Das war wohl nicht das, was man sich beim VfB Oldenburg für dieses Wochenende vorgestellt hat. Unsere Blauen sind bei ihrem Auswärtsspiel gegen die Spielvereinigung Drochtersen/Assel böse mit 1:5 unter die Räder gekommen. Es war ein Tag, an dem aus sportlicher Sicht scheinbar gar nichts klappen wollte.

Alle guten Absichtserklärungen für dieses Spiel waren wertlos, nachdem es bereits nach 6 Minuten im Oldenburger Kasten einschlug. Marcel Andrijanic kam an den Ball und lief aufs Tor der Gäste zu. Der VfB unterliefen individuelle Fehler und niemandem gelang es, ihn ernsthaft anzugreifen. Der Spieler nutzte die Situation und schoss unhaltbar in den rechten Knick.

Die Oldenburger waren von diesem frühen Rückstand sichtbar geschockt. Anders bei den Gastgebern: ein langer Ball in den Strafraum landete bei Alexander Neumann. Er nahm den Ball an, lief auf den herauseilenden Kisiel zu und wollte im Anschluss am Oldenburger Torhüter vorbeispielen. Da Kisiel den Ball zwar noch berührte, aber nicht vollständig abbremsem konnte, kullerte dieser zum Schrecken der Oldenburger Gäste langsam, aber unaufhaltsam über die Torlinie.

Bereits 2 Minuten später gab es den nächsten Rückschlag für die Blauen. Oldenburgs Verteidiger N’Dure bekam eine Flanke der Hausherren aus kurzer Entfernung an die Hand und Schiedsrichter André Schönheit zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Den Strafstoß versenkte Nico von der Reith humorlos zum 0:3 aus Sicht der Oldenburger.

Mit diesem Spielstand machten sich beide Mannschaften auf den Weg in die Kabine. Beim VfB war die erste Halbzeit von individuellen Fehlern geprägt. Das Abwehrverhalten war oft inkonsequent. Die Gastgeber waren schneller, wirkten aggressiver und mit diesem Vorsprung im Rücken, ließ es sich natürlich auch freier aufspielen. Dazu kam eine gnadenlose Effizienz, die jeden Fehler und jede Schwäche der Oldenburger ausnutzte und in Zählbares verwandelte.

Der VfB kam unverändert aus der Kabine. Das Spiel wurde jedoch offener und es gab Chancen auf beiden Seiten. Die Chancen wurden jedoch nur von der Heimmannschaft genutzt. So erzielte Finn Zeugner in der 49. Minute das 4:0, während auf der anderen Seite Dennis Rosin einen Foulelfmeter für den VfB weit über das Tor hinweg schoss. Diese tragische Spielszene war wohl bezeichnend für die gesamte Partie.

20 Minuten vor Abpfiff spielte Nico van der Reith nach einer Ecke einen Doppelpass mit seinem Mitspieler und flankte den Ball in den Strafraum. Kisiel konnte den Ball nicht halten und Jannes Wulff war zur Stelle, um das Leder im Oldenburger Tor zu versenken. In der Schlussphase konnte der VfB noch einmal Ergebniskosmetik betreiben. Pascal Steinwender erzielte in der 75. Minute das 5:1. Zu einem ausgelassenen Torjubel war zu diesem Zeitpunkt aber keinem Oldenburger mehr zumute.

„Wer so viele Fehler im Defensivbereich macht, wie wir es heute gemacht haben, hat es auch nicht verdient, in der Regionalliga Punkte zu holen“, gab sich Cheftrainer Alexander Kiene nach dem Abpfiff selbstkritisch. Die Fehler werden innerhalb einer intensiven Trainingswoche intern aufgearbeitet werden, damit die Mannschaft bereits im Derby gegen Jeddeloh ein anderes Gesicht zeigt.