Am letzten Wochenende hat uns unsere Mannschaft wieder richtig Lust auf die neue Saison gemacht und nun ist es endlich soweit. Am Sonntag, den 28. Juli um 15.00 Uhr beginnt für den VfB Oldenburg offiziell die Regionalliga-Saison 2019/20. Die Blauen empfangen im heimischen Marschwegstadion die zweite Mannschaft des FC St. Pauli. Wir haben die Wartezeit genutzt, um uns den nächsten Gegner etwas genauer anzuschauen.

In der letzten Spielzeit startete die U23 des FC St. Pauli zunächst sehr gut, aber bekam im Laufe der Saison ihre Probleme. Der 14. Tabellenplatz am 34. Spieltag reichte nur zum sicheren Klassenerhalt, weil Eintracht Braunschweig gleichzeitig den Abstieg aus der 3. Liga verhindern konnte. Konsequenterweise ist der Klassenerhalt auch in dieser Saison das herausgegebene Ziel für die Nachwuchskicker.

Mit dem Begriff „Nachwuchs“ trifft man dieses Jahr den Nagel auf den Kopf. Nach einem radikalen Umbau des Teams beträgt das Durchschnittsalter jugendliche 19,5 Jahre. 11 Spieler verließen den Verein. Sirlord Conteh, mit 11 Treffern erfolgreichster Torschütze in der letzten Saison, verlässt Hamburg in Richtung Magdeburg. Leon Deichmann wird dagegen am Sonntag alte Bekannte wiedertreffen. Er wechselte von der Elbe an die Hunte und wird bei diesem Spiel die Zitrone auf der Brust tragen.

Den Abgängen stehen neun Neuzugänge entgegen. Von diesen Zugängen stammen sieben aus der eigenen Jugend, einzig zwei externe Spieler wurden verpflichtet. Christian Stark hat pikanterweise zuvor für den Stadtrivalen HSV II gekickt. Dort hat das Sturmtalent nicht nur die gesamte Jugend durchlaufen, sondern war mit 7 Treffern erfolgreichster HSV-Torschütze der abgelaufenen Saison. Am Marschweg traf der heute 21-Jährige mit dem Hamburger SV in der vorletzten Saison gegen den VfB. Neben Stark wird Cemal Sezer für die Kiezkicker auf Torejagd gehen. Der 23-jährige erzielte für Vizemeister VfB Lübeck in der letzten Spielzeit sechs Tore.

Fazit: Das publizierte Saisonziel ist nicht unbedingt angsteinflößend. Die Neuzugänge aus der Jugend sind schwer abzuschätzen. St. Pauli hat ein gutes Nachwuchszentrum, in dem die einzelnen Spieler hervorragend ausgebildet werden. Mit Joachim Philipkowski hat man einen anerkannten und erfahrenen Trainer, der auch mit brenzligen Situationen besonnen umzugehen weiß.

Beim VfB entspannt sich die personelle Situation allmählich. Die beiden Verletzten Gazi Siala (Kreuzbandriss) und Maik Lukowicz (Knöchelbruch) werden zwar auf keinen Fall am Sonntag spielen, jedoch haben Patrick Posipal und Kifuta Makangu die ganze Woche voll mittrainiert und stehen für einen Einsatz am ersten Spieltag zur Verfügung. Auch die beiden Neuzugänge Dennis Rosin und Alexandar Jankovic haben die Woche über am Training teilgenommen. Beide sind spielberechtigt und könnten bereits gegen St. Pauli auflaufen.

Der Pokalsieg in Jeddeloh war nicht nur aus sportlicher Sicht bedeutsam, sondern hat eine Menge Emotionen in der Mannschaft und bei den Fans hervorgerufen. „Diese positive Atmosphäre ist wichtig und wir wollen sie unbedingt mit in die neue Saison nehmen“, so Cheftrainer Alexander Kiene.