Mit einem neuen Trainer geht die zweite Mannschaft des VfB Oldenburg in die kommende Saison. Marco Elia wird die Reserve übernehmen, die in der Bezirksliga aktuell noch um die Vize-Meisterschaft kämpft. Der ehemalige VfB-Torhüter kommt vom Stadtnachbarn GVO Oldenburg zu den Blauen, wo er die Nachfolge von Helge Hanschke antreten wird.

„Wir freuen uns, dass wir mit Marco einen jungen, talentierten Trainer für uns gewonnen haben, der nicht nur den VfB bestens kennst, sondern auch schon eine ganze Menge Erfahrungen im Trainergeschäft gesammelt hat“, sagt VfB-Abteilungsleiter Stephan Wulf. Es sei nie eine einfache Aufgabe, eine zweite Mannschaft zu trainieren. „Wir sind aber überzeugt, dass wir in Marco Elia den richtigen Trainer für diese Herausforderung gefunden haben.“

Beim Stadtnachbarn und Bezirksliga-Konkurrenten hat Marco Elia in dieser Spielzeit erste Erfahrungen als Cheftrainer gesammelt, nachdem er zuvor unter anderem bereits sehr erfolgreich beim VfL Wittekind Wildeshausen als Co-Trainer und zuvor in der Talentförderung für den DFB. Der Berufssoldat ist in Oldenburg allerdings nicht nur durch seine Trainerstationen bekannt. Marco Elia stand als Torhüter lange Zeit unter anderem für den VfB und später auch für den VfL und den GVO Oldenburg zwischen den Pfosten und überzeugte schon als aktiver Fußballer durch großen Ehrgeiz und viel Leidenschaft. Eben diese Kombination hat er bewahrt und sich auch als Trainer zu eigen gemacht, genau wie seine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit.

„Für mich war die persönliche Perspektive wichtig und mich reizt auch die Zusammenarbeit mit Dietmar Hirsch und Ralf Voigt. Ich möchte mich als Trainer entwickeln, kann und will viel lernen. Die sportliche Kompetenz beim VfB ist sehr groß und der Austausch kann mich nur weiterbringen. Natürlich hoffe ich auch, dass das ein Stück weit auf Gegenseitigkeit beruht. Ich bringe ja auch einiges mit, habe sicher einen anderen Blickwinkel und bin überzeugt, dass es in der Mischung für den VfB und für mich positiv ist und gut zusammenpasst“, sagt Marco Elia. Die Aufgabe beim VfB sei nicht einfach, aber darin liege auch der Reiz. Er habe große Lust, mit jungen Spielern zu arbeiten und sie zu formen, betont er.

Der 41-jährige, der übrigens auch noch für die VfB-Traditionsmannschaft zwischen den Pfosten steht, wird die neue Aufgabe nicht allein meistern müssen, sondern eng mit VfB-Urgestein Christian Thölking zusammenarbeiten. Der Routinier bleibt Co-Trainer und auch verlängerter Arm auf dem Spielfeld, denn „Thöle“, wie der Blondschopf von allen gerufen wird, hängt noch eine Saison als Spieler dran. „Wir kennen und schätzen uns. Ich freue mich sehr, dass wir die Aufgabe zusammen angehen“, sagt Elia mit Blick auf seinen Partner. Für den bekannt ehrgeizigen Trainer ist klar, dass die zweite Mannschaft des VfB auch in der kommenden Saison eine gute Rolle spielen soll, wenngleich die individuelle Ausbildung der Spieler Priorität genießt. „Die Mannschaft hat das in dieser Saison sehr gut gemacht. Daran wollen wir anknüpfen und dann werden wir sehen, was am Ende möglich ist.“

Wie Marco Elia ist auch Stephan Wulf zuversichtlich, dass ein großer personeller Umbruch ausbleibt. „Wir sind in guten Gespräche mit den Spielern, aber auch mit einigen Neuzugängen“, sagt Wulf. Der Fokus der Verantwortlichen richtet sich dabei auf junge Talente, die den Weg über die zweite Mannschaft als Möglichkeit für sich verstehen, sich mittelfristig eine Regionalliga-Perspektive zu erarbeiten.

Zur Komplettierung des Kaders sucht der VfB aktuell auch noch einen Betreuer. Interessenten für diese Aufgabe, aber auch interessierte Spieler, können sich gerne mit Stephan Wulf (stephan.wulf@vfb-oldenburg.de) in Verbindung setzen.