Norderstedt. Es sollte heute nicht sein. Nach vier Siegen in Folge müssen die Blauen wieder eine Niederlage einstecken. Vor 104 Zuschauern im Norderstedter Edmund-Plambeck-Stadion gewann die Reserve des FC St. Pauli mit 3:0 (2:0).

Gegenüber letztem Sonntag hatte Coach Alexander Kiene nur eine personelle Veränderung vorgenommen. Kifuta Kiala Makangu stand anstelle von Maik Lukowicz in der Anfangsformation und bildete die Sturmspitze. Ansonsten sollte es die zuletzt so erfolgreiche Besetzung richten. Doch es wurde schnell klar, dass die Aufgabe gegen die hoch motivierte, zwar schlecht in die Saison gestartete aber inzwischen wieder in die Spur gekommene U23 des Zweitligisten, die zudem mit zweitligaerfahrenen Profis verstärkt war, keine einfache werden sollte.

Das frühe und konsequente Pressing der Hamburger ließ die VfB-Offensive kaum zur Entfaltung kommen. Die Abwehr der Blauen geriet dagegen ein ums andere Mal unter Druck. So auch in der 16. Minute, als Christian Viet im Oldenburger Strafraum abschließen konnte und Keeper Dominik Kisiel dabei keine Chance ließ. Doch davon keineswegs geschockt ergab sich die beste Tormöglichkeit unserer Blauen nur wenig später, als Pascal Steinwender nach guter Vorarbeit von Enis Bytyqi wohl einen Tick zu lange überlegte, ob er selbst schießen oder vor dem Tor nochmal querlegen soll (20.). In der 33. Minute konnte dann eine Ecke nicht sauber geklärt werden, so dass Robin Meißner nach einer scharfen Hereingabe aus kurzer Distanz zum 2:0 für die Gastgeber einköpfte.

Nach dem Pausentee kam Pascal Richter für den angeschlagenen Pascal Steinwender in die Partie und die mitgereisten Oldenburger Fans hofften auf die Wende. Zunächst durchaus zurecht, denn der hohe Aufwand der Hamburger forderte nun zunehmend seinen Tribut, während sich die Blauen keineswegs aufgegeben hatten. Das Spielgeschehen verlagerte sich nun zwar insgesamt, doch die zündenden Ideen, um das St. Pauli-Tor in echte Gefahr zu bringen, kamen zu selten und konnten von den Gastgebern zunichtegemacht werden. Auf der Gegenseite schloss Robin Meißner einen Konter nach Ballverlust im Mittelfeld eiskalt und gekonnt zum 3:0 (60.) ab.

Nennenswerte Chancen unserer Jungs blieben bis auf einen guten Kopfball von Kevin Kalinowski zwei Minuten vor Ende Mangelware und auch dem FC St. Pauli wollte kein Treffer mehr gelingen, so dass die positive Serie der Kiene-Elf am Ende gerissen war und sich der blaue Tross mit leeren Händen auf den Heimweg nach Oldenburg machen musste.

FC St. Pauli II: 1 Julian Barkmann – 23 Christian Viet, 3 Florian Carstens, 4 Hugo Teixeira, 30 Mert Kuyucu – 6 Jakob Münzner (79. 17 Finn Xaver Schütt), 29 Ersin Zehir – 11 Jakub Bednarczyk, 10 Seung-Won Lee (82. 26 Moritz Frahm) – 9 Robin Meißner (73. 19 Christian Stark), 24 Boris Tashchy
Trainer: Joachim Philipkowski

VfB Oldenburg: 1 Dominik Kisiel – 5 Jeffrey Volkmer (60. 27 Andrej Startsev), 8 Kai Bastian Evers, 25 Kevin Kalinowski, 3 Dominique Ndure – 21 Nico Matern, 6 Patrick Posipal – 7 Pascal Steinwender (46. 18 Pascal Richter), 9 Enis Bytyqi (82. 16 Maik Lukowicz), 20 Ibrahim Temin – 11 Kifuta Kiala Makangu
Trainer: Alexander Kiene

Tore: 1:0 Christian Viet (16.); 2:0 Robin Meißner (33.); 3:0 Robin Meißner (60.)

Schiedsrichter: Benjamin Schmidt – Assistenten: Kevin Dickscheid, Lorenz Müller

Zuschauer: 104 im Edmund-Plambeck-Stadion

Gelbe Karten: Florian Carstens / Jeffrey Volkmer, Alexander Kiene