Oldenburg. Ein tolles Wochenende erwartet unsere Blauen und ihre Fans. Zunächst genießen wir am Samstag von 10 bis 18 Uhr den Tag des VfB im famila Einkaufsland Wechloy. Dann soll Sonntag der Derbysieg folgen: Der SSV Jeddeloh II ist um 13 Uhr am Marschweg zu Gast.

Für beide Teams ist es am 14. Spieltag eine richtungsweisende Partie. Nach zwei Niederlagen in Folge müssen die Kicker vom Küstenkanal den Blick nach unten richten, denn sie haben zwei Zähler weniger als der VfB auf der Habenseite und rangieren mit 13 Punkten nur zwei vor dem möglichen Relegationsplatz.

Die Mannschaft von Neu-Coach Jouke Faber, der einen Ein-Jahres-Vertrag erhielt, bewies schon vor dem ersten Spieltag, dass sie ein hart zu knackender Gegner ist. In der Qualifikationsrunde des Niedersachsenpokals behielt der VfB erst im Elfmeterschießen die Oberhand, Jeddelohs Jeremy van Mullem (Neuzugang von Feyenoord Rotterdam II) war der entscheidende Pechvogel. Es war damit das fünfte Derby in Folge in den letzten zwei Jahren, das Jeddeloh nach 90 Minuten nicht als Verlierer beendete. Drei Remis und zwei Siege stehen für den SSV seit der gemeinsamen Regionalliga-Zugehörigkeit zu Buche.

Eine Serie, die der 57-jährige A-Lizenz-Inhaber Faber natürlich fortsetzen und damit die vergangenen Leistungen vergessen machen möchte. Zu Hause gegen den BSV Rehden war letzten Sonntag eine indiskutable erste Halbzeit, in der den Gästen viel zu viel Raum gelassen wurde, der Grundstein für eine glatte 1:4 (0:3)-Niederlage. Dabei war eine Woche zuvor dem favorisierten SC Weiche Flensburg noch ein ansprechender Fight geliefert worden. Erst sieben Minuten vor dem Schlusspfiff fiel der entscheidende 2:1-Siegtreffer für Weiche. Seine Mannschaft müsse noch viel lernen gab Faber nach dem Spiel zu Protokoll.

Insbesondere seine Offensive präsentierte sich jedoch in großen Teilen der Saison als äußerst effektiv. Mit 27 Toren stellen die Ammerländer den drittbesten Angriff der Liga. Der 20-jährige Mittelstürmer Tim van de Schepop (Neuzugang vom FC Twente Enschede II) traf alleine acht Mal, hatte aber auch oft nicht das Auge für die Nebenleute, bei denen sich die restlichen Treffer auf satte zehn Spieler verteilen.

Warum der SSV trotzdem nicht besser platziert ist, zeigt der Blick auf die Gegentore. Die Defensive ist hinter „Schießbude“ Heider SV die löchrigste der Liga, bereits 28 Male musste Stammkeeper Pelle Boevink (inklusive Trainer der vierte holländische Neuzugang, zuletzt FC Groningen II) den Ball aus dem Netz holen. Grund dafür dürfte auch der Ausfall vom potenziellen Abwehrchef Michel Hahn sein, der bisher erst auf sieben Saisoneinsätze kommt und nach einer Meniskusoperation frühestens Ende Oktober wieder eine Option ist. So durften sich zuletzt neben Stamminnenverteidiger van Mullem Muhittin Bastürk und Peer-Bent Wegener in der Viererkette mit bekanntlich mäßigem Erfolg probieren. Eine feste Größe stellt Linksverteidiger Thorsten Tönnies dar, der neben van Mullem, keine einzige Spielminute verpasst hat.

Insbesondere fremde Plätze waren in der laufenden Saison die Achillesferse der Mannen um Kapitän Kevin Samide, der verletzungsbedingt erst langsam wieder in Fahrt kommt und zuletzt erstmals wieder 90 Minuten auf dem Platz stand. Der letzte Jeddeloher Auswärtsdreier datiert vom 6. April in der letzten Spielzeit.

Gespannt darf man sein, wen unser Coach Alexander Kiene in die Startelf beordern wird. Nach der 1:5-Niederlage in Drochtersen/Assel dürfte es mit großer Wahrscheinlichkeit Veränderungen geben. Insbesondere Offensivkräfte wie Maik Lukowicz und Pascal Richter, die in Drochtersen nur Joker waren, wären eine Option. Eine Rückkehr der zuletzt krankheitsbedingt fehlenden Defensivkräfte Jeffrey Volkmer und Andrej Startsev ist zudem möglich und würde Ibo Temin, der zuletzt Linksverteidiger spielte, wieder für eine offensive Rolle freimachen. Routinier Patrick Posipal arbeitet weiter an seiner Fitness, eine Fortsetzung seines starken Comebacks vor zwei Wochen bei Hannover 96 II wäre wünschenswert.

Eine besondere Motivation liefert der TV-Sender Sport1, der die Partie live in die Welt überträgt. Shaun Minns, der 2015 vom VfB zum SSV wechselte, machte gegenüber der Presse bereits eine klare Ansage: „Wir wollen der beste Verein der Region sein.“ Diese Aussage dürfte auch jeder Blaue so unterschreiben.

Tombola am Sonntag
Ganz besonders ans Herz legen möchten wir euch unsere Tombola am Sonntag. Mit nur einem Euro seid ihr dabei und könnt tolle Preise gewinnen. 50 Cent pro Los gehen an Flugkraft, das Foto- und Hilfsprojekt für Krebskranke, 50 Cent an die VfB-Jugend. Die Gewinner werden in der Halbzeit ermittelt und die Preise nach dem Spiel überreicht.