainer Alexander Kiene auf mehrere verletzte Spieler verzichten musste. Neben Gazi Siala fehlen aktuell auch Patrick Posipal, Kevin Kalinowski und Ibrahim Temin, der sich am Donnerstag im Training eine Verletzung zugezogen hatte. Noch steht nicht fest, wie lange er ausfallen wird.

Dennoch gehörte die Anfangsphase ganz klar den Blauen. „Die Jungs haben das richtig gut gemacht, alles umgesetzt, was der Trainer verlangt hat, allein die Tore haben gefehlt“, so Hahn. Der sportliche Leiter mochte nicht so recht glauben, dass nach fast einer halben Stunde noch kein Treffer für den VfB gefallen war, denn bereits nach sieben Minuten hatte der starke Pascal Richter sich rechts erstmalig durchgesetzt und für Kifuta aufgelegt, der jedoch aus knapp sechs Metern am Tor vorbei zielte.

Die nächste Chance hatte nur drei Minuten später Jakob Bookjans, dessen Schuss von der Strafraumgrenze das Tor ebenfalls verfehlte. Wenig später scheiterte Kifuta am Homberger Torwart Robin Offhaus und nach zwanzig Minuten lassen Bookjans und Richter eine Doppelchance aus. Angesichts der Chancenfülle war fast schon folgerichtig, dass diese Nachlässigkeit bestraft werden würde und so war es dann auch.

Ein Homberger Freistoß klatscht nach einer tollen Parade von Dominik Kisiel an die Latte und Danny Rankl reagiert am schnellsten und trifft zum 1:0 (28. Minute). Eine Szene mit Signalwirkung, denn jetzt dominierten einige Minuten lang die Gastgeber, die nach einer Ecke sogar die Chance zum 2:0 hatten. Die Oldenburger ihrerseits hätten allerdings in der 45 Minute durch Bookjans noch zum Ausgleich kommen können.

Alexander Kiene nutzte die Pause zu einigen Wechseln und wie schon zu Beginn waren die Oldenburger die bessere Mannschaft. Bereits zwei Minuten nach dem erneuten Anpfiff hatte Jeffrey Volkmer für Pascal Steinwender aufgelegt, doch der verfehlte das Tor mit einem Kopfball knapp.

Die Blauen dürften sich wie in einer Wiederholung gefühlt haben, denn erneut bestimmten sie das Spiel, ließen ihre Möglichkeiten aber aus. Nach einer guten Stunde hatte Richter erneut eine filigrane Vorarbeit geleistet, doch Steinwender zielte flach am Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite parierte Thilo Pöpken nach einem Konter erstmalig klasse.  Kurz darauf war er allerdings machtlos. Homberg konterte gekonnt und kam durch Dennis Wibbe zum 2:0.

Die Oldenburger versuchten bis zum Schluss alles, doch nichtmal der Anschlusstreffer wollte noch fallen, obwohl vor allem Steinwender noch gute Chancen hatte. „Hinsichtlich der heutigen Leistung können wir der Mannschaft nur vorwerfen, dass sie das Tor nicht getroffen hat. Die Einstellung und die Art, wie wir Fußball gespielt haben, stimmt mich dagegen zuversichtlich“, erklärte Jürgen Hahn nach dem Schlusspfiff. Der sportliche Leiter machte allerdings auch deutlich, dass in personeller Hinsicht Handlungsbedarf besteht. „Wir müssen zeitnah etwas tun und haben auch Alternativen. Jetzt gilt es zu klären, was wir umsetzen können.“

VfB Oldenburg: Dominik Kisiel (46. Thilo Pöpken) – Jeffrey Volkmer, Leon Deichmann, Fabian Herbst, Kai Bastian Evers, Bernard Suffner (Dominique Ndure), Jakob Bookjans (65. Justin Dähnenkamp), Efkan Erdogan, Pascal Richter, Maik Lukowicz, Kifuta Kiala Makangu (Pascal Steinwender)