Nein, die Punkteteilung beim GVO, obwohl in letzter Minute sichergestellt, hat Servet Zeyrek gar nicht gefallen. „Wir haben einfach nicht klug gespielt, zwei Punkte liegen lassen und das ärgert mich“, sagt der Trainer der zweiten Mannschaft des VfB Oldenburg, die am Freitag, um 20 Uhr, beim TSV Abbehausen gastiert.

Die Vorgabe des Trainers für das Spiel lässt an Deutlichkeit nichts vermissen. „Wir wollen, müssen und werden gewinnen“, sagt Servet Zeyrek, der von seiner Mannschaft schnellen Fußball sehen will. „Wir müssen den Takt vorgeben, dürfen nicht abwarten, auch wenn ich davon ausgehe, dass wir auf einem schlechten Kunstrasen spielen werden. Das müssen die Jungs annehmen und nicht darüber lamentieren.“

Personell hat der Trainer verschiedene Möglichkeiten, denn der eine oder andere Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft wird Spielpraxis erhalten. Aus Sicht von Zeyrek ist das kein Problem. „Die Zusammenarbeit mit dem Trainerteam der ersten Mannschaft und uns klappt super. Darüber hinaus weiß jeder Spieler in meiner Mannschaft, wie die Situation ist. Ich sehe es ohnehin positiv, denn die Tür nach oben ist ja auch auf. Es liegt allein an den Spielern.“ Fest steht, dass Sandro Dörner an Stelle von Thorben Riechers auflaufen wird. Dörner soll Spielpraxis sammeln, Riechers wird deshalb am Sonntag, beim Spiel der Regionalliga-Mannschaft gegen die U23 des Hamburger SV, als zweiter Torhüter auf der Bank Platz nehmen.

Unabhängig davon, wer in Abbehausen beginnen soll, erwartet Zeyrek eine konzentrierte Leistung und von Anfang an die richtige Einstellung. „Wir können da nicht hinfahren und meinen, im Vorbeigehen drei Punkte mitzunehmen. Abbehausen ist körperlich stark, hat Kampfgeist und nicht zufällig gegen Atlas Delmenhorst gepunktet“, sagt der VfB-Trainer. Mit bislang zwölf Punkten belegt der VfB-Gegner aktuell den zwölften Platz in der Bezirksliga. Zwei Spiele haben die Abbehauser bislang gewonnen, aber bereits sechsmal unentschieden gespielt. Top-Torjäger der Gastgeber ist Julian Hasemann, der in allen zwölf Saisonspielen am Ball war und dabei immerhin sechs der insgesamt 17 TSV-Treffer erzielt hat.

„Wir müssen defensiv gut stehen und den Gegner von Anfang an unter Druck setzen. Das haben wir beim GVO zu lange vermissen lassen. Als wir am Ende Druck gemacht haben, ist auch der Ausgleich gefallen und wir hätten fast noch gewinnen. Diese Art Fußball erwartet ich jetzt von der ersten Minute an“, sagt Servet Zeyrek.