Rastede. Sergej Müller hat im regionalen Fußball durchaus die eine oder andere Schlagzeile zu verantworten, denn der Stürmer-Routinier zählte bei seinen Vereinen fast immer zu den Top-Torjägern. Warum, das hat er am Mittwochabend auch gegen den VfB Oldenburg gezeigt. Zweimal traf er beim 2:3 für seinen FC Rastede gegen die Blauen.

Alexander Kiene nutzte den Test beim Bezirksliga-Tabellenführer um jenen Spielern Einsatzzeit zu geben, die in dieser Saison selten oder zum Teil noch gar nicht gespielt haben. „Das Ergebnis ist für mich bei solchen Spielen eher zweitrangig. Wichtig ist, dass wir Praxis unter Wettkampfbedingungen bekommen. Mit dem FC Rastede hatten wir zudem einen sehr engagierten Gegner, der das gut gemacht hat“, so der VfB-Trainer nach 90 unterhaltsamen Minuten.

Nach einer Flanke von Jeffrey Volkmer hatte Dennis Rosin den Regionalligisten nach einer knappen Viertelstunde in Führung gebracht. Die Rasteder Löwen zeigten jedoch deutlich, warum sie bislang eine tolle Saison in der Bezirksliga spielen und dabei liegt die Betonung klar auf „spielen“, denn die Truppe von Trainer Daniel Nolan suchte fast immer spielerische Lösungen. Wenn es wuchtig zuging, dann war zumeist Sergej Müller für die Gastgeber am Ball, der nach 24 Minuten das erste Mal gefährlich wurde.

Der VfB war zwar tonangebend, dennoch dauerte es bis zur 38. Minute, ehe Justin Dähnenkamp eine tolle Kombination über Maik Lukowicz und Dennis Rosin mit dem 0:2 veredeln konnte. Zum Ärger von Daniel Nolan übrigens, der den Oldenburger Stürmer im Abseits gesehen haben wollte. Der Ärger sollte aber schnell verrauchen, denn die Rastede schlugen noch vor der Pause zurück. Nach einer Flanke von der rechten Seite traf Müller erst zum 1:2 (43. Minute) und in der Nachspielzeit vollendete der Routinier einen Konter zum 2:2.

Der VfB nutzte die Pause zu zwei Wechseln. Jan Rosenthal kam für Aleksandar Jankovic und Enis Bytyqi für Justin Dähnenkamp ins Spiel. Das wiederum entwickelte sich jetzt zu einer einseitigen Angelegenheit, denn der VfB setzten den Gegner in dessen Hälfte fest. Allein das Toreschießen wollte vorerst nicht mehr gelingen. Die Blauen ließen gegen einen mehrfach gefällig konternden Gegner einige Möglichkeiten aus, trafen zudem zweimal die Latte und durften nur noch einmal jubeln. Fünf Minuten vor Schluss legte Pascal Richter für Bytyqi auf und der traf zum 2:3.

VfB Oldenburg: Thilo Pöpken – Jeffrey Volkmer, Fabian Herbst, Bernard Suffner, Fynn Luca Friedrichs – Patrick Posipal (60. Efkan Erdogan), Aleksandar Jankovic (46. Jan Rosenthal), Justin Dähnenkamp (46. Enis Bytyqi), Pascal Richter, Dennis Rosin – Maik Lukowicz