Oldenburg. Vier Siege in Folge haben das Selbstvertrauen beim VfB Oldenburg durchaus nachhaltig genährt. Natürlich möchten die Blauen am Freitag um 18.30 Uhr ihren fünften Erfolg in Serie erdribbeln, doch die Aufgabe beim FC St. Pauli II ist durchaus eine heikle.

Natürlich macht sich unsere Mannschaft mit einer satten Portion Optimismus auf den Weg nach Norderstedt, wo die Stadtteilkicker auch in dieser Saison ihre Heimspiele austragen. Offensiv haben unsere Jungs zuletzt das eine oder andere Feuerwerk gezündet und beim Heider SV stand auch die Deckung erneut, wie schon gegen den SSV Jeddeloh, „zu Null“.

Konzentrierte Arbeit gegen den Ball, wie es im Fußballdeutsch so schön heißt, wird auch gegen die Reserve des Zweitligisten notwendig sein. Die Braun-Weißen sind zuhause nämlich durchaus gut unterwegs. Vier Spiele hat St. Pauli in dieser Saison gewonnen, alle im Edmund-Plambeck-Stadion. Während die Hamburger auswärts satte 22 Tore kassiert haben, sind es zuhause gerade mal deren 7 und 15 ihrer insgesamt 25 Treffer haben sie ebenfalls auf den „eigenen“ Grün markiert.

Auswärts hat die Truppe von Trainer Joachim Philipkowski schon einiges schlucken müssen, ein 1:5 in Wolfsburg etwa oder auch ein 1:4 bei Weiche Flensburg. Zuhause dagegen wurde der HSC Hannover mit 6:0 abgeschossen, gegen den Hamburger SV II hieß es in einem Nachholspiel 1:1 und zuletzt gewannen die Paulianer gegen den BSV Rehden 2:0. Ein Ergebnis, das auf den ersten Blick aufhorchen lässt, immerhin spielt Rehden bislang eine richtig gute Serie. Allerdings waren die Gäste mit „schweren Beinen“ aufgelaufen, denn sie hatten im Pokalspiel gegen den SV Meppen drei Tage zuvor sicherlich viel Kraft gelassen.

Dennoch, St. Pauli II hat sich im Saisonverlauf deutlich gesteigert. Musste man anfänglich damit rechnen, dass die Mannschaft sich dauerhaft im Tabellenkeller einrichtet, hat sie sich in den vergangenen Wochen deutlich berappelt und fleißig Punkte gesammelt. Das wiederum ist kein Zufall. Zwar wurden auch in diesem Sommer vor allem Nachwuchsspieler verpflichtet, darunter deren sieben aus der eigenen U19, doch die Reserve wird mittlerweile wiederholt durch Spieler verstärkt, die zum erweiterten Zweitligakader zählen.

Unverzichtbare Leistungsträger sind Mert Kuyucu, der in 17 Spielen jeweils 90 Minuten lang am Ball war und bereits zwei Tore erzielt hat, aber auch Christian Stark. Er kam vom Hamburger SV II und hat sich beim Nachbarn offenbar eingelebt. Stark führt die interne Torschützenliste mit vier Treffern an. Ebenfalls zum unmittelbaren Stamm zählen Akteure wie Seun-Won Lee (16 Einsätze) und Marin Senger (15). Welche personellen Möglichkeiten Philipkowski hat, verdeutlicht die Statistik, denn der Trainer konnte bereits 32 Spieler einsetzen.

Wie schwer der Tabellendreizehnte, der 16 Punkte auf dem Konto hat, zu knacken ist, hat der VfB bereits im Hinspiel erfahren müssen. Die Oldenburger waren zwar überlegen, nutzten aber zu viele Möglichkeiten nicht. Immerhin, ein Treffer von Jeffrey Volkmer reichte dann doch, um das Spiel mit 1:0 zu gewinnen. Ein Erfolg, den die Blauen natürlich gerne wiederholen möchten. In personeller Hinsicht sollte das möglich sein, denn von kleineren Blessuren abgesehen sind die Spieler zurzeit fit und heiß darauf, ihre tolle Serie auszubauen.

Schiedsrichter der Begegnung ist Benjamin Schmidt von der Spielvereinigung Laatzen, der in der vergangenen Saison das Spiel zwischen der SV Drochtersen/Assel und dem VfB Oldenburg geleitet hat. Ihm assistieren Kevin Dickscheid und Lorenz Müller.